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Den Kitoy hinunter... II
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Simon Seeberger und Lukas Wielatt waren im Juli 2008 an den Ufern des Baikalsees unterwegs. Traumhaftes Wildwasser erwartet sie nach der zweitägigen Paßüberschreitung zum Ehe Gol. Dies zeigt der zweite Teil ihres Sajan Berichts.
Nach dem zweiten Pass startete für uns die erste, durchgehende Befahrung des Eke Gol vom Hochmoor über niedrige Schluchten bis zur Mündung in den Kitoy. Die letzen vier Kilometer boten dabei nochmal sehr schönes WW4-5. 8-10 m3/s war etwa der Duchfluss. Phänomenaler Höhepunkt des Eke Gol ist ein 15 Meter hoher Wasserfall kurz vor der Mündung in den Kitoy. Die für uns folgende mittlere Kitoy- Schlucht trumpfte nochmal mit konstantem, wuchtigen WW4, das mit seinen 150m3/s und dem wunderschönen türkisfarbigem Wasser schwer an den Futaleufu in Chile erinnerte. Zu schade nur, dass der Spass für uns nur wenige Stunden bis zum Zufluss des Biluti anhielt: Unserem nästen Abenteuer. Aufmerksam auf den Biluti hat uns unser hagerer Trip-Kollege Vasili Ceznakov gemacht, der vor zwei Jahren im Herbst in diesem Tal eine ausgedehnte Erkundungstour unternommen hat. Foto rechts: anständig 'Airtime' auf dem Ehe Gol. 200km zur nächsten Zivilisation. Paddler: Simon Seeberger | ![]()
Quelle: kayakussr.com
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Quelle: kayakussr.com
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Wie immer spärlich mit Informationen, aber dafür mit GPS- Koordinaten ausgestattet, die er damals aufgezeichnet hatte, machen wir uns am Morgen des zehnten Tages auf die Socken. Jungelähnliche Wälder mit Farnen und dickem Moos prägen die Landschaft. Laut Sateliteninfo sollten es 15 km Luftlinie zu einem möglichen Einstieg sein. Wir kalkulieren mit insgesamt zwei Tagen Aufstieg und einem Tag paddeln. Teilweise finden wir Wege und kommen auch relativ gut voran.
Am späten Nachmittag stoßen wir auf einen Seiten-Creek der sich in Form einer steilen Schlucht in die noch viel tiefere Schlucht des Biluti gräbt. Wir klettern in die Schlucht ab und Spannen über die etwa 15m Schluchtrand ein Seil um die Boote dann schliesslich darüberzuseilen. Coole Action in Cliffhanger-Manier, die den immer stärker werdenden Regen nicht ganz so tragisch erscheinen läßt ;-) Foto links: wunderschöne Stimmung am oberen Biluti. Paddler: Vasili Porsev |
Der Biluti verläßt dann im Oberlauf ein eher offenes Tal über Grundgesteinsrutschen mit kleineren Stufen und niederen Klammstcken bei WW 4 und etwa 15 cm3/s. Wir beenden die Etappe beim Eingang in die phänomenale untere Schlucht, welche im Gegensatz zur oberen Etappe noch keine Menschen von unten angeschaut haben. Diese zweite Schlucht kann man mal ganz locker als 'hammergeil' bezeichnen. Eingestiegen wird direkt oberhalb eines 12m Drops, der eine leichte Linkskurve beschreibt und in einem richtig großen Pool landet. Bloss schade, dass das Wetter die Fotoausbeute etwas drosselt. Egal. Wir fotografieren mit unseren Augen auf die große Festplatte unter unserer Schädeldecke...
Das Team:
Simon Seeberger (D), Lukas Wielatt (CH), Vasili Porsev (RU) , Tom Marnic (LT) , Alex Maraxcovski (RU) , Vasili Cesnakov (RU) Vielen Dank auch an unsere Sponsoren, die für Trips in solchen Dimensionen echt zuverläßliches Material anbieten! Riot Kayaks , Prion Kayaks , Kober Paddel , Plusmax Helmets Foto rechts: der Start in die untere Schlucht vom Biluti ist direkt oberhalb dieses 12m Drops. Paddler: Seeberger | ![]()
Quelle: kayakussr.com
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Quelle: kayakussr.com
die deutschsprachige Fraktion des Trips: Simon Seeberger (in grün+blond) und Lukas Wielatt (in grün+schwarz)
JA! Wir haben's geschafft!
Fast: im Endeffekt sind es noch 100km Flachwasser bis zur nächsten Straßenbrücke. Doch wieder Erwarten kommt unser Shuttle und holt uns am nästen Tag nach halber Strecke zur Brücke am Flußufer ab, um uns zurück in die Plattenbautenwelt von Irkutsk zu chauffieren.
Sibirien ist MEGA!!!! Text: Simon Seeberger | ![]()
Quelle: kayakussr.com
Richtig geiles Wildwasser in der unteren Biluti Schlucht. Paddler: Luka Wielatt |
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