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Mein Paddel-Tipp: Der Pitzbach
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 - jup 05/2008

Einen der "besten Flüsse" Tirols stellt Straight Down Striit Siegerin Ameli Lehner als ihren persönlichen Paddeltipp vor. Beim Ötztal ums Eck, fließt der Pitzbach durch "Tirol wie aus dem Bilderbuch."
 
matthias farnik pitzbach
Daniel Steidl am Pitzbach | Foto: Matthias Farnik
 
Wer enge, schnelle, steinige, technische Flüsse mag bei denen ein Katarakt dem anderen folgt, ist mit Ameli Lehners Paddel-Tipp gut beraten. Direkt neben dem Paddelmekka Ötztal liegt das enge Pitztal und dort verbirgt sich auch der Pitzbach. "Meiner Meinung nach einer der besten Flüsse Tirols", sagt Ameli.

"Drei Jahre ist es her, als ich den Pitzbach das erste Mal befuhr. Schon damals war ich von dem Fluss begeistert, wenn auch vielleicht ein bisschen überfordert." Die Schwierigkeiten des Pitzbaches liegen zwischen dem vierten und fünften Grad, schrauben sich jedoch mit steigendem Wasserstand stetig nach oben. Bis bei Hochwasser die Grenze der Befahrbarkeit selbst für Experten erreicht wird. Fehlende Gumpen machen einen Schwimmer dann lebensgefährlich.
"Viel Zeit zum Warmpaddeln bleibt nicht, schon gleich nach der ersten Kurve lauert ein schwieriger Katarakt, welcher rechts nach einem großen markanten runden Stein in der Mitte beginnt. Schnell, steinig, eckig, technisch. So lässt er sich wohl am besten beschreiben."
 
"Wir steigen meist bereits bei der Brücke in Hairlach ein", erklärt Ameli. Damit erspart man sich das mühsame Umtragen des Naturwehrs, wenn man in St. Leonhard einsteigt. Der Pitzbach stürzt recht kontinuierlich die steilen Katarakte hinab. "Eine längere Verschnaufpause gibt es eigentlich nur in Ritzenried, hier kann man sich gemütlich treiben lassen. Denkt man." An einem Wehr donnert der Pitzbach plötzlich vier Meter in die Tiefe. "Kein Problem, wenn man das Boofen beherrscht", meint Ameli. "Links, mittig, rechts – man hat die Qual der Wahl. Wenn man seinem Boot etwas Gutes tun will, sollte man nach dem Wehr schleunigst zurück in die Flussmitte, denn spitze Steine auf den Seiten warten nur darauf, dem Boot ein bisschen Material zu stehlen."

Es folgen noch einige Katarakte und Stufen, bevor man am Ausstieg anlangt. Und schon wieder muss man sich entscheiden: "Entweder man nimmt den Kiesparkplatz auf der linken Seite und steigt bequem und gefahrlos aus, oder man fährt den letzten Katarakt auch noch und steigt bei der nächsten Brücke links aus", sagt Ameli. Aber aufgepasst, bis hierhin und nicht weiter. "Bei der Brücke befindet sich kein richtiges Kehrwasser, eher eine langsame Strömung. Danach folgt eine Schlucht, welche ich aber noch nie befahren habe, weil man sagt, der Aufwand lohne sich aufgrund der vielen Bäume nicht."

>>> Pitzbach in der Flussdatenbank
>>> Gefahrenhinweis Pitzschlucht
pitzbach steffen link
Bilderbuch-Tirol | Foto: Steffen Link
 
ameli lehner pitzbach
Stilsicher in einer markanten Stelle der Waldschlucht | Foto: Bernhard Steidl
 
index
Ameli am Wehr in Ritzenried | Foto: Bernhard Steidl

Pegel
Zwei Pegel gibt es am Pitzbach, einer ist online verfügbar.

Pegel Wenns
onine Pegel>>
für Standardstrecke NW 40cm/MW 50cm/HW 60cm gute Wasserstand zum Kennenlernen der Pitzschlucht 40cm

Pegel Ritzenried
für Standardstrecke NW 150cm/MW 160cm/HW 175cm für Standardstrecke
 
"Wer den Pitzbach noch nie befahren hat, sollte unbedingt eine Besichtigungstour einplanen, denn sonst könnte die Fahrt unfreiwillig in einem Steinverhau enden. Außerdem sollte man sicher gehen, dass man an allen Bäumen, die im Pitzbach liegen, ohne Probleme vorbeifahren kann. Denn das sind einige", sagt Ameli.

Ein dickes Plus verdient das Pitztal laut Ameli für die Landschaft. "Steile Hänge, Wälder, saftig grüne Wiesen und Almen, wohin das Auge reicht. Tirol wie aus dem Bilderbuch. Wenn der Wasserstand passt (mindestens 50 cm, ab 65 wird das ganze ein bisschen schneller) und die Sonne scheint, ist es ein wunderschöner Fluss."
 
ameli lehner
Ameli Lehner sitzt schon ihr Leben lang im Boot, denn bei den Lehners paddelt die gesamte Familie. "Vom Opa angefangen bis zu meinen kleinen Cousins – aber nur mütterlicherseits", erzählt Ameli. "Ich habe aber erst mit 14 Jahren ernsthaft angefangen, den Sport zu betreiben", so die mittlerweile 19-Jährige. Noch drückt die Absamerin an der Handelsakademie in Hall in Tirol die Schulbank und freut sich auf die Sommerferien. Im nächsten Jahr steht die Matura am Plan.

In der warmen Jahreszeit geht Ameli so viel paddeln wie möglich und verdient ihr Geld als Raftguide in Haiming wo sie auch derzeit anzutreffen ist. In der heurigen Saison will Ameli an diversen Extremrennen teilnehmen. Ihren ersten Sieg konnte sie vor kurzem beim Staight down Striit auf der Senft in der Schweiz erpaddeln. "Krönender Abschluss" im Herbst soll die Teilnahme an der Sickline WM im Ötztal werden. Ebenfalls im Herbst hat Ameli einen Trip nach Wales ins Auge gefasst. "Bei der Tine Tour treffen sich alle Kajakclubs Wales", sagt Ameli. "Letztes Jahr waren das angeblich 2500 Paddler."
 
Text: Ameli Lehner & Judith Prechtl

Lesermeinungen

01.06.2008   Lesermeinung
indexameli
danke bernhard und ich auch lisa:)
und: es ist nicht mein lieblingsfluss :P nur einer davon.
01.06.2008   Lesermeinung
TrustedPaddler
Hört sich spannend an dein Lieblingsfluss, total nett zu lesen. ganz ganz liebe Grüße von mir. Tät mich freuen auf ein wieder sehen!
31.05.2008   Lesermeinung
TrustedPaddler
Netter Bericht, Ameli !!!
 
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