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Drei Wochen auf dem Dach der Welt! Teil 3
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Tag IV
Als wir aufwachten stand die Sonne höher als sonst. Kein Wunder. Gestern war ein langer Tag und wir hatten die Pause einfach nötig gehabt. Wir hatten uns das Phuktal Kloster angeschaut und die schwerste Stelle des Tsarap Chu bewältigt. Geendet hat der Tag mit schönem non-stop Wildwasser IV und so sollte es auch weiter gehen. Den nächsten Tag beglückte uns der Fluss von seiner schönsten Seite. Das einzig Störende war die Straße am Flussufer, die uns seit den Rerufalls begleitete. Der schöne Wildwasserabschnitt ging zu Ende, dafür wurde der Tsarap wieder enger. Nach einer Klamm öffnete sich dann vor uns ein riesiges Tal. Dies konnte nur bedeuten, dass der Zusammenfluss von Tsarp Chu und Doda nicht mehr weit war. Am Anfang des Tals liegt der Ort Padum. Will man nur die Zanskar-Schlucht befahren, kann man die Tour auch von hier aus starten. Wir jedoch machten in Padum nur eine kleine Pause und freuten uns nach mehreren Tagen in einsamer Zweisamkeit, wenigstens etwas Zivilisation zu finden. In einem kleinen Geschäft deckten wir uns, soweit es möglich war mit Getränken ein. Eine wahre Abwechslung zu chemisch desinfiziertem Flusswasser. Allerdings hielten wir es mit unseren Paddelklamotten nicht lange in der Hitze aus und machten uns wieder auf den Weg. | ![]()
Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
boote, paddel, plane - unser camp |
Der folgende Abschnitt war paddeltechnisch wirklich langweilig, dafür bot die Landschaft einen unglaublichen Anblick. Ich habe noch nie so viele Gletscher in einer so unwirklichen Welt gesehen, wie im Quellgebiet des Zanskar, einfach atemberaubend. Allerdings waren wir auch froh, als sich das Tal wieder verengte und sich die große Zanskar Schlucht unser an nahm. Noch etwa 100 Km lagen nun vor uns. Und auf den nächsten 80 Kilometern waren wir endgültig abgeschnitten vom Rest der Welt. Kein Wanderwege, kein Trampelpfade begleiteten uns in diesem Bereich. Doch bevor es weiter ging hieß es erst einmal wieder Lager aufbauen. Inzwischen waren wir so geübt, dass wir uns aus Plane, Booten und teilbarem Paddel das ultimative Schlafgemach für Kanuten bauten.
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Am nächsten Tag erreichten wir nach ca. 30 Kilometern jenen Abschnitt, welchen wir schon vor einer Woche zum Einfahren gepaddelt sind. Leider mussten wir feststellen, dass der Wasserstand inzwischen gut einen halben Meter gefallen war. Dies wirkte sich stark auf die Fließgeschwindigkeit aus. In machen Bereichen pulsierte das Wasser dadurch so stark, dass man das Gefühl hatte, man paddele gegen die Strömung. Am Nachmittag erreichten wir die Mündung in den Indus und wenige Kurven weiter das Raftcamp in Nimu, unser Ziel.
Bild rechts: Einige Gletscher im Padum Gebiet | ![]()
Quelle: Primetzhofer Florian
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Schon auf der Fahrt dahin diskutierten wir die weiteren Möglichkeiten und versuchten uns am Abend über neue Ziele zu informieren. Zufällig trafen wir eine sechsköpfige Truppe aus England, die am nächsten Tag die Zanskarschlucht angehen wollten und uns bzgl. Tipps ausfragten. Wir wiederum erfuhren, dass sich in der Nähe von Kargil, der wohl beste Fluss Kaschmirs befindet, der Drass River. Ebenfalls ein Seitenfluss des Indus, jedoch 250 Km flussabwärts. Das hieß mal wieder eine lange Busfahrt in Kauf nehmen. Und es geht weiter
Text: Thomas Hinkel/playboaters.de | ![]()
Quelle: Primetzhofer Florian
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