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Mein Paddel-Tipp: Der Reinbach
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 - sl 07/2008

Philip Baues von den madcreekers hält ein echtes Stürzer Highlight als Paddel-Tipp in Südtirol bereit. Sind die großen Reinbachfälle eher ein Naturschauspiel, so wartet der Bach im Oberlauf mit einem echten dreier-kombi Schmankerl auf.
 
Wenn Filmemacher Olaf Obsommer anruft und eine kleine Aktion verspricht, weiß der geneigte Filmfan was Sache ist, spektakulär wirds. "Klar hatten wir Lust", sagt Philip und so machten sich die Madcreekers Thilo Schmitt, Fabian Dörfler und Philip auf nach Tirol. Dort traff man sich Anfang Juni mit Olaf & Miri und Jens & Mira am Reinbach.
 
Der Reinbach ist ein Zufluss der Ahr. Die Mündung befindet sich bei Sand in Taufers in Südtirol. Das Revier ist seit dem letzten Jahr einigen Paddlern durch das Castle Rapid Race bekannt.

"Plan war, den letzten der bekannten Reinbachfälle zu befahren, was wir aber nach kurzer Ortsbegehung aufgrund zu niedrigem Pegel und zu hohem Kletteraufwand vertagten.", so Philip.

So blieb Zeit sich einmal die Wildwasserperle flussaufwärts anzuschauen. "Weitaus weniger nervenaufreibend, als eine Befahrung des massiven Schlusswasserfalls der Reinbachfälle, jedoch immer noch spektakulär", meint Philip.

Zu erreichen sind die kleinen Brüder der großen Reinbachfälle indem man von den Reinbachfällen kommend zurück zur orthografisch rechts gelegenen Hauptstraße fährt und dieser dann circa 2 km flussauf folgt. An der Strasse befindet sich ein Parkplatz, von diesem geht es direkt am Bach auf einem Pfad circa 200 m direkt zu einem wunderschönen Wasserfallkatarakt.

Foto rechts: Philip in der Dreier-Kombi
Philip Baues Reinbachfälle
Quelle: Jens Klatt
 
"Alles ist einsehbar, alles relativ gut zu sichern, alle machbar! Nach dem Einstieg geht es Schlag auf Schlag über 3 schöne 1-2 m hohe Stufen direkt zum deluxe-Wasserfall. Das Kriterium ist jedoch die folgende, rückläufige 4-5 m hohe Stufe. Also: 3 x Linie treffen, 1 x Bomben, 1 x Luft anhalten und Spitze hoch , in die Kamera grinsen. Fertig", schwärmt Philip.
 
 
Wer sich auf eine kleine, aber sehr feine Park’n Huck Session beschränken will, steigt direkt nach der nur circa 200 m langen Paddelpassage aus und trägt zurück zum Auto. Wer noch Lust auf mehr hat, sollte einfach den Bach vom Pfad aus weiter erkunden. "Vielleicht finden sich noch ein paar tolle Schmankerl – aber Vorsicht: der erste der großen Reinbachfälle ist mindestens 50 m hoch und sollte auch nach einem Frühstück mit ganz großen Eiern lieber nicht gestürzt werden.", rät Philip.
 
Fabian Dörfler Reinbachfälle
Quelle: Jens Klatt
Fabian Dörfler und
Thilo Schmitt Reinbachfälle
Quelle: Jens Klatt
Thilo Schmitt am Reinbach
 
Wer jedoch morgens die richtige Grundlage geschaffen hat, einen guten Wasserstand erwischt und einiges an Klettererfahrung mitbringt, kann dutzendfach entsetzte und dann bewundernde Blicke der Touristen auf sich ziehen und sich am letzten Fall der großen Fälle von ungefähr 15 m versuchen.

"Nach meiner Einschätzung sollte man zwischen Mai und Juli einen guten Pegel erwischen – natürlich immer von Schneelage und Regen abhängig.", weiß Philip. Die Pegel in Osttirol hatten bei Philips Befahrung Mittelwasser, ob das allerdings aussagekräftig für den Reinbach ist, ist schwer zu sagen. "Hinfahren, reinschauen", ist laut Philip die bewehrteste Methode.

Da die wenigsten nur für eine 200 m lange Kajakfahrt nach Südtirol reisen werden, bietet sich der Reinbach als Tagesausflug aus dem osttiroler Gebiet an: mit dem Auto sind von Lienz aus nur 80 km bis ans Ziel der Paddlerträume. Philips ganz persönlicher Tipp für den umweltbewußten Paddler: "Wer über den Staller-Sattel fährt, kann auf dem Hin- oder Rückweg gleich noch den Defereggenbach (Schwarzach) mit ins Kajak-Fahrtenbuch schreiben".
 
Philip Baues Portrait
Quelle: Annette Fuhrmann
Philip steckt momentan noch voll in seinem Studium der Sportökonomie und des Sportmanagements, deswegen steht "lernen, lernen, lernen" auf dem Programm. Trotzdem nimmt er sich die Zeit zum Paddeln. In den kommenden Wochen ist er als Kajak-Lehrer für die Sport Hochschule Köln auf der Soca unterwegs. Dann zieht es ihn mit seinen Madcreekers nach Norwegen. Dazwischen, danach und währenddessen natürlich immer wieder "lernen, lernen, lernen".
Im Winter dann das große Entweder-Oder. Schulter-OP oder das sonnige Chile. Die Schulter wird es entscheiden.

Ein ehrenwertes Ziel hat Philip noch: "Wenns geht, öfter mal was schreiben…;-)".
 
Text: Philip Baues, Sebastian Lüke

Web-Tipp: www.madcreekers.de

Lesermeinungen

08.07.2008   Lesermeinung
TrustedPaddlerDavid Krismayr
Hallo Philip.

Letztes WE ist der obere Fall an der Toblerbrücke (mit der Wehrstufe) befahren worden.(Fotos folgen)
Seit ihr den auch gefahren?

Greetz Dave
07.07.2008   Lesermeinung
TrustedPaddlerChristoph Scheuermann
schöner text, spitzen bilder. und der beweis, dass es im alpenraum auch im jahr 2008 noch perlen zu entdecken gibt.
dankeschön!
scheuer
 
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