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King of the Rope: Safety im Extremen
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Quelle: Jonas Grünewald
| Die gute Nachricht vorweg. Dank der professionellen Bergung konnte der Paddler rechtzeitig geborgen und reanimiert werden und war an diesem Wochenende wieder mit von der Partie. Damit ist auch schon der wichtigste Aspekt einer erfolgreichen Bergung genannt. Zeit! Dabei ist es egal, ob man durch rasches Handeln ein verschlechtern der Situation verhindert, oder die Folgen mildert. Eine Möglichkeit Zeit zu gewinnen ist es passende Handlungsoptionen zu kennen und trainiert zu haben. Dazu hat uns Neil Newton Taylor von Swiftwater Rescue auf der unteren Isel einige Aufgaben gestellt, Lösungsansätze vorgestellt und uns diese dann durchspielen lassen. Ausgegangen wurde von einem Klemmunfall, d.h. ein Paddler hat sich mit seinem Boot so verkeilt, dass er alleine nicht mehr in der Lage ist sich zu befreien. |
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Quelle: Jonas Grünewald
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Quelle: Jonas Grünewald
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Quelle: Jonas Grünewald
| Die nächste Station beschäftigte sich mit der klassischen Wurfsackrettung. Neils Antwort auf die Frage, wie lang die Leine im Wurfsack ist lautete: Immer zwei Meter zu kurz. Daraus folgt, dass man nach Möglichkeit die Distanz zum Ziel durch geschickte Positionierung verkürzen soll. Wie sich zeigte, ist ein exaktes Zuwerfen auf weite Distanz auch erheblich schwieriger – wenn der Werfer das Seil überhaupt bis zum Rettenden bringt… Für den Fall eines Fehlwurfes wurden zwei Techniken vorgestellt um das Seil möglichst rasch wieder werfen zu können. Auf kurze Distanzen reicht es den Wurfsack mit Wasser zu füllen um erneut zu werfen. Für weitere Distanzen ist es zusätzlich nötig das Seil in Schlaufen aufzuschießen. Dann kann man die Schlaufen mitsamt dem Wurfsack erneut werfen, was sich aber nur für mittlere Distanzen als praktikabel erwies. Lässt sich die Situation z.B. beim Absichern einer Stelle vorbereiten, wäre für längere Distanzen ein zweiter Wurfsack (z.B. des Fahrers) eine Option. Da sich die Stelle anbot, wurde die Übung erweitert und wer wollte konnte sich in die Situation des Schwimmers begeben. Ein Angebot das ich gerne annahm, um zu lernen wie man auch trotz eines nicht ganz präzisen Wurfes in der Situation den Überblick behalten kann um sich dann aktiv an das Seil zu arbeiten. |
| An einer künstlichen Stufe mit groben Blöcken ging es um das Thema Selbstrettung. Nachdem man sich erfolgreich quer gegen die Steine treiben hat lassen, galt es erst mal ein Kentern flussauf zu vermeiden. Neben extremen flussab Kanten, bietet es sich an sich mit dem Oberkörper auf den Felsen legen um die Position zu stabilisieren. Hatte man sich auf einen Ausgang fest gelegt, versuchte man durch ruckeln, ziehen, schieben und drücken das Boot in die gewünschte Richtung zu bewegen. Ausschlaggebend war hier jederzeit durch ausreichendes Kanten ein flussauf Kentern zu vermeiden. Da ich mich in einer ausreichend stabilen Position wähnte, vernachlässigte ich beim wieder raus arbeiten diese Grundregel und demonstrierte anschaulich die Folgen, was dank der bereitstehenden Mitpaddler aber ohne Konsequenzen blieb. Ein Stück weiter flussab kombinierten wir zum Abschluss die einzelnen Manöver bei einer simulierten Rettung eines auf einem Felsen im Fluss gestrandeten Paddlers und paddelten dann gemeinsam zum Camp zurück. Am Nachmittag startete dann der ‚King of the Rope‘ Wettbewerb. Es galt in Zweiterteams einen typischen Klemmunfall mit den am Vormittag erlernten Techniken auf Zeit zu bewältigen. Nach dem Start aus dem Kehrwasser musste in einer Stromschnelle gequert werden, nur um hinter einem Stein auszusteigen und sich selbst und das Material über den Stein zu befördern. | ![]()
Quelle: Jonas Grünewald
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Text: Olly Bechhold // mkfa.net/
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