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Den Kitoy hinunter.. I
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'Bring big boats - big shit is waiting for us!'
Das war mehr, oder weniger das Einzige, was wir an Greifbarem zu unserem Wildwassertrip ins Unbekannte an Vorabinfo von unseren russischen Paddelkollegen erhalten hatten.
Alleine vom Kitoy - dem größten Fluss der Region - sind Berichte von Paddlern und Raftern vorhanden. Unsere geplante Tour sollte sich hingegen an den Zuflüssen und anderem Wildwasser des Gebirgszuges am Südufer des Baikalsees orientieren. Also checkten wir die für uns größten verfügbaren Boote (Riot Magnum 80 und Prijon Hercules) in München zum Flug über Moskau nach Irkutst ohne große Probleme ein. | ![]()
Quelle: Lukas Wielatt
108 Snickers und Mayo sind besser als stronautenfutter |

Erst jetzt erfuhren wir, bei den obligatorischen ein/zwei Flaschen Vodka die genaueren Pläne und Absichten für die nächsten Wochen: Vasili hatte mit uns nichts weniger als einen 15-tägigen self-support-Trip in eine der unerschlossensten Gegenden dieses Planeten vor.
Keine Straßen, Häuser und Menschen auf einer Fläche von mehr als 50.000 km² und wir sollten genau mittendrinn abgesetzt werden. Auch Vasili war sich nicht 100prozentig sicher was auf uns zukommen würde, aber auf einer Erkundungstour auf dem Kitoy hatte er letztes Jahr die Täler der Zuflüsse recht genau studiert und 'enormes Potential' entdeckt.
Der Zugang zu den geplanten Flüssen Onot, Eke Gol, Kitoy und Biluti kann zusammenhängend nur zu Fuß bewältigt werden, dessen war uns klar. Als Belohung für die Schinderei sollten hohe Wasserfälle, tiefe Schluchten und die ein, oder andere Erstbefahrung auf uns warten. Dass die Flüsse, die uns erwarten werden paddeltechnisch und landschaftlich genial werden, war für uns aus den letzten Trips mit den KAYAKUSSR.COM-Jungs klar. Viel mehr nahm Logistik und die Verpflegung für eine so lange Zeit unser volles Augenmerk in Anspruch. Foto rechts: unglaubliche Mondlandschaft auf dem Weg zum Einstieg am obersten Onot | ![]()
Quelle: Lukas Wielatt
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Quelle: Lukas Wielatt
Vasili's Boot ist am ersten Tag gebrochen. Aber eigentlich gings ja doch noch ganz gut, oder? Vasili Porsev auf dem Onot |
Unserer 2-tägige Harakiri- Anfahrt wurde kurz vor einer Paßhöhe durch einen groben Erdrutsch ein rasches Ende bereitet. Irgendwann ist auch für einen Monster- Truck schluss! Deswegen: Schon vor den ersten Paddelschlägen die Boote mit der Verpflegung und dem Equipment (ca 45kg/ Person) packen und einen Tag Paßüberschreitung und Zugang zum Ersten Fluss: dem Onot. Eine verlassene Geologie- Station gab uns Unterschlupf für die erste Nacht und trumpfte mit Ruski-Sauna und Holzpritschen voll auf. Während der nächsten vier Tage begleiteten wir den Onot auf seiner Reise vom Kleinfluss im Hochgebirgstal über tiefe Schluchten bis zu knackigen,wuchtigen Katarakten 'zwischen Kaiserklamm und Melezza'. Die zwei großen Schluchten des Onot beginnen jeweils mit sehr schwierigen Wasserfallstrecken (um 4m, 5m, 9m, 35m) und verlaufen dann mehrere Kilometer in landschaftlich genialen Schluchten mit schönen, wuchtigen Katarakten bei WW4/4+. Allgemein führte der Onot bei uns ca 15-20 m3/s und kann mit den schönsten Schluchten der Alpen locker mithalten. |
Das Team:
Simon Seeberger (D), Lukas Wielatt (CH), Vasili Porsev (RU) , Tom Marnic (LT) , Alex Maraxcovski (RU) , Vasili Cesnakov (RU) Vielen Dank auch an unsere Sponsoren, die für Trips in solchen Dimensionen echt zuverläßliches Material anbieten! Riot Kayaks , Prion Kayaks , Kober Paddel , Plusmax Helmets
Der folgende Überstieg vom Onot zum Eke Gol über zwei Pässe soll den mit Abstand schwierigsten Teil unserer Expedition darstellen: Ein zweitägiger Aufstieg durch wegloses Unterholz, Wälder, Seittentäler, Bachbetten und ständig moosigen Sumpf. Das ganze mit den unglaublich sperrigen und schweren Booten und ständiger Attacke durch tausende Mücken, Bremsen und Sandfliegen. Danach wird jeder von uns eingestehen, dass er permanent an der obersten Grenze der physischen Belastbarkeit gestanden hat. Unglaublich!
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Quelle: Lukas Wielatt
Lukas Wielatt schick am Moven in der grossen Schlucht des Onot |

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