Das größe Bergsport-Fest der USA kehrte heuer wieder nach Vail zurück - die Teva Mountaingames.
Profi- und Amateur outdoor-Abenteurer der ganzen Welt bevölkerten die Berge und Flüsse in 7 Sportarten und 21 Disziplinen: Radfahren, Laufen, Kajaken, Ultimate Mountain Challenge, Raften, Klettern, Fliegenfischen, Paragliden und Hundesport.
Der Schweizer Ron Fischer war als Athlet vor Ort - begeistert vom "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", "atemlos" von der Location und am Ende glücklich unter den Top 10 plaziert. Doch fangen wir vorne an...
Sonntag, 31. Mai 2009. Ron Fischer steigt nach zwei Wochen Kajakfahren im Tessin in den Flieger nach Denver. "Ein ziemlicher Kulturschock, vom Tessin direkt nach Denver", erzählt der Schweizer.
Nach 26 Stunden auf den Beinen stellte sich der Hunger ein, und da noch etwas Zeit war bis der Shuttle nach Vail fuhr, ging es erstmal in den nächsten Burger King. "Auf die Frage: Medium or Large? antwortete ich:"Large please!" So bekam ich ein Hamburger mit ca. 20cm durchmesser, Pommes die für eine Familie gereicht hätten und 1 Liter Cola im Becher!! Large in der USA ist halt nicht gleich Large in der Schweiz.", stellte Ron fest.
Mit dem Shuttle ging es dann direkt zum Hotel in Vail. Und schon überkam Ron der zweite Kulturschock: "Das Hotel Namens: The Lodge at Vail machte schon von außen einen recht noblen Eindruck, doch das Zimmer, das ich bekam haute mich vollends um! Cheminee im Hotelzimmer hab ich wohl noch nie gehabt, dazu der grösste Fernseher, der ins Zimmer passt, der grösste Kühlschrank, den ich je gesehen habe, Balkon mit Wärmelampe, Waschmaschine, Küche vom feinsten, vom Bad gar nicht erst zu sprechen.... Danke Teva!"
Quelle: Ron Fischer
Bild oben: Kulturschock für Ron: Ein amerikanischer Burger
Bild rechts: Die Rennstrecke, der Homestake Creek
Quelle: Fischer/Anna Bruno Ron
Am nächsten Morgen traf Ron Josh, Tylor und Lou und los gings für einen ersten Run auf dem Homestake Creek, wo das Rennen am folgenden Donnerstag stattfinden sollte. "Steinig, steil, steinig, dreckig, steinig!" - so beschreibt der SChweizer den 250 Meter langen Wildwasser Abschnitt, "Doch Spass machte es trotzdem!"
Nur mit der Luft hatte er mehr zu kämpfen, als Anfangs gedacht - der Homestake Creek liegt auf 2800 Meter über Meer... "Und da soll man noch Vollgas paddeln? Nach einem gemütlichen Run ohne Pause ringt man ordentlich nach Luft und dann muss man wieder hoch laufen... ", beschreibt Ron atemlos.
"Am Anfang hatte ich ziemlich Mühe eine schnelle Linie zwischen den vielen Steinen zu finden. Doch heute gings schon einiges besser. Trotzdem, gegen Pat Keller, Tao Berman, Brad Ludden, Honza Lasko, Sam Sutton und endlos anderen super schnellen Jungs wird es schwierig werden sich überhaupt in den Top 10 zu platzieren. ", befürchtet der 24-jährige einen Tag vor dem Rennen.
Nach einigen Trainigsläufen ging es dann den Fluss noch runter bis ins Tal. "War ziemlich geil. Fühlte sich an, wie im wilden Westen. Überall waren diese alten Goldmienen im Tal verstreut und dazwischen gabs wieder geile Rapids.", schwärmt Ron.
Quelle: Fischer/Anna Bruno Ron
Am 5. Juni war der grosse Tag für Ron bei den Teva Mountain Games gekommen - das Creek Race auf dem Homestake stand auf dem Programm. Sein Highlight im Kajakprogramm der Games.
Die letzten drei Tage war Ron jeden Tag auf dem Fluss, um sich an die dünne Luft zu gewöhnen und natürlich um jeden Stein kennen zu lernen. Bevor es dann um 10 Uhr los ging, hatte er noch einen perfekten Warm-Up Run. "Ich war heiß auf die Top 10. Im ersten Lauf lief es bei mir ziemlich perfekt. Die Linie hab ich überall getroffen, was auf dem Homestake nicht gerade einfach ist. Mit 1:54min landete ich auf dem 8. Rang. Beim zweite Lauf an dem nur noch die Top 23 antraten, hatte ich einen Fahrfehler und die Kondition liess auf 2800 Meter ü.NN sichtlich nach. 1:56min, meine Zeit", berichtet Ron von seinen Runs.
Die beiden Zeiten addiert ergab dann Rang 9 für Ron Fischer. "Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Resultat, hatte ich doch noch nie an einem Wettkampf auf einem solch hohen Niveau teilgenommen.", strahlt der Schweizer.
Gewonnen hat Slalomfahrer Mike Dawson vor Tao Bermann und Pat Keller, bei den Ladies gewann Nicki Kelly vor Tanya Faux und Adriene Leveknecht.