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Surf-Etiquette an der Eisbach-Welle in München
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 - jup 02/2008

Im Herbst 2007 wurden Pläne der Stadt München bekannt, die Surfwelle am Eisbach aus dem Verkehr zu ziehen. Unter Paddlern ist die Welle nicht zuletzt aufgrund der Unstimmigkeiten mit den Surfern bekannt. Local Markus Leppänen erklärt, warum es sich dennoch lohnt, die Surfer bei ihrem Kampf um die Welle zu unterstützen, und was man selbst tun kann, um möglichst ohne Stress in den Genuss einer guten Surf-Session zu kommen.
 
eisbach läppenen
Über die Holzbalken kommt man am Eisbach in die Welle. Wie's geht zeigt Markus Leppänen im Video (unten)
 
Im Herbst des Vorjahres wurden die Pläne der Stadt München bekannt, die Eisbach-Welle demontieren zu lassen. Damals schrieb ich einen Blogeintrag über die Situation und bekam viel positives Feedback aus der Paddler-Szene. Nichtsdestotrotz gab es auch einige negative Resonanzen. Einige Personen konnten nicht verstehen, warum man diesen Surfen helfen sollte, die Welle, die sie für sich alleine beanspruchen, zu retten. Zusätzlich erreichten mich viele Fragen über die aktuelle Situation zwischen Surfern und Paddlern an der Welle und wie man Probleme vermeiden könne.
 
eisbach strohmaier
Durch Holzrampen am Grund entsteht am Eisbach eine schöne Surfwelle mitten im Stadtzentrum
 
Zunächst möchte ich eines sagen: ich denke, dass hauptsächlich coole Surfer an der Welle sind oder dass zumindest die meisten Paddler tolerieren. Aber, auch wenn der Anteil an intoleranten Surfern sehr gering ist, genügt oft einer, der stur genug ist, einem Paddler den Zutritt zu verwehren, um die Stimmung zum Kippen zu bringen. Um in die Welle zu kommen müssen sich Paddler über zwei Holzbalken hieven (zu sehen im folgenden Video-Clip). Auf dem gleichen Balken warten die Surfer bis sie an der Reihe sind – wenn sie keinen Platz lassen, können die Paddler nicht über das Holz.
 
 
leppännen simon strohmaier
Geht auch nebeneinander: Paddler & Surfer
Wie man im Video sieht, kann man Glück haben und keiner der bis zu zehn anwesenden Surfer beschwert sich. Sie lassen einen durch, wenn man an die Reihe kommt. Aber die Situation kann sich im Handumdrehen ändern sobald ein intoleranter Id... die Bühne betritt. Andere Surfer folgen seinem Beispiel und man bekommt keine Chance mehr, in die Welle zu kommen. Generell würde ich empfehlen nur an der Eisbach-Welle zu paddeln, wenn nicht mehr als drei Surfer vor Ort sind. An dem Tag, an dem das Video aufgenommen wurde, habe ich mich nur deshalb ins Boot gesetzt, da ein Freund einen kurzen Film für die Uni brauchte. Ich hatte Glück und es waren nur coole Surfer am Bach. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein schwarzes Schaf zugegen ist, steigt natürlich mit der Zahl der Surfer am Wasser.
 
Eines der Argumente der Surfer ist, dass Paddler die Welle zerstören, wenn sie beim blunten etc. mit den Booten gegen die Holzrampen am Boden der Welle schlagen. Demnach sind mehr Justierungen an der Welle notwendig und die Seile (die Holzrampen sind an Seilen befestigt) nutzen sich schneller ab. Ich glaube die meisten Paddler wären gerne bereit, einen Beitrag in die Materialkasse zu leisten oder selbst bei der "Pflege" der Welle mitzuhelfen, wenn dadurch eine freundliche Co-Existenz möglich wäre.
 
"Eisbach-Etiquette"

Sehr wichtig sind ein paar Regeln die beim Paddeln am Eisbach befolgt werden sollten:

  1. zieh dich niemals mit einem Kajak entlang der Holzbalken in die Welle. Das dauert ewig und du blockierst in dieser Zeit die ganze Welle.


  2. Halte dich an die Reihenfolge und fahre nur in die Welle, wenn du an der Reihe bist.


  3. Bleib nicht ewig drin. Mache ein paar Moves und leg einen dicken Exit-Move drauf. Versuche deine Zeit in der Welle jener der Surfer anzupassen.


  4. Übe keine Flachwasser Moves an den Stellen wo die Surfer ans Ufer schwimmen. Wenn es um Bootsenden und Paddel geht, sind sie verständlicher Weise empfindlich.


  5. Wenn du vertikale Moves machst, mach sie arial und geh nicht zu tief. Andernfalls könntest du die Holzkonstruktion am Grund berühren und die Welle zum Schlechteren verändern, zum Beispiel dass sie nur noch bricht und so kein grüner Wellenteil mehr übrig bleibt. Das ist nicht gut für Wellen-Moves und macht dich bestimmt nicht beliebter unter den Surfern.
 
Immernoch werden unter www.rettet-die-eisbachwelle.de Unterschriften für den Erhalt der Welle im Münchner Stadtzentrum gesammelt. Über 9000 Online-Unterschriften aus allen Teilen der Welt sind bereits auf der Liste zu finden.
 

Lesermeinungen

23.02.2008   Lesermeinung
TrustedPaddler
hallo markus !

cooler bericht ! cooles schlusswort !

kommst wieder mal nach kuchl ???

grüsse flo
 
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