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Pissbirnen Adventures: Mexiko
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 - mho 04/2012

Eine Gruppe von 18 wilden Jungs und Mädels, die sich selber "Die Pissbirnen" nennen, könenn sich derzeit wohl zu den aktivsten Paddelgruppen im schweren Wildwasser im deutschsprchigen Raum zählen.
Und auch im Winter gehen die Pissbirnen paddeln - so ging es nach Mexiko:Pissbirnen-adventures vom Feinsten, 35°, steile Meilen und Tacos alla chef!
 
08. November 2011, ich bin gerade auf einem Berg in unserer Heimat unterwegs, als mein Handy plötzlich zu läutet. Ein kurzer Blick aufs Display verrät mir: Eingehender Anruf von Mezut.
Mezut: „ Aaaaalllllllten was geht ab man was geht ab??, Wie sieht's aus, seid ihr dabei ein paar Höhenmeter in Mexico zu machen ?“
Darauf ich: „Ich muss Kohle checken, sag dir morgen Bescheid!“.

Noch am selben Abend klärte ich meine Finanzen ab und noch zwei Tage später buchten wir für den 10. Februar bis 10. März unseren nächsten Trip Richtung Mittelamerika.
Nach einigen organisatorischen Schwierigkeiten war es dann endlich soweit. Wir trafen uns zuerst alle bei Nils in München, um dann am darauffolgenden Tag unsere Maschine Richtung Mexico-City zu nehmen.

Mit von der Partie waren Christian Hölzl (alias Mazut oder Jildrim), Basti Lexa (alias Kurzarmsebastian), Ameli Lehner (alias Chameli), Oliver Albrecht (alias Bonifacio), Nils Dippon (alias „ der Quotenschwabe“) und ich, Pirmin Dlugosch (alias Krusty).
 
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Artikel Pissbirnen Adventures: Mexiko Mexiko
Quelle: PKC
 
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Quelle: Basti Lexa
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Doch nicht nur Big Banana ist ein Wildwasserstern an unserem nächtlichem Himmel, nein es gibt an den drei Flüssen Abschnitte, wo einem nur so das Auge tränt. Eine dieser Sections, nennt sich seven sisters, erstbefahren von einer crew aus Canada vor ca. 25 Jahren, wo sich - wie der Name schon sagt - sieben Schwestern oder Wasserfälle auf einer Strecke von ca. 3 km aneinander reihen. Dazu kommt noch der obere und untere chalacingo, grundgesteinsähnliche, teilweise drei bis vier direkt hintereinander folgende slides. Auf jeden Fall einiges, was man abhaken kann.
Nach 12 Tagen Bootfahren mit gerade einmal 2Tagen Pause, entschieden wir uns dann für den Weg in Richtung Süden, oder besser gesagt: „Agua Azul“, oder „Chiapas“!
Von Veracruz aus zum Agua Azul ist es eine Autofahrt von mehr oder weniger 13 Stunden. Das hieß in unserem Fall, Lehne zurück, Bier in die Hand, Augen zu, und hin und wieder Nils beobachten, wie er sich immer mehr an den Mexikanischen Autofahrstil gewöhnt. Er war im Übrigen deswegen alleiniger Fahrer, weil aus versicherungstechnischen Gründen nur er fahren durfte. In diesem Fall schlecht für ihn.
 
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Quelle: PKC
 
Unsere Reise trieb uns weiter Richtung Süden zu relativ unbekannten Flüssen wie La Sierra oder Rio Bombania, welche uns auch die nicht ganz so schönen Seiten Mexicos zeigten. Müll soweit das Auge reicht, nach Fisch stinkende Schluchten und ein Schluck von dieser Brühe: 2 Tage Knock-out. Dennoch verlassen wir dieses Gebiet bis auf Ameli mehr oder weniger unversehrt.
500 km entlang der Westküste in nördlicher Richtung lag unser nächstes Ziel: Rio Oro. Wir haben schon viel darüber gehört, egal ob von Amerikanern, Mexikanern oder Spaniern - alle sind derselben Meinung: „Dieser Fluss ist definitiv einen Stopp von mindestens zwei bis drei Tagen wert“. Kurzgesagt, 200 km vor Veracruz rechts abbiegen Richtung Costa de Oro, den nächsten Weg zum Meer suchen. Dort treffen wir einen Einheimischen auch „El Flaco“ genannt, der uns einen Tag später zum Bach führen wird. Es dauert nicht lang bis Nils, Pirmin und Basti, die geile 2-3 Meter Brandung am Meer für sich entdecken können und sich zwei Stunden einen absurfen. In dieser Zeit essen die anderen drei frisch gefangenen Fisch aus dem Fischerdorf, in dem wir uns aufhielten.
 
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Quelle: Ameli Lehner
Nils am La Sierra
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Quelle: Ameli Lehner
 
Der Bach selber ist wie die Loisach bloß steiler, höher, wärmer und blaues Wasser, wie man es von der slovenischen Soca kennt. Ohne „El Flaco“, hätten wir uns in der Hügellandschaft, vollgespickt mit Zäunen von dort wohnenden Bauern, sicherlich verlaufen. 30 min gehen und man erreicht den Einstieg. Anfangs denken wir uns noch : „MHHH ganz netter Bach, aber nichts besonderes“. Denkste! Nach ca. einer viertel Stunde Wildwasser 3, nimmt der Bach richtig Fahrt auf und beglückt einen mit schönen boof-kombinationen, gepaart mit einer 800m Klamm, welche zwei mega cleane 8-9 meter Fälle beherbergt. Während des Scoutens vom ersten Gerät meint Basti: „woisch do hasch koin stress mim boofa, noi noi“, naja spätestens als er volle Kanne flach unten landet und er „leichte“ Rückenprobleme hat, kommt er zur gegenteiligen Überzeugung. Zwei Fälle später, völlig gestoked von diesem Wahnsinns-Bach, tümpeln wir mit großen Augen dem Meer entgegen. Was gibts geileres.
Einen Tag danach, machten wir unsere Schleife zu und kehrten zurück in unser gewohntes Camp mit dem Projekt: Tomata 2 !
Doch leider mussten wir zuvor noch Christian und Oli verabschieden, sie hatten leider nicht so viel Zeit.
 
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Quelle: Basti/Ameli
Zwei Wochen zuvor, hatte sich Nils zur Aufgabe gemacht, dieses Teil zu Fahren. Wir studieren sämtliche Lines von allen Befahrungen die bisher gemacht wurden, leider sind dies nicht all zu viele. Bei Nils funktioniert die Einfahrt gut jedoch wird sein Heck angesaugt und zum rechten Stein gedrückt, welcher ihn dann letztendlich den 12 Meter slide und 10 Meter freien Fall kopfüber runter gehen lässt. Zum Glück ist alles gut gegangen. Wie gesagt, zwei Wochen später ist Pirmin an der Reihe. Diese Kombination ist die perfekte Mischung aus steil, genügend Wasserdruck und Höhe, sodass sie einem, wenn man überlegt es zu fahren,so fixiert ist, dass man sogar einen Baum beim Autofahren übersehen kann.
Doch bevor Pirmin fahren kann, muss sich Basti erstmal 60m in die Schlucht seilen, Ameli Kameras aufbauen und Nils Beim abseilen des Bootes zum Einstieg helfen.
Pirmin sieht man schon die Hummeln im Hintern an als er runter zum Einstieg geht. Nachdem er eingestiegen ist und jeder das OK gibt, macht er sich auf den Weg runter in den Pool. Einfahrt passt alles, jedoch wirft ihn das letzte fieße Prallpolster um und er geht kopfüber ähnlich wie Nils runter. Nichts destotrotz bleibt er heil und unversehrt.

Unser geiler Trip musste natürlich gebührend gefeiert werden. Eine wahre Pissbirne lässt sich dies natürlich nicht zweimal sagen und wir rollen noch am selben Abend in die Stadt Tlapacoyan ein und machen bis spät in die Morgenstunden sämtliche Clubs und Kneipen auf PKC-Style unsicher.

Last but not least möchten wir uns ganz Herzlich bei unseren Sponsoren, ohne die es schlecht gehen würde, bedanken. DANKE an : Kober, Ophion, Level-six, Stohlquist, Denk, Prijon, EXO und dem AKC !!!!!!
Und ganz besonderen Dank an Bastis Oma und Opa =)
 
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Text: Pirmin Dlugosch

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