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Drei Wochen auf dem Dach der Welt! Teil 2
- ank -
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Im zweiten Teil der großen Himalaya-Reise berichtet Thomas Hinkel von Grand Canyon Asiens. In einer 6-tägigen Tour soll die große Tsarap Chu Schlucht bezwungen werden. Nach einem kurzen Frühstück und dem Bepacken der Kajaks geht es für Florian Primetzhofer und Thomas Hinkel in die Fluten des Tsarap Chus auf über 4200 m über dem Meeresspiegel.
Endlich. Endlich waren wir auf dem Wasser. Vergessen waren die Torturen der letzten Tage. Immer wieder Taxi fahren, Sachen packen, von einem Hotel zum Nächsten und dann auch noch die neunstündige Busfahrt über die holprige Pass-Straße. | ![]()
Quelle: selbst portrait
Thomas und Flo im Nachtlager |


Zunächst ging es in eine enge Klamm, wo sich der hundert Meter breite Fluss auf wenige Meter zusammen stauchte. Die Schwierigkeiten erreichten jedoch maximal den dritten Wildwasser Schwierigkeitsgrad. Trotzdem mussten wir schon hier feststellen, dass es etwas ganz anderes ist, mit knapp 10 kg Gepäck im Boot zu paddeln. Einfache und schnelle Richtungsänderungen sind kaum möglich, weil man die ganze Zeit mit Konterschlägen darum bemüht ist, das Heck in einer geraden Linie zuhalten. Also, immer schön vorausschauend fahren.
Mit einem schummrigen Gefühl fuhren wir in den nächsten Boxcanyon ein. Wir konnten ihn nicht voll überblicken und scouten war ebenso wenig möglich. Wir wussten, dass wir mit leichtem Hochwasser unterwegs waren und das heute die erste Portage kommen sollte. Doch ohne wirkliche Schwierigkeiten fuhren wir wieder aus der Klamm heraus. Erst nach weiteren fünf Kilometern versperrten uns große Felsblöcke die Sicht. Am linken Ufer konnten wir gut aussteigen und die Stelle einsehen. Unfahrbar war die Stelle nicht, es gab sogar eine „Actionline B", aber mit vollen Booten und der dünnen Luft im Nacken wollten wir kein Risiko eingehen und umtrugen.
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Tag 3 Am heutigen Tag sollte unsere längste Tour stattfinden, die technisch am Anspruchsvollsten war. Schon eine Kurve nach dem Start, an der Lumen-Mündung, beginnt ein schöner WW III-IV Abschnitt, der uns ausgeruht richtig viel Spaß bereitete. Am späten Vormittag erblickten wir am rechten Ufer das Phuktal Compa, das wohl spektakulärste Kloster in Ladakh. Es schaut aus, als sein es aus dem Fels gewachsen. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, das Kloster aus der Nähe zu betrachten und machten uns an den Aufstieg Richtung Kloster. |

Nach einer ausgiebigen Erkundung, die schätzungsweise ein bis zwei Stunden gedauert hatte, machten wir uns wieder auf den Weg. Der Fluss belohnte uns deswegen mit einem knackigem WW IV-Abschnitt. Angetrieben von diesem Genuss legten wir auch die darauf folgenden zwanzig Kilometer (leichtes Wildwasser) zurück. Der Tag war nun schon lang geworden und wir entschlossen deshalb nach einem Schlafplatz Ausschau zu halten. Völlig unverhofft sahen wir auf einmal Straßenbaumaschinen am linken Ufer. Sie kündigten die Reru-Falls an, die wohl schwerste Stelle auf dem Tsarap Chu. Eigentlich hatten wir geplant, diese erst am Folgetag zu erreichen, denn laut unseren Informationen soll das Umtragen mehrere Stunden dauern und es war schon später Nachmittag.
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Quelle: Primetzhofer Florian
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Für die ganze Aktion ging viel Zeit drauf und noch hatten wir keinen Schlafplatz erreicht. Aber dafür wurde das Wildwasser immer besser. Gut 10 Kilometer sauberes und allerfeinstes Wuchtwasser im viertem Schwierigkeitsgrad ließ unser Abenteuerherz höher schlagen. Mitten während der Fahrt erblickten wir dann glücklicherweise doch noch eine gut aussehende Kiesbank. Um etwa 19 Uhr stiegen wir aus den Booten! Was für ein Tag. Gute neun Stunden waren wir heute unterwegs. Im dunkeln wurde noch schnell das Essen zubereitet, bevor wir uns glücklich und zufrieden zu Bett begaben.
Text: Thomas Hinkel/playboaters.de Sponsoren: denk.com || paddle-poeple.com || bliss-stick.de | ![]()
Quelle: Primetzhofer Florian
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