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Winterpaddeln auf Korsika
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 - sl 02/2009

Bereits im letzten Jahr stellten wir die "Insel der Schönheit" als Winterpaddelziel vor. Nun kommt Christian Zicke von der Insel zurück und liefert, neben der Nachricht über Unmengen an Schnee (Renoso und Cinto beide um die 250cm in 2000m!!), noch einmal die praktische Aufbearbeitung.
 
Beste Zeit:
Die klassische Paddel-Zeit für Korsika ist Ende März bis Ende Mai. Wir sind aber in den vergangenen Jahren immer wieder auch im Dezember, Januar und Februar auf Korsika gewesen. Mit ein bisschen Glück kann man um diese Jahreszeit genauso gute Wasserstände erwischen, wie in den üblichen Korsika-Monaten. Voraussetzung für einen winterlichen Trip auf die Ile de la beauté ist allerdings ein ständiger Blick auf das Wetter über der Mittelmeerinsel. Im Winter sollte es vor dem Trip über einen längeren Zeitraum kräftig geregnet haben, da man im Winter nicht mit Zuschusswasser durch Schmelze rechnen kann. Die niederschlagsreichsten Monate auf Korsika sind Oktober und November. Leider haben wir es im Herbst noch nicht auf die Insel geschafft.

Hinkommen:
Im Winter gibt es zumindest von Deutschland aus keine billigen Flüge nach Korsika. Die Anreise per PKW bleibt also keinem erspart. Außerdem überschreitet die üppige Winter-Ausrüstung auch schnell die Zuladung der Flieger. Der stressfreiste Weg ist von Köln aus über Luxembourg, dann durch Frankreich und ab Toulon auf die Fähre nach Bastia oder Ajaccio. Vom Süden aus fährt man in der Regel nach Livorno (Italien) und dann mit der Fähre nach Bastia. Wir nehmen in der Regel immer die Fährlinie Corsica-Ferries (www.corsica-ferries.de)
Korsika Vecchio
Quelle: Christian Zicke
der mittlere Vecchio
 
Korsika Fium Orbo
Quelle: Christian Zicke
fliegen am Fium-Orbo
 
Übernachten:
Im Winter haben die meisten Campingplätze auf Korsika geschlossen. Geöffnet hat der Campingplatz Ernella am Tavignano, hier gibt es auch feste Unterkünfte, auch für größere Gruppen, sowie einen Gemeinschaftsraum mit offenem Kamin. Allerdings sollte man im Vorhinein mit dem Campingplatz absprechen ob Platz ist und ob der Gemeinschaftsraum etc. genutzt werden kann. In vielen Orten an der Küste oder auch in größeren Orten im Inland gibt es Hotels oder auch Gästezimmer, schöne, gemütliche Unterkünfte sind im Winter aber rar und müssen gesucht werden.
 
Fähre Korsika
Quelle: Christian Zicke
Vorfreude auf der Fähre...
Tavignano Korsika
Quelle: Christian Zicke
...zum Beispiel auf den Tavignano
 
Wildcampen ist auf Korsika im Winter in der Regel kein Problem. Im Inland und auch an der Küste abseits der Ortschaften ist in der Regel im Winter nichts los. Wenn man sich also an die Regeln des Wildcampen hält, so sollte es keine Probleme geben. Auf Korsika bietet es sich an, am Meer zu übernachten und dann tagsüber in den Bergen zu paddeln. Der Temperaturunterschied beträgt schnell um die 10 Grad.
 
Ausrüstung:
Neben warmer Paddelbekleidung sollte man (falls man campen möchte) viel warme Kleidung mitnehmen, auch ein größeres Zelt für die ganze Gruppe, im besten Fall mit Heizung (Gasstrahler), ist von Vorteil, will man nach dem Paddeln nicht sofort im Schlafsack verschwinden.

Das Klima im Winter:
In der Regel hat man auch im Winter auf Korsika ein angenehmes Klima. Nachts wird es zwar schnell frostig, vor allem in den Bergen, doch tagsüber, wenn die Sonne scheint kann man schnell Jacke und Pulli abwerfen und sich im T-Shirt den wärmenden Strahlen hingeben. Wenn man Pech hat, und es zu einem spontanen Wintereinbruch kommt, so kann sich ein beheiztes Gruppenzelt bezahlt machen.
Schnee Korsika Zicke
Quelle: Christian Zicke
Schnee gibts auch mal über Ostern.
 
Man beachte außerdem, dass die Tage im Winter auch auf Korsika kurz sind. Langes „Rumdiskutieren“ in tiefer Schlucht sollte ausgelassen werden, will man vor Anbruch der Dunkelheit am Ausstieg sein. Ins 1.Hilfe-Päckchen sollte wegen der ggf. niedrigen Temperaturen auch mindestens eine Rettungsdecke pro Kopf sowie eine Kerze und viel Schoki gehören.
 
Taravo Korsika
Quelle: Christian Zicke
Essen und Trinken:
Offene Supermärkte gibt es in allen größeren Orten an der Küste. Im Inland sollte man sich nicht darauf verlassen, hier ist es eher Glück offene Einkaufsmöglichkeiten zu finden. Dafür findet man viele (nicht gerade preiswerte) Lokale, in die man nach dem Paddeln einkehren kann.

Sprache:
Mit Englisch kommt man im Inland nicht weit. Französisch ist von Vorteil, viele ältere Menschen sprechen Korsisch...

Flüsse:
Die meisten Flüsse sind Steil und Geil. Besonders die größeren Flüsse wie Golo und Tavignano im Norden sowie der Taravo im Südwesten haben eigentlich immer genügend Wasser. Die Wasserstände der kleinen Flüsse hängen stark vom Niederschlag ab. Wenn es in den Bergen zu kalt ist, so laufen viele der kleinen Flüsse nicht. Wir sind aber auch im Winter schon oft Klassiker wie Vecchio, Asco, Fium Orbo, Codi und Co. Gefahren.



Foto links: unterwegs am Taravo
 
Sonnenuntergang Korsika
Quelle: Christian Zicke
 
Alternativen:
Wenn es kein Wasser gibt, so ist man auf Korsika schon ein wenig gefangen. Schließlich befindet man sich auf einer Insel. Doch kann man sich die Zeit mit Wandern, Mountainbiken, Klettern oder Seekajaken vertreiben. Wenn es dann mal einen Tag kräftig regnet, hat man in der Regel auch wieder genügend Wasser im Bach.
 
Web-Tipp: Schneehöhe auf Korsika

Text: Christian Zicke / pray4surf

Lesermeinungen

07.03.2009   Lesermeinung
TrustedPaddler
Guter Bericht, Knapp und informativ.
 
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