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Der TAIFUN, Firmengeschichten Teil VII
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Als 1982 der Taifun als erstes blasgeformtes HTP-Kajak (Hochleistungsthermoplast) herauskam, löste er eine Revolution im Kajaksport aus. Mit dem neuen Material konnte die Grenze des Machbaren nach langer Zeit wieder höher gesteckt werden. Der Taifun setzte neue Massstäbe im Wildwassereinsatz.
 
Prijon Taifun
Quelle: Prijon Archiv
 
Von Anfang an konnte man zwischen zwei Farben (orange und weiß) und drei Wandstärken wählen:

4,5 mm Legere für ruhigere Strecken
5,5 mm Normal der Allrounder
7,5 mm Alpin für extreme Beanspruchung

Gut und schön ABER am Lagerfeuer gab es heiße Diskussionen darüber was bei einem Klemmunfall passiert. Die Polyestherboote sind gebrochen und man war frei. Manche Taifunfahrer verstärkten daraufhin das Vorderschiff mit Aluminium- oder Eisenkonstruktionen damit im Fall der Fälle ja nichts passiert.
 
Prijon Taifun
Quelle: Prijon Archiv
 
Für Prijon-HTP-Boote wird ein ganz besonderes Polyäthylen verwendet. Das plastifizierte PE hoher Dichte kommt heiß und weich aus dem Extruder. Der Schlauch läfut in die geöffnete Halbformen, um nach dem Schließen von innen mit hohem Druck an die Formwände gepresst zu werden. Eine zusätzliche Vakuumansaugung gewährleistet ein vollständiges Anpressen des PE an die Form.

Nach schneller Abkühlung gibt die Anlage das geformte Boot mit gequetschten Schlauchrändern frei. Danach kommen die Rohlinge zur Endbearbeitung und Ausstattung in die Werkstätten. Die Herstellung eines Prijon-HTP-Bootes erfordert einen hohen technischen, elektronischen und handwerklichen Einsatz.

1984 kam der T-Slalom heraus. Er wurde aufgrund seiner Drehfreudigkeit als das Boot für Techniker und leichtere Fahrer angepriesen. 1987 wurde der bisher laminierte Canyon 333 in HTP als T-Canyon druckgeblasen. Ein sehr gutmütiges und wendiges Kurzboot (333 cm) kam mit dem T-Canyon auf den Markt.
 
VW Käfer Prijonboote
Prijon Koritnica
Quelle: Prijon Archiv
 
Schon allein an der Farbe konnte man die HTP-Boote von Prijon erkennen. Ende der 1980er und in den 1990er Jahren wurden die Boote auch in den Farben gelb und violett ausgeliefert.

 
Prijon Taifun
Quelle: Pijon Archiv
 
Auch ein Klassiker hat mal ausgedient und so verschwand der TAIFUN im Jahr 2000 aus den Katalogen. Die Zeit der Rundbodenschiffe ging langsam zu Ende. 2002 feierte der TAIFUN seinen 20. Geburtstag, und da totgesagte bekanntlich am längsten leben, brachte Prijon eine kleine Sonderedition des TAIFUNs nach dem Motto: "Weist du noch???" heraus.

Demnächst berichten wir über den Einsatz von Prijon-Booten im Freizeitbereich und Rennsport.
 
Demnächst berichten wir über den Einsatz von Prijon-Booten im Freizeitbereich und Rennsport.

Mehr über die Firma Prijon erfährt ihr auf www.prijon.com und www.prijon-shop.de

Bericht: Ilse Entner
Fotos: Prijon Archiv und Ilse Entner

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