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Mein Paddel-Tipp: Die Murg
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Die Blätter färben sich erst bunt, dann fallen sie ab. Die Tage werden kürzer und
grauer. Die Freundin ist verstört, schon fast depressiv. Und der öde Unialltag
empfängt einen mit etwas was sich Wintersemester nennt. Für Chile oder
Neuseeland reicht das Geld nicht und außerdem sollte man ja sowieso studieren.
Shakespeare steht auf dem Programm, to be or not to be. Was kann einen da noch retten? die Internetseite www.hvz.baden-wuerttemberg.de. Sobald die ersten Herbststürme übers Land brausen, ist es Zeit. Zeit für die Murg. Täglich routiniert wird der Pegel gecheckt und sobald sich die Kurve gen Himmel reckt, heißt es Sachen packen. | ![]()
Quelle: Jakob Käfer
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Quelle: Jakob Käfer
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Quelle: Jakob Käfer
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Quelle: Jakob Käfer
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Dieser
versicherte mir beim Arsch seiner Mutter, dass heute wohl DER Tag auf der Murg
sei. 200 Kubik seien vorhergesagt, das müsse man sich mit eigenen Augen ansehen.
Also weiter. Die über die Autobahn gewehten Ballen Dämmmaterial ließen mich
erneut zögern, ob das heute eine so gute Endscheidung sei und ob mein Bett jetzt
nicht der bessere Ort für mich wäre. Ein erneuter Anruf bei Daniel brachte mich
wieder auf die richtige Spur. Kurz vor Karlsruhe riss auch ganz plötzlich der Himmel
auf und die Vorfreude war über jeden Zweifel erhaben.
Am Einstieg erneut ein Novum: Daniel war erstens schon da, und zweitens schon umgezogen. Die Murg erschafft ganz neue Menschen. Schnell die Klamotten gewechselt und dann zum Warmfahren auf die untere Murg bei 130 Kubik. Kleiner Tipp es kommen meistens weniger an als vorhergesagt sind. Schon der Wiedereinstieg nach dem Wehr gestaltete sich bei dem Wasserstand schwierig, aber war irgendwie zu machen. Mit Karacho ging es durch "Little Kanada". Der wuchtige Ritt trieb Simon, Anne, Daniel und mir ein fettes Grinsen ins Gesicht. Auch Anne die morgens nicht aufstehen wollte, war nun überzeugt das Richtige getan zu haben. |
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Quelle: Lisa Hau
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Auf das obligatorische Bier im Ochsen folgten ein Haufen Stories die meistens
so anfingen: Damals in Neuseeland... ach ja, Arnd!
See you on the Murg
Neben dem Paddel studiert Jakob an der Uni Trier Englisch und Geographie. Als paddelnder Fotograf oder fotografierender Paddler tourt er durch die Weltgeschichte. Seine paddeltechnischen Grundlagen legte er in seinen Kinder- und Jugendjahren im Kanal und war bis 2001 Mitglied der Kanuslalom Junioren Nationalmannschaft. Nun trifft man ihn in Norwegen, den Alpen, Nordamerika oder ebend im Schwarzwald. Bei kajak.at seht ihr in den kommenden Wochen seine besten Bilder als "Bild der Woche". Text: Jakob Käfer / www.jakobkaefer.com, Sebastian Lüke |
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