Eigentlich klingt das ganze schon verrückt genug. Mit einem Kajak-Boot einen steilen Berg hinunterdonnern und dann auch noch Steilkurven und Sprungschanzen meistern. Wer schon einmal selbst in einem solchen Höllending gesessen hat weiß, dass meist das Kajak selbst und die Schwerkraft die Kontrolle über das Boot übernehmen. Nicht selten kommt es vor, dass die etwas ungeübteren Teilnehmer den Kurs rücklings bewältigen, weil bei vollem Tempo schon einiges an Können dazu gehört, das Boot wieder in seine eigentliche Lage zu bringen.
Glatt wie ein Baby-Popo
Nicht so bei den absoluten Profis. Mit allen erlaubten Tricks versuchen sie, ein noch schnelleres und wendigeres Kampfgerät zu bekommen. Völlig unverständlich für den Leihen werden die Boote eigens noch geschliffen und gewachst, um die Bootsunterfläche so glatt wie möglich zu machen. Ganz findige kamen bereits auf die Idee, Wasser in das Kajak einzufüllen und dieses mit der Spitze nach unten über Nacht im Freien aufzustellen. Das Ergebnis ist ein Eispropfen in der Spitze des Kajaks, der für Stabilität und Gewicht sorgen soll.
Der Letzte wird der Erste sein
Auch keine schlechte Taktik ist es, beim Start bewusst langsam zu starten, da es kaum einen Heat gibt, bei dem sich nicht mindestens 2 Teilnehmer selbst abschießen und unfreiwillig die Strecke verlassen. Aber dies ist eine riskante Taktik, denn trifft man auf wahre Könner, so ist die am Start verlorene Zeit kaum mehr einzuholen.
>>> Infos: Snowkayak WM heuer am Hochstein