Nach einem turbulenten Flug über die Gipfel des Himalaya meldete sich Bernhard Mauracher am Mittwochabend zum ersten Mal aus Pakistan. Am Donnerstag will das Expeditionsteam am Indus einsetzen. Die Bedingungen sind vielversprechend.
"Bei uns ist alles bestens!" So meldet sich der Tiroler Extrempaddler Bernhard Mauracher am Mittwochabend aus Pakistan. Gemeinsam mit Ron Fischer, Bernhard Steidl und Peter Fink will er in den kommenden Wochen und Monaten zunächst die Rondu-Schlucht des Indus und den Astor River erstbefahren. Mit zwei weiteren Bergkameraden wollen Mauracher und Steidl im Anschluss den Nanga Parbat besteigen. Das Team war am Sonntag in München aufgebrochen um den ersten Teil der kombinierten Berg- und Kajakexpediton in Angriff zu nehmen.
Grün statt grau: Derzeit ist der Wasserstand in der Rondu-Schlucht niedriger als im Vorjahr
"Gestern waren wir in Islamabad am Markt unterwegs und wurden von einem Brigadier zum Essen eingeladen. Das ist dann ein bisschen länger geworden," berichtet Bernie. Am Mittwoch flog das Team schließlich weiter nach Skardu, was dem Team nicht nur eine wesentliche Zeitersparnis, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis einbrachte. "Wir sind über die Sieben- und Achttausender drüber geflogen und haben den Nanga Parbat gesehen. Wenn man so neben den Gipfeln her fliegt ist das ein wahnsinniges Erlebnis."
Im Orginalton: Bernie Mauracher zum Mittwoch
| Für Bernhard Steidl, Ron Fischer und Bernies Freundin Nicole Wegmaier ist es der erste Trip in ein Land wie Pakistan. "Denen taugt's volle," erzählt Bernie und klingt selbst nicht minder begeistert.
150 bis 200 Kubik
Für gute Stimmung sorgen die Bedingungen vor Ort. Der Wasserstand ist niedrig und tiefe Temperaturen lassen das Team darauf hoffen, dass sich daran auch nicht so schnell ändern wird. "150 bis 200 Kubik," schätzt Bernie. "Der Indus ist grün, hat ein schönes Wasser mit schöner Farbe."
Optimale Bedingungen also um das Abenteuer von 2007 in der Rondu-Schlucht erfolgreich zu Ende zu bringen. "Die Lufttemperatur ist derzeit niedrig. Letztes Jahr waren wir zwei Wochen später dran, da war es schon richtig heiß. Ich glaube das wir jetzt sehr gute Vorraussetzungen haben um die Rondu-Schlucht zu knacken."
Bernie über die Verhältnisse
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Fotos: Archivbilder Expedition 2007/Peter Fink
Text: Judith Prechtl