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Auf zu wilden Taten! Teil 4
- mho -
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Quelle: Ron Fischer
Bild oben: Beeindruckende Landschaft im Süden Kolumbiens |
Nach 18 Stunden im Bus erreichten Ron, Severin und Kess Pasto, im Süden von Kolumbien. Dort befinden sich Flüsse die weit weg von der Strasse durch tiefe Schluchten und traumhafte Landschaften fliessen. "Ganz oben auf meiner Wunschliste war schon lange der Rio Juanambu und der Rio Guaitara.", verrät Ron. Allerdings ist der Süden Kolumbiens gefährlicher zu bereisen als weite Teile des Landes. Besonders wenn man sich abseits der Hauptstrasse befindet, sollte man genau wissen wo man sich aufhalten kann. Der erster Stop der drei Jungs waren also das Tourismusbüro und die Polizeistation in Pasto. Dort erklärten sie ihr Vorhaben und gaben Ein- sowie Ausstieg bekannt. Die genannten Flüsse fliessen in den Rio Patia und bei Policarpa gäbe es die Möglichkeit auszusteigen. Allerdings wird Policarpa besetzt von Farc Rebellen und ein Besuch dort wäre sozusagen Selbstmord. Beide Flüsse seien im oberen Teil seit einigen Jahren sicher, man müsse dann jedoch unbedingt bei den Brücken nach 25 gefahrenen Kilometern aussteigen und den Bus zurück nach Pasto nehmen. |

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Quelle: Ron Fischer
Rio Guaitarra | ![]()
Quelle: Ron Fischer
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Nach zwei Tagen Pause gings weiter zum Rio Guaitarra. Die Brücke am Einstieg führte über eine noch eindrücklichere Klamm als am Juanambu. Riesige Felsbrocken vielen einst hinein und verklemmten sich kurz über der Wasseroberfläche. So bildeten sich mehrere Tunnels und von 150 Meter oberhalb war kaum zu sehen ob man unten durch passt. "Aber man sah das Wasser hinten ruhig wieder raus fliessen und so versuchten wir es. In der Klamm zu sein war wieder ein unbeschreibliches Gefühl. Über uns die Panamericana, viele Leute auf der Brücke die uns zu schauten, grüne Papageien die durch die Klamm flogen und wir waren mittendrin, kein Zurück, an einem Ort an dem noch niemand vor uns war.", erzählt Ron. Die nächsten 20km waren so schön wie am Juanambu, nur das Wildwasser war in der zweiten Hälfte anspruchsvoller. "Geiles Wildwasser im vierten Schwierigkeitsbereich", schwärmt Ron. Aber die Wassertemperatur war das erste mal in Kolumbien nicht "ohnePaddeljacke" tauglich! Das weiss man im vornherein leider nicht und so war Ron sehram frieren, dazu war das Wasser schmutzig und die Brücke am Ausstieg wollte und wollte nicht kommen. Stattdessen kam noch einmal eine super enge Klamm mit einem Eingangskatarakt der nicht fahrbar und nicht umtragbar war! Links oben entdeckten die drei aber zum Glück schon ein Weg der zu den Coca Plantagen führte die sich in der Schlucht befanden! | ![]()
Quelle: Ron Fischer
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Quelle: Ron Fischer
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Am Morgen machten die Jungs sichzu Fuss auf den Weg in Richtung Strasse. wo sie unterwegs auf einen Bauern trafen. Der erzählte, dass er am Vorabend noch ein Rind reinholen wollte, doch dann auf einmal Stimmen hörte, es mit der Angst zu tun bekam und wieder heim ging. Die Region sei zwar sicherer als vor sieben Jahren als die Farc Rebellen dort regierten, doch es getraue sich immer noch niemand in der Nacht raus zu gehen. Früher seinen dort einfach Leute erschossen und in den Fluss geworfen worden. Auch bei anderen Bewohnenern auf dem Weg zur Strasse stiessen Ron, Severin und Kees auf Unsicherheit und Verängstigung uns gegenüber! Kees schaffte es dann aber endlich mit jemandem hinten auf dem Moto in die nächste kleine Stadt zu fahren und dort ein Taxi zu organisieren. Ron war heilfroh an diesem Nachmittag wieder in Pasto zu sein. Die Schmerzen und das Kopfweh wurden immer schlimmer und so ging er am nächsten Abend in den Spital. Malaria und Dengue war es nicht. Nach drei Tagen im Spital war icherlangsam wieder fit und die Ärzte vermuteten eine Infektion im Urin vom schlechten Flusswasser. Ron bekam Medikamente und durfte endlich wieder raus aus dem Spital, und auch raus aus Kolumbien - denn der Flug nach Chile wartete schon. |
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