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Mein Paddel-Tipp: Der Strumboding-Wasserfall
- jup -
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| "Der Strumboding-Wasserfall sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, technisch hat er es durchaus in sich. Bis vor drei Jahren bestand die Einfahrt aus einem separaten Drei-Meter-Fall. Nach einem massiven Hochwasser verwandelte sie sich in einen kurzen, winkeligen Katarakt (WW 4/4+), der festgefrorene Glieder schnell auflockert," weiß Daniel zu berichten. "Der Katarakt sollte eher auf der linken Seite befahren werden. Danach hat man eine kurze Verschnaufpause, in der es nach rechts auszuweichen gilt, um den Hauptfall sauber mit der Nase nach links zu boofen. Erschwert wird der Boof zu allem Überdruss durch eine einen knappen Meter hohe Stufe kurz vor der etwas runden Abrisskante. Den Bug die ganze Zeit nach links gehalten und den Absprung leicht verzögert gemeistert, kann man dem Fall aus dem wunderbaren Riesentumpf noch ein breites Grinsen schenken. Durch das Adrenalinecho motiviert kann man dann schnell noch einmal hochbuckeln oder das Bauchkribbeln im warmen Auto konservieren." Wem der Fall nicht genug ist rät Daniel: "Wenn man zwei Autos hat, lohnt es sich sicher, auch noch die kurze Strecke bis zum Sagmeisterwehr (WW 2-3) zum Auspaddeln mitzunehmen. Die ganze Standardstrecke der oberen Steyr dürfte bei vernünftigen Wasserständen am Fall wohl jedoch etwas steinig sein." | ![]() |
![]() | Daniel ist gerade zurück von einer Woche Plattling. "Ich war dort mit Freunden aus Moskau auf Trainingskurs und überlege, ob das auf Dauer nicht sinnvoller wäre als meine Russisch-Diplomarbeit fertig zu schreiben," erzählt er mit einem Zwinkern. Sonst ist er im Moment viel beim Bouldern und Klettern um sich in der wasserfreien Zeit fit zu halten. "Beim Tourengehen feile ich an meiner Schitechnik und freue mich jedes Mal ohne gebrochene Gliedmaßen zurückzukommen. Das Highlight war in diesem Jahr zweifelsohne die Überschreitung der Niederen Tauern, bei der Horstl Dü und mich in vier Tagen von Wald am Schoberpaß über zirka 100 Gipfel nach Stainz schleppte."
Natürlich freut sich Österreichs amtierender Freestyle-Meister auch auf die Schneeschmelze. "Da wohnt man eine Viertelstunde von Terminator und Radetzky und muss täglich mit weinendem Auge ins noch zu seichte Flussbett schauen!" Für die kommende Saison ist neben einigen Wettkämpfen (ÖM und Teva Extreme Race) vor allem eine fünfwöchige Expedition ins sibirische Altajgebirge geplant. Gemeinsam mit Rainer Glanz, Lorenz Holzer, Jürgen Maier, Gerhard Schmid, Manfred Stich und Lukas Seitner wird Daniel im Juli und August die dortigen Flüsse erkunden. "Wunderschöne Landschaft, selbstversorgte Mehrtagestrips, sehr knackiges Wildwasser und Bären erwarten uns dort und lassen einen unruhig durchs Netz nach Infomaterial zoomen." Eine Preview folgt demnächst. |
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