Bei strömendem Regen und niedrigen Temperaturen fuhren am Morgen die 30 Starterinnen bei den K1 Damen ihre Vorläufe. Das hochrangig besetzte Feld mit Europameisterin Fiona Jarvie (GBR), Weltmeisterin Ruth Gordon (CAN), Juniorenweltmeisterin Emily Jackson (USA) und vielen weiteren Top-Fahrerinnen lockte trotz des widrigen Wetters einige Zuschauer an den Spot. Belohnt wurde dies mit starken Läufen: auch bei den Frauen führte der Weg ins Halbfinale nur über dicke Air-Moves. Mit konstanten Loops und Space Godzillas sowie Serien von superclean Cartwheels konnten sich alle genannten Favoritinnen für das Halbfinale qualifizieren. Die amtierende Deutsche Meisterin Jutta Kaiser bewies, dass sie nach ihrer Schulter-OP wieder fit ist, und zog auf Platz 7 ins Halbfinale ein. Die zweite deutsche Starterin Katja Stein fand in ihren Runs direkt im ersten Heat am frühen Morgen dagegen leider nicht in ihren Rhythmus.
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Jutta Kaiser loopt sich ins Finale
Bei den darauf folgenden Vorläufen der C1-Fahrer waren drei deutsche Starter vertreten: Phillip Hitzigrath (Ulm) und Markus Hummel (Augsburg) zeigten solide Läufe und zogen gemeinsam mit 8 weiteren Stechpaddelfahrern ins Halbfinale ein. Vor allem der Brite Lee Pyke (GBR), der Lokalmatador Stephan Fiedler (CZE) und der Franzose Sebastien Piquet Valet hoben in dem Playspot richtig ab und wurden mit hohen Punktzahlen für ihre Runs belohnt. Tobias Hüther, der im OC1 bereits einen Finalplatz sicher hatte, konnte diese Leistung im C1 nicht bestätigen.
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Philipp Hitzigrath erfolgreich im C1
Ohne größere Pause folgte sodann der nächste Höhepunkt: das Viertelfinale der Herren. 3 Läufe à 45 Sekunden, von denen nur die beiden besseren gewertet werden. Viel Gelegenheit also für die 20 besten Paddler des Feldes ihr ganzes Können zu zeigen.
Mit Seppi und Simon Strohmeier waren noch zwei deutsche Starter im Feld vertreten: Hoffnung auf einen Platz im Halbfinale konnten sich nach den guten Leistungen in der Vorrunde beide machen. Doch der Kampf um die ersten 10 Plätze beim Weltcup Nr. 1 war heiß: Dustin Urbin (USA) knackte mit einem Lauf die 1000 Punkte-Marke und auch Nick Troutman (CAN) und Peter Csonka (SVK) blieben mit Läufen über 900 Punkten nur knapp dahinter. Eric EJ Jackson fuhr solide Tricks ebenso wie der Europameister Matthieu Dumoulin aus Frankreich, was für den Einzug in die nächste Runde reichte. Mit Ed Smith (GBR) auf Platz 7, Tomasz Czaplicki (POL) auf Rang 8, sowie Casper van Kalmthout (NDL) und Stepan Vohradsky (CZE) fuhren weitere Europäer unter die ersten 10. Seppi Strohmeier belegte im Endergebnis Rang 17, sein Bruder Simon verpasste nach einem sehr guten ersten Lauf das Halbfinale nur um etwa 20 Punkte und wurde damit 12.
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Seppi Strohmeier im Viertelfinale bei stroemenden Regen
Das internationale Schiedsrichterteam hatte an diesem Tag schon viel geleistet, doch es ging noch weiter: am späten Nachmittag gab es die Halbfinalrunden bei den Junioren, den C1-Fahrern sowie den K1-Damen zu sehen.
Bei den Junioren lieferten sich die Starter aus Frankreich mit den Amerikanern ein heißes Duell um die ersten Plätze: nach dem Halbfinale – leider ohne deutsche Beteiligung – führte Michael Palmer (USA) vor den beiden Franzosen Sebastien Devred und Maxime Renault, seinem Landsmann Jason Craig sowie dem Schweizer Samuel Schwarz.
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Bester deutscher Junior in Prag war Jakob Ehrl
Dafür gab es in den weiteren Halbfinals erfreuliche Ergebnisse aus deutscher Sicht.
Der jüngste deutsche C1-Fahrer Philip Hitzigrath konnte seine Leistung aus dem Vorlauf bestätigen und zog gemeinsam mit den Favoriten aus Tschechien, Frankreich und Großbritannien ins Finale ein.
Dies gelang auch Jutta Kaiser bei den K1-Damen: sie konnte ihre Leistung weiter steigern und schob sich von Platz 7 auf Rang 3 vor. Mit Fiona Jarvie (GBR), Emily Jackson (USA), Ruth Gordon (CAN) und Adriene Levknecht (USA) machten die weiteren Top-Fahrerinnen für den Start im Finale am Sonntag alles klar.
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Peter Csonka dominiert auch das Halbfinale bei Nacht
Den ganzen Freitag und Samstag hatte es bisher zum Teil sintflutartig geregnet, doch am Abend hatte der Wettergott endlich ein Einsehen: für das Nacht-Halbfinale bei den K1-Herren mit Flutlicht war es trocken! Die Zuschauerränge füllten sich bis zum letzten Platz, um das Spektakel, das sich auf dem Wasser abspielte, mitzuverfolgen. Der perfekt ausgeleuchtete Spot bot beste Bedingungen für die Top 10 der Herren; die großartige Atmosphäre spornte zu noch besserer Leistung an. Die ersten fünf des Viertelfinals verteidigten schließlich erfolgreich ihre Plätze, wobei vor allem der „european pride man“ Peter Csonka davon profitierte, das Publikum hinter sich zu haben. Nicht unerwartet hieß es am Ende: Platz 1 für den Slovaken Peter Csonka vor Eric Jackson (USA), Dustin Urbin (USA), Nick Troutman (CAN) und Matthieu Dumoulin (FRA).
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Der 45-Sekunden Countdown war fuer die Paddler immer gut zu sehen
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EJ bei der Eroeffnungsparty
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Team Niederlande
Richtig in Stimmung gebracht von diesem tollen Halbfinale wurde am Samstag Abend ausgiebig gefeiert: viele Paddler, Fans und Schiedsrichter kamen erst in den Morgenstunden wieder auf den Campingplatz für ein paar Stunden Schlaf zurück.
Text: Jutta Kaiser
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