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SOS Soca - Infos und Aktionen
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 - pf 08/2011

Still und heimlich hat der große Run auf die Wasserkraft auch Slowenien erfasst. Etwa 45% der Wasserkraft (technisch mögliche Nutzung) dient bereits der Stromerzeugung (zum Vergleich: Österreich und Deutschland 70-80%, Schweiz 95%).

Auf die 5000 verbleibenden Gigawattstunden hat es jetzt die slowenische Energielobby abgesehen, ein Totalausbau würde aktuell jährlich 285 Millionen Euro an der Leipziger Strombörse bringen!

Kraftwerksketten mit über 15 neuen Wasserkraftwerken an Save, Drau und Mur wünschen die Kraftwerksbauer!

Auch die Soca samt ihren Zuflüssen soll mit mindestens 5 Kraftwerken die Geldsäcke füllen...
Artikel SOS Soca SOS
Quelle: 4-paddlers.com
 
Artikel SOS Soca Soca
Quelle: Reini Friedl - hydrophil.org
An der Soca - einem der schönsten Flüsse der Alpen, vielleicht überhaupt der beste Paddler- und Fliegenfischer-Fluss Europas - gibt es aber ein kleines Problem:

Seit 35 Jahren gibt es das
Gesetz zum Schutz der Soca!


Dieses Gesetz war 1976 einer der ersten Erfolge der jungen slowenischen Umweltbewegung, noch unter dem kommunistischen Regime!

Und genau dieses Gesetz verbietet bis heute ausdrücklich den Bau oder Umbau von Kraftwerken an der Soca und ihren Zuflüssen!

Aber die Energielobby besteht aus einflussreichen Leuten mit Ideen...

Dieses blöde Gesetz... Es muss doch möglich sein... Energiewende... CO2... Nationales Interesse... Unauffällig... Wer macht das? Das Wirtschaftsministerium? Sitzen dort Freunde?
 
Das Slowenische Wirtschaftsministerium ändert zurzeit das Energiegesetz. Unter dem Vorwand erneuerbare Energie zu fördern möchte das Ministerium auch eine "kleine" Änderung des Gesetzes zum Schutz der Soca!

Als letzter Punkt (Artikel 565) im neuen Gesetzesentwurf steht (übersetzt und stark gekürzt):

1. Das Gesetz zum Schutz der Soca welches auch den Bau von Kraftwerken an der Soca verbietet gilt nicht beim Bau von Kraftwerken. !!!
2. Der Bau von Kraftwerken ist an der Soca zulässig. !!!

Ja mit dieser plumpen Gesetzesänderung soll der steinige Weg der Kraftwerksbauer ins Socatal geebnet werden! Die Energielobby will ins Wohnzimmer der Marmorata!
(siehe rechts der große Fisch im 3. Canyon)!
Artikel SOS Soca Soca
Quelle: Reini Friedl - hydrophil.org
 
Die Gesetzesänderung hätte noch im Juli 2011 - in einer Nacht und Nebel-Aktion während der Urlaubszeit - beschlossen werden sollen. Zum Glück wurden diese Pläne bekannt, die Presse berichtete mehrfach.

Erfreulicherweise formiert sich lokaler Widerstand mit Paddlerbeteiligung!
Noch keinen Protest gibt es vom Slowenische Kanuverband (E-Wirtschaft gesponsert wie in Österreich), weniger erfreulich...

An nur einem Wochenende wurden in Bovec, Kobarid und Tolmin über 1000 Unterschriften zur Streichung des Artikel 565 (=Gesetzesänderung) gesammelt! Der slowenische Umweltminister Dr. Roko Zarnic hat sich öffentlich gegen die Aufhebung des Schutzgesetzes ausgesprochen! Die e-Mail Aktion an das Slowenische Wirtschaftsministerium zeigte Wirkung: Die Begutachtungsfrist der Gesetzesänderung wurde bis Anfang Oktober verlängert!
 
Aktionen, Aktionen, Aktionen! Was gibt's zu tun?

Die e-Mail Aktion an das Slowenische Wirtschaftsministerium wird fortgesetzt

> e-Mail jetzt senden


Falls das nicht funktioniert folgenden Betreff und Text ins e-Mail Programm kopieren und an ez.mg@gov.si senden!
Keep the protections status of the Soca river and its tributaries!
I, the undersigned, protest against the Article 565 of the Energy Act draft (as published at www.mg.gov.si).
I request that you delete the Article 565 fully from the new Energy Act proposal (EZ-1).
Keep the protections status of the Soca river and its tributaries, as a value of natural heritage!
NAME + ADRESSE

Was gibt's noch zu tun?

Die facebook Gruppe Save Soca River besuchen, hier gibt es die aktuellsten Infos - slowenisch, englisch und deutsch. Weitere Aktivitäten werden dort zuerst veröffentlicht!

FreundInnen und Vereine informieren, ein e-Mail als Verein senden!

Auch bei anderen Gewässerschutz-Aktivitäten mitmachen!
(Infos z.B. bei Flüsse voller Leben auf facebook!)
 
Artikel SOS Soca SOS
Quelle: 4-paddlers.com
 
Hier die Kraftwerkspläne ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Soca - Kobarid
In Kobarid bei der Napoleonbrücke (=Ausstieg Abseilstrecke) ist ein 60 Meter hoher Staudamm geplant, der Rückstau soll bis Srpenica reichen. Mit einer 60m Staumauer (realistisch für das Gelände in Kobarid) wäre aber "nur" ein Rückstau bis Trnovo (=Ausstieg Friedhofstrecke) möglich. Infos zu diesem KW gibt es noch wenig, zusammen mit dem KW Kamno soll es 80MW Leistung (270GWh/Jahr) liefern, 120Mio Euro kosten und von 2015 bis 2025 gebaut werden.

Soca - Kamno
Das KW Kamno (zwischen Kobarid und Tolmin) soll gemeinsam mit dem KW Kobarid gebaut werden, Infos siehe KW Kobarid.

Soca - Gerüchte
Sollte das große KW in Kobarid nicht genehmigt werden, gibt es anscheinend auch noch Pläne für kleinere Soca KWs bei der 3.Klamm, am Einstieg Abseilstrecke und am Ausstieg Abseilstrecke. Infos zu diesen Gerüchten gibt es keine.

Ucja - Zaga
Das gesamte Wasserkraftpotential des rechten Nebenbaches der Soca soll ein Pumpspeicher-KW betreiben. Ein Staudamm auf 545m Seehöhe kann bis zu 10 Tage Ucja Wasser speichern, dieses stürzt über eine Druckrohrleitung mit 20m3/s zur 200m tiefer gelegenen Turbine und landet in einem Reservoir auf Soca Niveau. Leistung 34MW (31GWh/Jahr), 55 Mio Euro, Bauzeit 2012 – 2015.

Moznica
Der kleine rechte Nebenbach der Koritnica soll ein Trinkwasser-KW betreiben. 1m3/s sollen zur 250m tiefer gelegenen Turbine nach Bovec rauschen und dort auch als Trinkwasser und Löschwasser verwendet werden. Leistung 1MW (3,5GWh/Jahr), 3Mio Euro, Bauzeit 2012 – 2015.

Kneca
Vom kleinen rechten Nebenbach der Baca (nähe Tolmin) sollen 2m3/s ausgeleitet werden, die Fischer wird's nicht freuen. Leistung 1MW (5GWh/Jahr), 2,5Mio Euro, Bauzeit 2012 – 2012.

Idrijca
Am linken Nebenfluss der Soca (nähe Tolmin) ist eine Kette mehrerer Kraftwerke geplant. Infos zu diesen KWs gibt es noch wenig, zusammen sollen die KWs 117MW Leistung (200GWh/Jahr) liefern, 150Mio Euro kosten und von 2012 bis 2023 gebaut werden.
 
Artikel SOS Soca Soca
Quelle: Reini Friedl - hydrophil.org
Die Soca kurz vor dem Ausstieg der Abseilstrecke - bald im 60 Meter tiefen Stausee verschwunden?

Lesermeinungen

21.09.2011   Lesermeinung
TrustedPaddlerPeter Feldhammer
Der Deutsche Kanu-Verband hat jetzt auch eine Petition zum Schutz der Soca gestartet - BITTE UNTERZEICHNEN und verbreiten! - http://www.kanu.de/go/dkv/home/freizeitsport/umwelt/soca.xhtml
21.09.2011   Lesermeinung
TrustedPaddlerPeter Feldhammer
Der Deutsche Kanu-Verband hat jetzt auch eine Petition zum Schutz der Soca gestartet - BITTE UNTERZEICHNEN und verbreiten! - http://www.kanu.de/go/dkv/home/freizeitsport/umwelt/soca.xhtml
21.09.2011   Lesermeinung
TrustedPaddlerPeter Feldhammer
Der Deutsche Kanu-Verband hat jetzt auch eine Petition zum Schutz der Soca gestartet - BITTE UNTERZEICHNEN und verbreiten! - http://www.kanu.de/go/dkv/home/freizeitsport/umwelt/soca.xhtml
09.08.2011   Lesermeinung
TrustedPaddlerPeter Feldhammer
Die Partner aus Slowenien möchten momentan noch kein "konzentrierte" Aktion.

Der Widerstand - besonders der lokale - ist groß. Ein paar Organisationen haben schriftlichen Protest eingereicht. Auch der Umweltminister hat sich gegen eine Gesetzesänderung ausgesprochen.

Alle Argumente die an ez.mg@gov.si müssen als öffentliche Beteiligung behandelt werden.

Sicher hilfreich wären aber offizielle, persönliche Schreiben der Vereine an:

Ministry of the Economy
Kotnikova 5, 1000 Ljubljana
Slovenia

LG Peter
09.08.2011   Lesermeinung
TrustedPaddlerSteffen Lachmann
hi, ich habe selbstverständlich unterschrieben und verteilt.
Aber macht es nicht Sinn, das Ganze konzentrierter anzugehen. Wenn da jeder seine email hinschickt, wer weiß denn im Endeffekt, wie viele das waren. Und für 128 Millionen im Jahr, da verschiebt sicher der eine oder andere gerne ein paar tausend e-mail´s ungelesen in den Papierkorb.
07.08.2011   Lesermeinung
TrustedPaddler
Servus Ihr Paddler,

hab mal nach dem engischen Petitionstext das da g´schrieben (siehe unten). Hoffe mal, es machen viele mit, und es lassen sich einige Leute was Kreatives einfallen.

Viel Spaß allerwei auf allen Bächen dieses Planeten wünsche ich Euch

tschau derweil

Wolfi Z.

- - - - - -
Sehr geehrte Damen und Herren,

der Fluss Soca und seine Flusslandschaft sind ein solch unglaublich wertvoller Schatz des slowenischen Volkes, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die politisch Verantwortlichen dem Atrikel 565 zustimmen.

Bisher bin ich jedes Jahr mindestens eine Woche zum Urlaub in der Region rund Bovec - Kobarid zum Kajakfahren und Erholen mit der Familie gekommen.
Wenn die Soca zu einer verbauten Flussleiche wird, die nur noch aus Staubecken und Kraftwerken besteht, werde ich definitiv nie mehr in die Region kommen.
Allein der Anblick wäre für mich zu leidvoll und vollkommen unerträglich.

Der Fremdenverkehr ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor der Region geworden mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen.
Hier wären gewaltige Verluste zu verzeichnen, falls die Soca ihren natürlichen Charakter verlöre.

Handeln Sie klüger als die Politiker in anderen europäischen Staaten!
Handeln Sie vorausschauend und nachhaltig mit Weitblick zum Wohl des slowenischen Volkes!

Solche Naturschätze werden immer seltener in Europa!
Lassen Sie sich diesen unermesslichen Schatz nicht für billiges schnelles Geld abkaufen!

Die Soca ist unbezahlbar!

Meine Empfehlung - machen Sie "Entscheidungsfindungs-Urlaub" im Socatal.
Sonnen Sie sich auf Kiesbänken am Fluss, lauschen Sie dem entspannenden Plätschern des Flusses.

Lernen Sie Fliegenfischen und braten Sie Ihre selbst gefangenen Marmorataforellen am Lagerfeuer.

Lassen Sie sich beim Rafting oder Kajakfahren sanft von den Wellen schaukeln
oder kämpfen Sie mannhaft mit dem wilden Wasser.

Eines ist sicher:
Sie werden erleben, dass diese Erfahrungen wertvoller und beglückender sind als Millionen von Strom-Euro.
Denn sie sind - das reine glückliche Leben.

Im Vertauen auf Ihre Klugheit und Weisheit

Mit freundlichen Grüßen

Wolgang Zimmermann




Sehr geehrte Damen und Herren,

der Fluss Soca und seine Flusslandschaft sind ein solch unglaublich wertvoller Schatz des slowenischen Volkes, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die politisch Verantwortlichen dem Atrikel 565 zustimmen.

Bisher bin ich jedes Jahr mindestens eine Woche zum Urlaub in der Region rund Bovec - Kobarid zum Kajakfahren und Erholen mit der Familie gekommen.
Wenn die Soca zu einer verbauten Flussleiche wird, die nur noch aus Staubecken und Kraftwerken besteht, werde ich definitiv nie mehr in die Region kommen.
Allein der Anblick wäre für mich zu leidvoll und vollkommen unerträglich.

Der Fremdenverkehr ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor der Region geworden mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen.
Hier wären gewaltige Verluste zu verzeichnen, falls die Soca ihren natürlichen Charakter verlöre.

Handeln Sie klüger als die Politiker in anderen europäischen Staaten!
Handeln Sie vorausschauend und nachhaltig mit Weitblick zum Wohl des slowenischen Volkes!

Solche Naturschätze werden immer seltener in Europa!
Lassen Sie sich diesen unermesslichen Schatz nicht für billiges schnelles Geld abkaufen!

Die Soca ist unbezahlbar!

Meine Empfehlung - machen Sie "Entscheidungsfindungs-Urlaub" im Socatal.
Sonnen Sie sich auf Kiesbänken am Fluss, lauschen Sie dem entspannenden Plätschern des Flusses.

Lernen Sie Fliegenfischen und braten Sie Ihre selbst gefangenen Marmorataforellen am Lagerfeuer.

Lassen Sie sich beim Rafting oder Kajakfahren sanft von den Wellen schaukeln
oder kämpfen Sie mannhaft mit dem wilden Wasser.

Eines ist sicher:
Sie werden erleben, dass diese Erfahrungen wertvoller und beglückender sind als Millionen von Strom-Euro.
Denn sie sind - das reine glückliche Leben.

Im Vertauen auf Ihre Klugheit und Weisheit

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Zimmermann











05.08.2011   Lesermeinung
TrustedPaddlerMichael Strömer
Unglaublich... :-(
aber abgesehen vom Umweltschutz und der traumhaften Landschaft sind diese Pläne auch volkswirtschaftlich extrem kritisch:

Kajaken und Raften sind eindeutig das wirtschaftliche Rückgrad dieser Gegend.
Wenn das wegfällt, würde ein Großteil der Jobs dort wegfallen. Die dortige Bevölkerung müßte wegziehen.

Volkswirtschaftlich und politisch ist das nicht sinnvoll.

Man kann sich kaum vorstellen, dass das durcgeht...
oder anders gesagt, es macht wohl Sinn, sich dagegen zu engagieren.

((Gibts keinen Volkswirtschaftsstudenten, der dazu eine Diplomarbeit machen kann?? ))

Greez; M

P.s. Beim Untertalbach gibts einen Teilerfolg: Der Verwaltungsgerichtshof hat den ungünstigen Bescheid aufgehoben und es muss an der Bezirkshauptmannschaft neu verhandelt werden.
 
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