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Mein Paddel-Tipp: Die Jordalselva
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 - ie 07/2008

Matthias Breuel, Autor des Wildwasserführers Nordalpen, hat für den Sommer eine "norwegische Flussperle" als Paddel-Tipp im Angebot. Gegen die konkurrierenden Alpenklassiker setze sich die kleine Jordalselva durch, da für ihn "Sommerurlaub im Idealfall einfach Norwegen heißt".
 
Norwegen Jordalen
Quelle: Matthias Breuel
Auf dem Weg ins Jordalen
Es ist gar nicht so einfach, sich auf einen Paddeltipp für den Sommer festzulegen! Etwa fünf – teilweise durch Kraftwerke bedrohte – Alpenklassiker konkurrieren mit mindestens ebenso vielen norwegischen Flussperlen. Aber weil Sommerurlaub für mich im Idealfall einfach Norwegen bedeutet, habe ich mich letztlich doch für einen Fluss im besten Sommerpaddelrevier Europas entschieden.

Es ist keiner der großen Namen wie die Raundalselva oder Myrkedalselva, sondern die kleine Jordalselva in einem abgelegenen Hochtal zwischen Voss und dem Naeroyfjord. Die Standardstrecke ist eher ein Fall für höhere Wasserstände, das untere Stück läuft aber oft auch noch im Hochsommer. Die Jordalselva bahnt sich hier ihren Weg durch niedrige Klammen und verzettelt sich im Gegensatz zur oberen Strecke so gut wie nicht im Geröll. Teilweise wird es richtig eng und steil, so dass es besser nicht zu viel Wasser sein sollte.

Bereits die Fahrt zum Fluss ist bei der Jordalselva ein Erlebnis für sich. Von Voss folgt man der E 16 Richtung Gudvangen/Aurland hinab ins enge Naeroydalen. Hier zweigt die unscheinbare Schotterstraße ins Jordalen ab. Und die hat es gewaltig in sich! Verdammt steil geht es durch eine schroffe Felsschlucht und lange, unbeleuchtete Tunnel nach oben, eine harte Bewährungsprobe für überladene und leistungsschwache Paddlervehikel.
 
Norwegen Jordalselva
Quelle: Matthias Breuel
Rutsche am Ende der Kombination
Norwegen Jordalselva
Quelle: Matthias Breuel
Schöne Rutsche
 
Die untere Strecke ist zwar nur ein kurzes Vergnügen (keine 2 km), hat aber ein paar – für meinen Geschmack – richtig schöne Stellen zu bieten. Highlights sind in jedem Fall ein hoher Wasserfall und eine traumhafte Kombination, die mit einer super Rutsche endet. Angesichts der Kürze der Strecke und den meist halbwegs begehbaren Ufern, ist es kein Problem alle Stellen selbst zu scouten, daher will ich an dieser Stelle gar nicht sehr viel mehr verraten. Vorsicht ist natürlich immer geboten, wenn die Jordalselva zwischendurch in einer Niedrigklamm verschwindet, bei viel Wasser können einige der Rückläufe sicherlich zu mächtig werden.
 
Norwegen Jordalselva
Quelle: Matthias Breuel
Der untere hohe Fall
Norwegen Jordalselva
Quelle: Matthias Breuel
Der obere Wasserfall bei etwas wenig Wasser für die obere Strecke aber gutem Pegel für den unteren Abschnitt
 
Einen Pegel gibt es nicht, der Wassertand muss am Einstieg oder Ausstieg nach eigenem Ermessen beurteilt werden. Im Zweifelsfall sollte man eine kurze Wanderung am Fluss entlang unternehmen, um festzustellen, ob Wasserstand und Können zusammenpassen. Die Schwierigkeiten bewegen sich um WW 5, beste Zeit dürfte (für die untere Schlucht) der Juli und die erste Augusthälfte sein. Ansonsten empfehle ich auch für die Jordalselva Jens Klatts hervorragenden Wildwasserführer Norwegen und rate dazu, gerade bei höherer Wasserführung seinen Tipp:„Die letzte Schlucht nur für sehr sichere Paddler!“ zu beherzigen.
 
Norwegen Jordalselva
Quelle: Matthias Breuel
 
Norwegen Jordalselva
Quelle: Thimo Colditz
Matthias Breuel
Ich selbst werde es diesen Sommer wahrscheinlich nicht an die Jordalselva schaffen. Anfang September stehen meine Diplomprüfungen an, bestenfalls wird es für eine kurze Stippvisite im Land der Troll reichen. Aber vielleicht sind ja im Herbst noch einige schöne Paddeltage drin. Wohin es mich dann als ausgebildeter Diplom-Geograph verschlägt, kann ich im Moment noch nicht abschätzen. Unser Paddelnachwuchs hat mir jedenfalls nahe gelegt, einen Job nahe der Alpen zu finden, um auch in Zukunft mit Ihnen bootfahrn gehen zu können. Nicht nur, weil es mir wahnsinnig viel Spaß macht die Youngsters ans Wildwasserpaddeln heranzuführen, wäre das natürlich auch in meinem Interesse!
 
Außerdem wird Matthias in Zukunft das kajak.at Team verstärken. Als Geograph und großer Flusskenner wird er sich erst einmal der Flussdatenbank und der regional Zuordnung unserer Flüsse kümmern.
Wir freuen uns alle, Matthias in unserem Team begrüßen zu können.
 
Text: Matthias Breuel
Fotos: Thimo Colditz und Matthias Breuel

Lesermeinungen

18.07.2008   Lesermeinung
TrustedPaddler
Hallo Mathias,

ja auch meinen Glückwunsch zum toll gelungenen Führer - schön dass du nun auch bei kajak.at mitmachst.

Gruß Frank
18.07.2008   Lesermeinung
TrustedPaddler

Hallo Matthias,

auf diesem Wege Gratulation zu Deinem WW Führer der Nordalpen, klasse Führer der richtig Spaß und Lust aufs Paddeln macht.
Netten Gruß aus Garmisch Rainer
PS. vieleicht geht sich ja ein Job im Frauenhoferinstitut in Garmsich aus::))), Paddeltechnisch toplage.
 
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