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Mit der TID auf der Donau unterwegs
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| 2004, bei einem Zwischenstopp am Frankfurter Flughafen stöberte ich Kanuzeitschriften durch und las das erste Mal von der TID... die 50.igste Donau-Wanderfahrt stand bevor. Viel zu viele Informationen für rasches Drüberlesen, aber die Faszination, durch alle Donauländer mit eigener Muskelkraft voranzukommen, beschäftigte mich nachhaltig. | Nun, wie lernt man die TID kennen? Mehrmals hab ich einfach in Linz vorbeigeschaut als die TID da war. Ein kleiner Paddelausflug die letzten Kilometer zum Zeltplatz, das ganze Geschehen, sich auf der Reise auf das Lebensnotwendigste zu beschränken, dem Wetter zu trotzen und mit offenen Augen, Ohren und Herzen unterwegs zu sein, erlebte ich hautnah. 2008 dann die Fahrt bei der Eröffnung durch den Donaudurchbruch und dann ein Stück auf dem ungarischen Abschnitt sowie 2009 von Erlau bis Wien sind schon mal ein paar Prozent der gesamten Strecke in´s schwarze Meer, die ich erleben durfte. |

| Interessant sind die Mentalitätsunterschiede, die ich erlebte. So sind manche Paddler abends sehr aktiv und lustig, wie die Serben, andere, die Ungarn gehen bald schlafen, frühstücken dafür in grosser, familiärer Runde ausgiebig. Der Unterschied zwischen älteren und jüngeren Teilnehmern ist auch gegeben, Ältere meist ruhebedürftiger, Jüngere haben abends dann oft noch überschüssige Kräfte. Nachtruhe ist von 23 Uhr bis 6 Uhr. | So kann es schon sein, dass sich ruhebedürftige Teilnehmer dort oder da gestört fühlen. Die Kenntnis solcher Unterschiede lässt einem aber die Wahl des Zeltplatzes besser glücken, auch sind ein paar Schritte mehr mit Boot und Bootswagen kein Fehler, um nicht im grössten Tumult zu landen oder älteren Teilnehmern einen zentraleren und ruhigeren Platz zu ermöglichen. |

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Quelle: Stefan Wild
Die Schleusungen sind ein weiterer Punkt, der höchste Aufmerksamkeit verlangt.Grosse Schiffe sind keine Slalomkajaks, die Strömungen und Winde beeinträchtigen vor allem das langsame Zufahren zu den Schleusenkammern erheblich. | ![]()
Quelle: Stefan Wild
Es gibt vor jeder Schleuse eine grosse Informationstafel, vor der abzuwarten ist. Manche Schleusenzufahrten haben kilometerlang Uferverbauungsteine als ungemütliche Ausstiegsmöglichkeit anzubieten. |

| Schnellere Schiffe sind schneller da. Unterhalb von Wien verkehren Tragfügelboote mit ca 60km/h sowie der Twinliner mit bis zu 90km/h. So ist es wichtig, die Donau nur an übersichtlichen Stellen zu queren und rechtzeitig auf die Innenkurve zu gelangen. | An der Aussenkurve ist das meiste Fahrwasser, das von Schiffen oft bis nahe an die Ufersteine genutzt wird. Da kann schnell der Platz eng werden und der Wellengang zum Kentern führen. |

| Ein paar Worte zur Ausrüstung: Grundausrüstung bei der TID: 3 T-Shirts. Ein sauberes, ein schmutziges und eines hast Du an. Das ist Supper bei vorwiegend Schönwetter. | 4 Tage Regenwetter bei den ersten TID-Tagen 2009 von Erlau herunter brachten schon eine ganze Wäscheleine voll Wäsche und Ausrüstung zusammen. |

| Ein warmer Schlafsack, der sonst für den Sommer zu warm ist, rettete meinen Wärmehaushalt, ein Hüttenschlafsack für heisse Tage hat fast kein zusätzliches Packmass und genügt in lauen Sommernächten. | Das Zelt sollte sturmsicher und nicht zu gross sein. Mein Wigwam war eher luxoriös. Ein Zweimannzelt, neben der Schlaffläche mit Thermarestmatte bleibt genug Platz für die Packsäcke und Ausrüstungen, die im Zelt angenehm zur Hand sind. |

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Quelle: Stefan Wild
Und dass nach der stärksten Regennacht immer wieder die Sonne aufgeht und es plötzlich wunderschönes Wetter gibt, ist dann der Lohn dafür, nicht wegen schlechter Witterung vorzeitig aufzugeben. Sich damit zu beschäftigen, wie die TID-Kumpels das schaffen, zu helfen und/oder sich helfen zu lassen sind Lichtblicke auch bei grauslichem Wetter. | ![]()
Quelle: Stefan Wild
Nun will ich nur noch auf den Anmeldeschluss hinweisen:Bis Ende April sollten die Anmeldungen einlangen, nähere Details auf http://www.tid.at Wir sehn uns am Wasser, ahoi, Stefan |
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