Es gibt nur einen Weg, durch!

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Einstieg: Bei einer Felsplatte rechts im Fluß, zw. der Eisenbahnbrücke und dem Eingang der SÖ. Bis 110 cm schaut die Platte heraus, dann ist sie überronnen.
Ausstieg: Unmittelbar nach den Öfen rechts, oder beim Pegel Golling, oder erst beim Kuchler Schwall, der neumodischen Spielstelle.

Pegel: 90 - 140 cm, Pegel Golling

Gruppe: Wildwasser. Mittelschwer bis sehr schwer mit starkem Presswasser, etwa 1 km lange, ausweglose Schluchtstrecke.

Ausrüstung: Standartausrüstung. Fakultativ Sitzgurt mit Karabiner für das Seil der Bergrettung.

Nach der Einsatzstelle zunächst ruhige Strömung, es folgt ein Schwall an der linken Felswand. Der eigentliche Eingangsschwall zieht in einem langen S von rechts nach links. Ab hier "River of No Return"! Es folgt eine ruhige Stelle mit Kehrwasser rechts. Anschließend Abfall. Niedriger Wasserstand: links am Felsen vorbei. Höherer Wasserstand: ganz rechts hinunter. Zweihundert Meter ruhige Strömung. Anlandemöglichkeiten linksufrig, bedingt auch rechts. Einfahrt in den durch Sturzblöcke tunnelartig gestalteten Dom. Dreifingeriger Abfall ~ einen Meter. Linker Hand liegt eine Halbinsel. Landemöglichkeit. -zig Meter darüber Aussichtsplattform = ideale Position für die Bergrettung (wer es bis dort hin schafft). Von hier sieht man schon das Ende der Schlucht. Eher links und nicht gerade übersichtlich geht es zwischen Felsblöcken dem Hufeisen zu. Hoher Wasserstand: rechts vom Hufeisen. Geringerer Wasserstand: links. Bei niedrigem Wasserstand ist das Hufeisen ein Abfall mit anschließender Gegenwelle und einer scharfen Strömung nach links gegen die Felswand. Ist man hier durch, folgen noch einige große Felsblöcke mit fossilen Austern, die Strömung ist aber harmlos. Bei einem (herbstlichen) Wasserstand zw. 90 und 100 cm liegen die Schwierigkeiten um III, flösse der Fluß durch eine Wiese, aber man ist in einer auswegslosen Schlucht. Mit steigendem Wasser nimmt die Wucht des Presswassers und die Schwierigkeiten (!) zu. 50cm Wasseranstieg in Golling = bis zu 300 cm Wasseranstieg in den Öfen. Durch Kraftwerksbetrieb stark wechselnder Wasserstand! Nach diesem Adrenalinstoß kann man sich im Kuchler Schwall dem Kajakrodeo hingeben!

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1 Kommentar

  1. no-avatar
    Hans-Wolfgang Renzvor 14 Jahren

    Im allgemeinen kann man lesen, ab Pegel 1.45 seien die Öfen unfahrbar.
    Das stimmt so nicht. 1960 habe ich, zusammen mit Klaus Meinig und Christian Kaufmann die Öfen bei Pegel 2.00 m Golling befahren. Ich erinnere mich noch gut:
    Nicht ein Felsen hat herausgeschaut.
    Dass die Befahrung reine Idiotie war und ich, obwohl nicht gekentert, so total untergetaucht wurde, dass iich glaubte, ich würde ersaufen, steht auf einem anderen Blatt.
    Nachzulesen in
    http://www.klettererinnerungen/wildwasser
    unter Extremferien 1960

    Gruß H.W.Renz

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