Defreggenbachbericht

Der Defreggenbach zählt ohne Zweifel zu den schönsten österreichischen Wildflüssen.

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Der Defreggenbach zählt auf Grund seiner vielen verschiedenen fahrbaren Abschnitte zu den lohnendsten österreichischen Wildwasserflüssen. Leider ist auch der Defreggenbach zusammen mit dem benachbarten Kalserbach vom Kraftwerksbau bedroht. Im Unterschied zum Kalserbach, wären die dadurch verursachten Folgen für die Kajakfahrer zwar nicht schwer, da nur die Mündungsschlucht (die allgemein als unfahrbar gilt) betroffen wäre. Der Bach ist weitgehend unverbaut und fließt in einem schönen Tal, es wäre schade wenn die Energiewirtschaft hier eingreifen würde.


in der Wasserfallstrecke

Der oberste Abschnitt verläuft entlang einer Mautstraße. Ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker, auch zum Paddeln lohnend.
Anschließend beginnt die Wasserfallstrecke, die auch bei weniger Wasser fahrbar ist. Zwei spektakuläre Wasserfälle und zum Abschluß eine Umtragestelle in einer Klamm, hier gilt es Nerven zu haben um ein Kehrwasser vor einem tödlichen Schlitz zu treffen. Die ganze Passage kann auch sehr weiträumig rechts oder links umgangen werden. Die dazwischen liegenden Abschnitte erinnern etwas an die leichteren Stellen am Strubach.

Hansi Niederwimmer im 2. Wasserfall, Foto von Hermann Fröschl

nach dem 2. Wasserfall - Wasserfallstrecke
Ein gutes Video von der Wasserfallstrecke gibts auf www.online-boater.de

Blick auf die Umtragestelle in der Wasserfallstrecke bei Niederwasser. Es gilt das Kehrwasser links neben der ersten Walze zu treffen.

Mit leichtem verblocktem Wasser geht es weiter bis St. Jakob. Es folgt eine genußvolle WW Strecke (II – IV). Danach nehmen die Schwierigkeiten wieder ab.

Ab der Abzweigung St.Veit folgt ein weiterer Osttirol Klassiker, die Tunnelstrecke. Bei der anschließenden Galleriestrecke befindet sich ein langer, steiniger und steiler Katarakt.

Auf abnehmenden Schwierigkeiten erreicht man Hopfgarten. Es folgt eine sehr anspruchsvolle steile Wildwasserstrecke im Geröllbett. Ohne Verschnaufpause geht es hier über steinige Katarakte dahin. Bei der Brücke oberhalb Döllach muß der Fluß dann verlassen werden. In diesem Bereich dürfte das Kraftwerk geplant sein. Es folgt eine tiefe Schlucht mit klammartigen Passagen und Wasserfällen. Sie wurde schon befahren, gilt aber wegen den immens aufwendigen Auf- und Abseil Aktionen und den extremen Schwierigkeiten als unfahrbar.
Der Defreggenbach wird sehr ausführlich in der Flußdatenbank vorgestellt.

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1 Kommentar

  1. no-avatar

    wirklich gut, tolle Bilder

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