no-avatar

Einstieg: Lees Ferry
Ausstieg: Diamond Creek

Pegel: NW

Klaus hat nach 8 jähriger Wartezeit ein privates permit zur Fahrt durch den Grand Canyon bekommen.
Bestens ausgestattet von einer outfitter Organisation fahren wir nach Lees Ferry, und verladen eine Unmenge an Ausrüstung und Verpflegung auf die Begleitrafts.
Typisch für den Colorado sind lange ruhige Abschnitte, unterbrochen von mehr oder weniger heftigen Schwallstrecken.
Für die 225 Meilen lange Strecke planen wir 13 Tage ein. Das bedeutet für die Jahreszeit (November), wo die Tage schon kurz sind und der Wasserstand eher nieder, ein ausgefülltes Tagesprogramm.
Es bleibt anfangs wirklich viel Zeit zum einpaddeln. Eigentlich können die meisten rapids auch immer auf einer leichteren Spur umfahren werden.
Spätestens nach 2 Tagen hat man sich an das wuchtige Wasser gewöhnt. Das ist auch gut so, denn gerade im mittleren Streckenabschnitt befinden sich viele anspruchsvolle rapids.
Von Kurve zu Kurve verändert die Schlucht ihr Gesicht. Auf der 2 wöchigen Reise passiert man viele verschiedene Gesteinsschichten.
Die richtigen Dimensionen des Canyons bekommt man allerdings nur auf einem Rundflug mit. Die Schlucht ist 1500 Meter tief, allerdings ist der Canyon eigentlich mehrere Kilometer breit, und durch die abgestuften Felswände bekommt man die wahre Größe am Fluß unten gar nicht so mit.
Da die Rafts sehr schwer beladen sind, ist es auch schwer eine Linie durch die rapids zu fahren, wo einige Felsen im Weg sind. In der Regel ist es wegen der Trägheit durch das aufgepackte Gewicht nur möglich eine gerade Spur zu wählen.
Es gibt viele schöne Übernachtungsplätze. Sämtliche Abfälle wie Essensreste oder Asche müssen peinlichst genau weggeräumt werden. Die Reinheit der Camps wird von den Nationalpark Rangern kontrolliert.
Auf einem private Trip ist 2 Wochen lang absolutes Teamwork gefragt, denn sämtliche Arbeiten die üblicherweise die Raftguides machen müssen, erledigt man selber. Wir haben alle 3 Tage das 3 köpfige Küchenteam gewechselt. Einen Toilettenmeister gibts natürlich auch, dieser Job war nicht so beliebt. Zudem müssen ja auch diese Abfälle wieder aus der Schlucht transportiert werden, zurück darf absolut nichts bleiben.
Feuermachen (und Brennholz suchen), Wasserpumpen, Zeltaufstellen, Abwaschen... da waren eigentlich alle voll beschäftigt.
Ach ja - der Bierwart war auch sehr wichtig. Der musste peinlich genau kontollieren, daß keiner seine Tagesration überschritt, sonst wäre ja der Lagerkoller an den letzten Tagen vorprogrammiert...
Sogar fürs pinkeln gibts im Canyon Vorschriften. Und zwar ist es nur in den Hauptfluß erlaubt.
Viele meinen, das ist ein Trip den man im Leben einmal gemacht haben muß. Wie auch immer, es ist auf alle Fälle ein außergewöhnlicher Trip. Trotzdem es 2 Wochen lang ein wirklich anstrengendes Tagesprogramm gab, hatten wir jede Menge Spaß und viele bleibende Eindrücke gesammelt.

Im Social-Web teilen:

Keine Kommentare

Dieser Artikel hat bislang keine Kommentare erhalten.

Entschuldige, vielleicht sind alle Kommentare den Bach runtergegangen oder es hat einfach noch niemand einen Kommentar hinterlassen. :(

Aber du kannst der erste sein, der einen Kommentar hinterlässt !

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *.

Deine Daten

Bitte achte auf eine korrekte Mailadresse. Wir schicken dir gleich eine Mail, um deine Identität zu verifizieren. Dein Eintrag wird erst danach angezeigt.