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Nur 10 Autominuten flußaufwärts der Fulljames Rapids, dort, wo die WM 1999 stattfand, bricht der Waikato River in etwa 20m Breite über 15m in die Tiefe - die Huka Falls.
Befahrungsbericht von Niederwimmer Hansi.

Huka Falls Niederwimmer

Einfahrt bei etwa 60m3/sec Durchflußmenge:
Matze Brustmann (GER) im Vordergrund

Das Wasser am Waikato war noch immer sehr nieder, so kam Hannes auf die Idee, wir könnten ja die Huka Falls fahren. Schnell zu einigen vom deutschen Team, die wir nicht lange überreden mussten, Boote aufladen und los geht’s. Am Parkplatz bei den Huka Falls angekommen, stieg ich mit etwas Bauchweh aus dem Auto aus. Nach unserer ersten Besichtigung der Huka Falls einige Tage zuvor (bei ca. 180 m³) war ich mir sicher, das ich die Falls nicht befahre. Doch zu aller Freude war idealer Wasserstand (60 m³). Da schaut gleich alles anders aus. Armin , Hannes und ich fuhren mit Matze und Günther. Für die Zwei war das zu unserem Glück die dritte Befahrung der Huka Falls. Nach genauer Besichtigung der ungefähr 200 m langen Fälle, bei denen der Fluss um ca. 15m an Höhe verliert, geht’s zur Einstiegstelle

Huka Falls Niederwimmer

Günter Schuppan in der Anfahrt

Die Reihung ergab sich von alleine, zuerst Matze, dann Armin, Hannes, ich und zuletzt Günther. Der Beginn war unter angespannten Nerven einfacher als ich dachte. Die erste Stufe war gut einen Meter hoch, die wir Mitte rechts fuhren, dann ging es in einer leichten Linkskurve zur nächsten Stufe. Hier ist Vorsicht geboten. Nur nicht zur rechten Seite wegtrifften, denn da steht eine mächtige Walze, deren Wasserauslauf in eine Unterspülung läuft. Am besten links über die Steine boofen. Jetzt geht es unter der Brücke durch. Auf Ihr haben sich eine Menge Touristen versammelt.

Huka Falls Niederwimmer

Akrobatik der absoluten Meisterklasse: Günter Schuppan setzt zu einem 180° Spin an, und befährt den Fall Heck voraus!

Die Fließgeschwindigkeit nimmt stark zu, ich steche in ein langes Wellental und durch die Welle hindurch. Schnell ins Kehrwasser an der linken Flussseite, wo Matze, Armin und Hannes schon warten. Günther war knapp hinter mir. Die Anspannung stieg .Ein OK von Tobias, der am Ufer stand, und ich fuhr aus dem Kehrwasser heraus. Ich visierte den linken Rand der Walze vor der Abfallkante an. Mein Gedanke: "die Walze knapp streifen, mit Maximum Speed, und nur nicht hängen bleiben". Bei der Walze angelangt, türmt sich durch die Felsformation eine Welle mit ungefähr einem Meter Höhe vor mir auf. Das ist unser Sprungbrett ins Pool. Einige aggressive Paddelschläge und ich wurde hinauskatapultiert. Es ging alles blitzschnell. Ich spürte, wie ich mit meinem Pyranha Inazone im stark durchschäumten Pool aufschlug. Durch die Luft im Wasser war die Landung butterweich. Ich hörte erst jetzt das Getose des Wasserfalls und im Hintergrund die Jubelschreie der Zuschauer. Ein Blick zurück und mir war klar "ich hab es geschafft !". Mit erleichtertem Herzen paddelte ich zu den anderen und wir jubelten bei Günthers geilen Boof. Mit einem kräftigen Handschlag und einer Umarmung ging eines meiner größten Abenteuer in Neuseeland zu Ende

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