Rodeoboot als Kinderkajak?

Wieder mal was aus dem Nachwuchseck: Macht es Sinn Kids in Rodeoboote zu stecken? - Der Bliss Stick RAD 175 im Test.

TopSiteNews Kinerpaddeln

Jugendpaddeltreffen 2006 in Wildalpen. Vom Kinderboot, über sämtliche Riverrunner bis hin zum Slalomboot waren sämtliche Schifferl im Einsatz - aber kein Rodeoboot der neuen Generation.

Erstaunlich - raten doch einige Hersteller, wie z.B. Dagger, Wave Sport oder Bliss Stick, als Kinderboote EZG, G - Force oder RAD zu verwenden.

Steyr RAD

Im Test der RAD 175 von Bliss Stick

Natürlich versuchen Hersteller, aktuelle Bootstypen anzupreisen, sind sie ja auch in verschiedenen Grössen erhältlich.
Genauso verständlich ist, für den Nachwuchs nicht Boote jenseits der finanziellen Schmerzgrenze zu kaufen, sondern lieber auf verfügbares oder günstigeres Material zurückzugreifen.

Offen bleibt die Frage: Macht es Sinn, die Kids in Rodeoboote zu stecken?

Steyr Max

Kehrwasserfahren ist trotz langsamerer Fahreigenschaften kein Problem. Zumindest wenn es den Kids gelingt, das Boot zu Kanten. Vielleicht muss auch die Kehrwasserlinie etwas deutlicher überfahren werden als im längeren Boot, aber das ist ja nicht unbedingt ein Nachteil beim Lernen.

Salza Bliss

Kleine Surfwellen machen den Kids Spaß. Oft reicht auch schon ein kleiner, überspülter Stein. Im längeren Boot gilt es da oft schneller und kraftvoller zu reagieren, das Rodeoboot ist da etwas gutmütiger und bietet dadurch mehr "Erfolgserlebnisse".

Salza Bliss

Daß die Boote zu langsam wären, konnte nicht bestätigt werden. Vielleicht spielt hier auch das geringere Gewicht eine Rolle, wobei die Boote gar nicht so tief im Wasser liegen.

Salza Bliss

Im Wildwasser bietet der breite Flachboden Stabilität. Die Wendigkeit kommt Kinderkräften entgegen.

Steyr Max

Auf der Kante Halten ist vielleicht das wesentliche Problem. Zumeist gelöst duch Gewichtsverlagerung zur Seite. Auch im Kinderboot fällt's oft nicht leicht, den Oberkörper beim Kanten über dem Boot zu halten, im breiten Stummel wirds nochmals schwieriger.

Steyr Max

Die Einstellungs- und Fittingmöglichkeiten sind ja mittlerweile top. Im RAD 175 fand Max mit seinen 10 Jahren guten Halt. Auch Rollen ist möglich.

Steyr Max

Fazit: Die Meinungen, Rodeoboote als Kinderboote zu verwenden, gehen stark auseinander.
Zumindest der RAD 175 von Bliss Stick hat sich bewährt.
Für Kinder können Mama oder Papa beim Bootskauf also ev. auch ein Rodeoboot in Erwägung ziehen.

b n

Und zum Abschluss noch ein Tip von Burny: Bei Kinderspritzdecken die vordere Griffschlaufe zurückzuschlagen und nochmal am Gurtband anzunähen. So brauchen die Kids nur vorzugreifen und erwischen immer irgendeinen Gurt.

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4 Kommentare

  1. TopSiteNews Kinerpaddeln
    Hans Fraitvor 15 Jahren

    Habe nun schon einige Jahrzehnte als Trainer auf dem Buckel. Persönliche Meinung ist ein Kind in einen langen Boot das Paddeln bei zu bringen. Es ist schneller, läßt sich sauberer kanten, rutscht auch im Wildwasser besser durch. Doch was soll die reine Lehre - es hat sich im Kajaksport so viel geändert was man vor Jahren noch niocht für möglich gehalten hat. Es soll ihnen Spaß machen und die Kids sollen sich im Boot sicher fühlen - sicher können Sie das in jeden Boot

    Hans Frait

  2. no-avatar

    noch ein tip zur spritzdecke (copyright: Ernst Fohrmann): 15-20cm langes stück gartenschlauch, einen hosengummi durchfädeln und das ganze um den süllrand, schlauch vorne. dann die spritzdecke drüber; habs ausprobiert: da geht die engste spritzdecke auf, wenn das boot kentert, auch bei leichtgewichten

    lieber einmal zuviel aufgehen als einmal zu spät
    lgmax

  3. TrustedPaddler

    Wir sind so welche, die nehmen, was halt da ist....
    mit dem Taifun Wanderboot hat sich noch jeder wohl gefühlt.
    www.kajak.at/forums/att/014560.jpg
    Ein zu kleines Kinderboot haben wir bereits vor 2 Jahren verkauft.

    Jedenfalls Toi toi toi den Nachwuchstrainern,
    vieleicht hat unser Michael nächstes Jahr dazu auch Zeit.

    Beste Grüße,

    Stefan
    PS: Helme haben wir mittlerweile auch schon.

  4. TrustedPaddler
    Urschütz Rudolfvor 15 Jahren

    Schade, daß unser Paddelnachwuchs sich immer noch, mit meist nicht kindgerechten Material herumschlagen muß und die "drop- out rate" dementsprechend groß ist.
    Ich bin froh, daß sich in den letzten Jahren einiges getan hat.Ich hab mich selbst als 13- jähriger mit einem k5X und viel zu großer Schwimmweste abgequält.
    Trotzdem kann man sich des Eindruckes nicht erwähren, daß es bei Paddlern und kindgerechter Ausrüstung immer nur ums Geld geht. Der Ehefrau kann man ein Rodeo Zweitschiff oft schlecht verkaufen, aber als Kinderkajak geht es vieleicht durch. Es gibt nämlich ECHTE Kinderkajaks auf dem Markt.Leider nur von einem Hersteller: www.jacksonkayak.com in Österreich vertrieben von der Firma: www.eddy-stuff.com
    Welcher Skipapa oder Mama die nur ein bischen auf sich hält würde Tochter oder Sohn auf alten Firngleitern oder Trickskiern zu Tal schicken??!!

    Lg Rudolf

    Ps.: Mein Sohn träniert zur Zeit noch mit einem Sit on Top im WW schiefer See ist aber auch gerde erst zwei Jahre alt geworden.

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