Galicien im Doppelpack

Bisher hatten Galicien Paddler Glück mit der WW-Saison. Auch wenn es jetzt nach einer längeren Trockenperiode mit Kälte aussieht, so kann es jedoch ziemlich schnell wieder regnen.[br][/br]Ein Bericht über den Río Landro und den Río Sor.

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Zweierpack in Galicien:

Nach dem Unwetter vom 9. und 10. Dezember und erneuten Überschwemmungen in Galicien konnten wir am 16. und 17. Dezember wieder unsere Lieblingsbäche an der Kantabrischen Küste von Lugo aufsuchen.

Schmidt Galicien

Los geht´s auf dem río Landro mit netten Stufen

Der río Landro und der río Sor verlaufen parallel zueinander, die Entfernung zwischen beiden Bächen ist minimal und somit ideal für ein langes Wildwasserwochenende ohne lange im Auto zu sitzen.

Galicien Schmidt

Aber aufgepasst bei Überraschungen

Diesmal sind wir mehr als die üblichen vier Verdächtigen nordgalicischen WW-Paddler, wir werden verstärkt durch einen Basken und einen Kayaker aus Madrid.
Trotz der Nähe zueinander haben beide Flüsse jedoch jeweils völlig verschiedene Charaktere.

Galicen Schmidt

Schöne Kombinationen mit Tücken

Der Landro ist verblockt, hat eine sehr dichte Vegetation und erinnert mehr an einen Urwaldfluss. Dadurch wird eine Befahrung verlangsamt, da immer wieder mit Baumhindernissen gerechnet werden muss.

Galicien Schmidt

Im mittleren Teilstück des Landro

Der Sor dagegen bietet auf seinem glasklaren Wildwasserstück eine reizvolle, offene, glatt polierte Granitschlucht, etwas mehr Wasserwucht, das alles aber bei geringeren Schwierigkeiten als beim Nachbarn Landro.

Galicien Schmidt

Die letzte Stufe durchsaugen lassen

Der Landro wurde erst viermal befahren und beginnt am Einstieg an der Brücke von Xerdiz als Wald- und Wiesenbach. Es folgen 10-15 Minuten warmpaddeln, danach beginnt nach einer Wasserableitung der interessante Teil des Landro. Viele Stellen können auf Sicht gepaddelt werden, doch einige Passagen sollte man schon anschauen. In einem Abfall steckt leider ein enormer Baum, dort ist Umtragen angesagt. Bis auf diesen Umtrager konnten wir den Landro komplett paddeln.

Galicien Schmidt

“Augas Caidas” auf dem río Sor

Die letzte Stufe der Strecke ist gleichzeitig das Kriterium. Ein starker Rücklauf und Auskolkungen laden nicht zum Schwimmen ein. Am besten klappt die Befahrung ohne zu boofen, man muss sich nur einfach unter dem Rücklauf durchsaugen lassen und ploppt dann wieder nach einigen Metern an die Oberfläche.

Galicien Schmidt

Unser Gast in der Schlucht des Sor

Neuer Tag neuer Bach. Von der Mündung des Landro bis zum nördlichsten Punkt Spaniens, der Estaca de Bares, sind es 15 Minuten mit dem Auto. Hier mündet der Sor in das Kantabrische Meer. Die Landschaft am Rande Europas ist schon Grund genug für eine Befahrung. Der Sor ist der letzte der grösseren Flüsse Galiciens ohne eine einzige Wasserableitung. Hoffen wie das dies auch so bleibt. Wie immer gibt es zum Auftakt leichtes Wildwasser zum Aufwärmen.

Galicien Schmidt

Die vorletzte Stufe des Sor

Wenn man links den Wasserfall “Augas Caidas” erblickt, ist man mittendrin in der Schlucht. Der Wasserfall ist einer der landschaftlichen Höhepunkte der Befahrung. Danach folgen einige schöne Stellen und in der Schluchtmitte die schwerste Stufe. Bei hohem Wasserstand sind hier der Rücklauf und fiese Unterspülungen nicht zu unterschätzen. Noch zwei schöne Passagen und leider sind wir schon viel zu schnell am Schluchtende. Unser Paddelbesuch war jedenfalls restlos begeistert von diesem Paddelwochenende. Aitor und Juanjo staunten nicht schlecht über die für sie unbekannten Bäche. Wer hier zum paddeln herkommt sollte auch einen Ausflug zur Steilküste machen, die sich bis zu 600 Meter aus dem Meer hervorhebt.

Galicien Schmidt

Leider geht es ab hier in Richtung Schluchtausgang

Charakter:
Río Landro: verblockt, techisch anspruchsvoller Bach, 5 km. WW 4, Baumhindernisse
Río Sor: offenes Wildwasser, 4 km. WW 3-4 eine Stelle V

Bericht: Thomas Schmidt www.ondabrava.com
Fotos: Thomas Schmidt, Anxo Augusto
weitere Fotos auf der Homepage von Anxo Augusto

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1 Kommentar

  1. TrustedPaddler

    Coole Bilder, sieht ziemlich spannend aus, ist aber n bisl weit weg. Trotzdem großes Lob und weiter so!!

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