Paddeln im Südwesten Australiens, Teil 1

Wo hügeliges Land und Regen ist, so denkt man, müsste es etliche Flüsse zum Paddeln geben. Also machte ich mich mit Sack und Pack nach Perth, West Australien, auf. Das Einchecken am Münchner Airport [...][br][/br][br][/br]Ein Bericht von Christian Minkus

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Wo hügeliges Land und Regen ist, so denkt man, müsste es etliche Flüsse zum Paddeln geben. Also machte ich mich mit Sack und Pack nach Perth, West Australien, auf. Das Einchecken am Münchner Airport verlief überraschend problemlos, aber das "Auschecken" am International Airport von Perth sollte doch eher kompliziert werden.

Da die Australier auf ihrer "Insel" etliche Krankheiten, wie z.B. BSE, nicht haben, inspizieren sie ins besondere Sportgepäck überaus gründlich. Mein Boot und Paddel nebst Paddelklamotten wurde als gefährlich eingestuft, somit musste Alles gründlich in "wohlriechenden" Lösungen getränkt werden. Nach dieser Gratis-Wäsche konnte ich schliesslich den Flughafen verlassen.

Minkus Australien

Ich konnte eine Raftingtour auf dem Lower Murray River begleiten, diese fand jedoch nach Aussage der lokalen Guides bei recht wenig Wasser statt. "Recht wenig Wasser" ist wohl eine gute Umschreibung fuer einen absoluten "Minus-Pegel".

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Der Fluss wurde mir als der steilste, paddelbare Fluss in West Australien angepriesen. Meine Freude auf Gefaelle platzte jedoch nach den ersten der schier endlosen Flachwasser Passagen.
Wie sich später herausstellte, ueberwindet die Strecke von 12km nur einen Hoehenunterschied von 110m. Die "Drops" sind jedoch Dank Grundgestein schön, aber überschreiten WW 3 nicht. Aber das Prädikat "steil" ist für europäische Massstäbe unzutreffend.

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Fuer einen kommerziellen Raftingtrip ist der Fluss gut geeignet. Die Clients bekommen genug Action und bewegen sich in gefahrlosem Terrain. Auf der für australische Verhältnisse sehr kurzen 2 stündigen Rückfahrt nach Perth legten wir eine Pause bei den Serpentine Falls ein. Der von mir erwartete Wasserfall entpuppte sich als recht trockene Rutsche, der gefahrlos geraftet werden kann.

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Auf der Weiterfahrt stellte sich heraus, dass im Umkreis von 500km um Perth es keinen weitere lohnende Wildwasserfluss gibt. Es soll zwar noch einige Flussbetten geben, jedoch seien diese nur alle paar Jahre mit Wasser anzutreffen. Der Begriff "paddelbar" muss also auch unter dem Gesichtspunkt "wasserführend" betrachtet werden.

Laut Wetterbericht soll eine "Schlecht-Wetter-Front" mit viel Regen und starken Gewittern kommen. Ein guter Swell soll angeblich im Gepäck der Front sein.

Text & Bilder: Christian Minkus

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Bootfahren macht Spaß - Momente davon "einzufrieren" auf einem Bild, macht auch Spaß ...Zum Fotografieren nehm ich oft die Paddler her. Freude und Begeisterung, Mut, Respekt & Ehrfurcht ist aus den Gesichtern zu lesen.

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