Playspot der Woche - Campingplatzwelle Wildalpen

Böse Zungen behaupten, die Verschneidungen der Lassing in Fachwerk seien die einzige Spielstelle der Salza. Als jedoch die Wildalpner einen Bagger in den Bach gestellt haben, war plötzlich alles anders...

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Böse Zungen behaupten, die Verschneidungen der Lassing in Fachwerk seien die einzige Spielstelle der Salza. Für Squirtbootfahrer mag dies so auch stimmen. Für all jene, die lieber auf flachen Böden unterwegs sind, haben die Wildalpner einen Bagger in den Bach gestellt, und siehe da, plötzlich war alles anders.

Salza riverstar

Zwar hatte die Sanierung des Kanals zur Folge, dass die „Kanalwelle“ ganz verschwunden ist, zur Versöhnung bekamen wir jedoch eine neue, kleine Welle und eine recht ansehnliche Walze geschenkt…Der Campingschwall ist dadurch zur durchaus erwähnenswerten Spielstelle geworden. Für all jene, die nicht mit den örtlichen Gegebenheiten und Bezeichnungen vertraut sind: Der Campingschwall liegt zwischen den beiden großen Campingplätzen und bildet somit das Ortszentrum von Wildalpen.

Salza riverstar

Die kleine Welle läuft bei einem Pegel von 180cm abwärts. Ab 170cm setzt sich die Welle ein kleines Krönchen auf. Ab 150cm wird sie zu kurz zum Surfen. Sie deckt somit die normalen Sommerwasserstände der Salza gut ab. Sie als echten Freestyle-Spot zu bezeichnen wäre sicherlich vermessen, dafür ist sie zu klein und zu langsam…trotzdem bereitet sie dem freestyle-ambitionierten Fahrer die Möglichkeit an den Basics zu arbeiten. Auf dieser Welle spüren Nachwuchstalente, was es bedeutet, den Boden flach liegen zu lassen, wie sich Schwerpunktsverlagerungen auf die Geschwindigkeit des Bootes auswirken und wie motivierend es sein kann, wenn sich dutzende staunende, gscheitredende, biertrinkende Zuseher am Ufer versammeln. Fortgeschrittene schaffen Spins, Roundhouses, Blunts und Backsurfs, wobei sich diese Moves auf Grund der fehlenden Dynamik der Welle ideal erlernen lassen.

Salza riverstar

Einziges Manko: Einige Meter hinter der Welle liegt ein Stein im Wasser, den man bei einem Kopf-über-exit durchaus erwischen kann. Und auch ohne den Brocken ist nicht viel Zeit zum Rollen, denn bereits 15m hinter der Welle geht’s steil runter und ab in die Walze. Dafür kann man sich nach dem Rollen eine Zehntelsekunde lang Gedanken machen, ob man die linke oder die rechte Kehre nimmt.

Salza riverstar

Die Walze ist bei Mittelwasser (230-200cm) ein recht hinterhältiges Luder, wir wagen jenen, die sie ein „Loch“ nennen, nicht zu widersprechen. Von 190cm abwärts präsentiert sie sich als spielbar, ihr Rücklauf wird schwächer und sie spuckt ihre Opfer bald wieder aus. Was geht?: Anfänger lernen beim Waschgang die Nerven zu bewahren, Cracks wheelen und loopen.

Salza riverstar

Bei Hochwasser (260+) macht die Walze auf und wird eine schöne Welle über die gesamte Flussbreite. Kehren sind trotzdem vorhanden.

Salza playboaters

Salza rivérstar

Waschtag in Wildalpen. Der 10 jährige Nils begleitet von Floh.

Salza riverstar

7 Grad plus, das ist nicht viel,
wenn man zu Pfingsten paddeln will.

Es schifft, der Pegel gibt 330 her,
der Campingplatz wird langsam leer.

Der Steffel hälts dann nicht mehr aus,
er holt sein kleinstes Boot heraus.

Der Campingschwall, der g'hört ihm heit,
bis die Frau zum Essen schreit.

Willi Haberfehlner

Text: Mittermayr Harald
Fotos: www.riverstar.at

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