Kalabrien 2006/2007 Teil 2

Dürr ist in dieses Land im Winter 2006, die Orangen schmecken auch schon ziemlich trocken. Regentänze können wir nicht, also versuchen wir unsere Wünsche auf andere Art zu formulieren! Rasch runter zum LAO, bevor auch dort noch das [...]

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Dürr ist in dieses Land im Winter 2006, die Orangen schmecken auch schon ziemlich trocken. Regentänze können wir nicht, also versuchen wir unsere Wünsche auf andere Art zu formulieren! Rasch runter zum LAO, bevor auch dort noch das Wasser versickert, lautet unser Plan. Wir treffen Walter von Lao Rafting, mangels Kunden lädt er uns zum Capuccino ein und klagt über dieses trockene Jahr, statt Hochsaison im Winter gibt es Niederwasserstände wie im Sommer... Wir lassen uns nicht entmutigen, fahren abends zum Einstieg und finden einen fahrbaren Wasserstand vor, Jubel! Konnten wir voriges Jahr den LAO bei 50cm über der HW Marke nicht fahren, so ist uns heuer dieses KALBRIEN Highlight als Jahresabschlusssfahrt sicher!

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Unser Start am sonnigen Silvestertag wird von etlichen Bewohnern aus LAINO BORGO verfolgt, etwas seicht und zahm präsentiert sich der LAO mit WWII auf den ersten 2km. Aprupt ändert der Bach seinen Charakter, eine verwinkelte, eher unfahrbare Stufe markiert den Eingang zur ersten Klamm!

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Eine mehrere kilometerlange lange, oft enge Klamm mit hunderte Meter hohen Felswänden, leichter Verblockung und bei NW unproblematischen Stufen erreicht bei unserem niedrigen Wasserstand kaum WWIII. Viel Zeit um die fantastischen Eindrücke dieses Baches, der in der landschaftlichen Oberliga von Europas Flüssen mitspielt, zu genießen!

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Italiens höchste Autobahnbrücke mit 400m überspannt diesen Fluss, eines der wenigen Zeichen menschlicher Einflüsse in dieser 16km langen Schluchtstrecke. Landschaftlicher Höhepunkt ist ein 20m hoher Wasserfall von r, ein fotogener Rastplatz nach 1/3 der Strecke, Ziemlich dunkel geht's unter überhängenden Felswänden weiter, bald ist aber wieder ruhigeres Wasser erreicht.

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Ein etwas unübersichtlicher WWIV Katarakt kommt am Ende der Klamm, dann fließt der grüne LAO wieder lange Zeit relativ unschwierig durch eine offene Waldschlucht. In die zweite Klamm münden unzählige kleinere und größere Karstquellen und Bächlein, der LAO ist jetzt schon ein richtiger Fluss! Und da vorne in der Klamm soll irgendwo eine Zwangspassage mit - je nach Beschreibung - 1,5 - 4m hohem Abfall kommen... Naja wird schon nicht so wild werden, wenn hier sogar Rafts runterfahren!

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Rechts oder STOP lautet das Motto bei dieser Stelle, aber das wissen wir noch nicht! Thorsten ist den rechten Schlitz runter, verdammt eng haben sich seine Geräusche angehört, ich bin halbherzig nach, hab den rechten Schlitz verpasst und mich notgedrungen für die breitere linke Gasse entschieden. Ja - da geht’s gut durch, nein, sch... da ist ein Baum, keine Chance durchzukommen, raus aus dem Boot! Mit Riesenglück kann ich mich links in den Kreisel vor dem Baum retten und aus der Falle rausklettern. Am liebsten hätte ich diese Aktion dezent verschwiegen, lehrreich war’s trotzdem! Ein über lange Strecken eher unschwieriger Fluss, 15 Jahre alte Beschreibungen und das Vertrauen, dass auch Rafts da runterfahren, haben uns leichtsinnig werden lassen... Fakt ist, dass vor Jahren ein Erdbeben diese Stelle gefährlich verändert hat und diese Zwangspassage von den Locals wegen gefährlicher Unterspülungen nicht mehr gefahren wird! Fixseile sind am l Ufer montiert, sobald diese sichtbar sind, sollte sofort angehalten und die Schlucht 30m hoch und 100m weit umtragen werden, bei mehr Wasser ist das keine einfache Aufgabe... Tja, aktuelle Internet-Flussbeschreibungen und Gefahrenhotlines sind schon ein Hit, leider gibt es die noch nicht in Kalabrien!

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Nach einer im wahrsten Sinn stürmischen Silvesterfeier wagen wir uns am Neujahrstag nur an den LAO MITTELLAUF. Wir erforschen noch die Flüsse ARGENTINO, ABATEMARCO und MINGARDO, leider überall zuwenig Wasser, besonders der MINGARDO wäre noch interessant gewesen!

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Eine Nacht mit Hagelsturm lässt Kalabrien noch kälter werden, 50cm Neuschnee auf den Bergen, davon träumen unsere Skigebiete zuhause nur, aber wir haben keine Flüsse mehr - es ist zu kalt... Noch ein letztes Lagerfeuer, dann verlassen wir dieses schöne Land mit seinen Hügeldörfern. 2005 extremes HW, 2006 extremes NW und trotzdem - Spaß hat’s gmacht und vielleicht gibt’s ja 2007 MW und 20°C?!

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Kalabrien 2006/2007

5 Kommentare

  1. no-avatar

    Schön, dass wieder eine weitere Folgen von Kalabrien da ist! Sind richtig schöne Fotos geworden, aber der Bericht ist natürlich auch toll! Ich hoffe, dass die nächsten Jahre weiter nach Kalabrien gefahren wird und munter Berichte geschrieben werden. Ich freue mich auf weitere Folgen!!
    Gruß Marcel

  2. no-avatar

    ich mag auch wieder hin!! - wunderschön dort.
    lgmax

  3. no-avatar

    Lieber Peter,

    schade dass der Kalabrientrip schon vorbei ist denn sonnst ....:-)

    Mal schauen ob die Übertragung jetzt funktioniert

  4. no-avatar

    Super schoener Bericht Peter!

    Freu mich schon auf zahlreiche Angebote zum Autowaschen;-)

    Erklaerung zum Bild neben der Autobahnbruecke:
    Der Peter hat den Flussgott angebetet, auf dass er zu Bier lassen werde, was da so erfrischend von oben runter plaetschert!

    LG
    Mone

  5. no-avatar

    leider is kalabrien etwas zu weit weg fur uns .
    aber en deutschland finden wir auch schone strecken nur nicht so warm .
    wir padddeln uns einfach mal warm .
    aber ihr habt einfach gluck das es fur euch nicht so weit ist nach kalabrien.

    frgr erik eradus

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