Fulminantes Staatsmeisterschaftsfinale in Lienz

Österreichs Meister und Staatsmeister im Kajak Freestyle wurden am Samstag auf der Drau in Lienz gekürt. Peter Csonka holte den Rodeo-Sieg. [br][/br][url="http://kajak.at/202/Dolomitenrodeo_2008_II.html?selWeiter=weiter&selID=375b6462-dba8-49ee-97de-ac1abb89dd5e"] >>> Rodeo-Fotos I[/url][br][/br][url="http://kajak.at/202/Dolomitenrodeo_2008_I.html?selWeiter=weiter&selID=04320e39-7f36-4686-a599-d7db4318de32"] >>> Rodeo-Fotos II[/url][br][/br][url="http://kajak.at/202/Pappbootrennen_in_Lienz_2008_II.html?selWeiter=weiter&selID=e30aa9a3-f8e9-4872-b53c-a2ec120fe867"] >>> Pappboot-Fotos I[/url][br][/br][url="http://kajak.at/202/Pappbootrennen_in_Lienz_2008_I.html?selWeiter=weiter&selID=ccd28719-bf72-4403-84f2-e0cfdf4ea452"] >>> Pappboot-Fotos II[/url]

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Österreichs (Staats)meister im Kajak Freestyle sind gekürt. Auf der Drau in Lienz fiel am Samstag die letzte Entscheidung. Daniel Steidl holte den Titel bei den Junioren. Michi Strömer kämpfte sich mit dem dritten Platz hinter Martin Koll und Peter Csonka auf Platz zwei der nationalen Wertung vor.

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Quelle: judie

Seriensieger Peter Csonka beim Luftangriff auf die Drauwalze

"Wir starten in einer Minute, oder drei, oder fünf, oder vielleicht auch sieben...", jedenfalls beinahe pünktlich eröffnete Sprecher Andreas "Oatex" Ortner Samstagmittag am Ufer der Drau das neunte Dolomitenrodeo. 31 Teilnehmer aus vier Nationen waren zum entscheidenden Lauf der ersten Österreichischen Staatsmeisterschaft nach Lienz gekommen. Die Sonne steuerte einen heißen, regenfreien Sommertag bei, die Drau einen guten Wasserstand für die Walze. Beste Voraussetzungen also für ein fulminantes Rodeo-Finale.

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Zur Anmeldung bitte...Im Schatten war's gemütlich

Den Anfang übernahmen diesmal die Junioren, die keinen Zweifel offen ließen, dass in der Walze ein wahres Feuerwerk an Moves möglich ist. Cartwheels und Loops in allen Variationen brachten die zahlreichen Zuschauer zum Staunen. Allen voran der junge Deutsche Jakob Ehrl, der mit Air- und Back-Loops keinen Zweifel daran ließ, dass der Weg zur Lufthoheit über Lienz nur über ihn führen würde. Aber auch die jungen Österreicher Daniel Steidl, Moritz Schneck, Marcel Bloder und Fabian Quasthoff bewiesen ihr Können in der Walze.

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Hatte eine Rechnung zu begleichen: Junior Marcel Bloder

Weniger gut gelang das den heimischen Damen. Nach dem Vorlauf war deutlich, dass das Finale jedoch ohne Österreichische Beteiligung über die Bühne gehen würde. Paula Gruber und Judith Prechtl schieden als Viert- und Füntplatzierte nach der Quali aus dem Rennen. Umso hochkarätiger war mit Nina Halasova, Ingrid Schlott und Deb Pinninger die Besetzung des Head-to-Head.

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Vladimir CakoDeb Pinninger

13 Österreicher, drei Slowaken und drei Deutsche matchten sich bei den K1-Herren zunächst um den Einzug ins Halbfinale. Überragt wurden die Vorläufe von den spektakulären Läufen des Wahl-Augsburgers Martin Koll, der sich nicht umsonst beim Publikum den Beinahmen "Supermario" einhandelte. Sprecher Oatex sorgte zwischenzeitlich für leichte Verwirrung und ließ die Teilnehmer wissen, dass in Lienz nichts unkommentiert bleibt. Besonders zu spüren bekam dies Rodeokaiser Michi Strömer, der seitens der Wasserrettung unter besondere Beobachtung gestellt wurde. Ins Halbfinale schafften es schließlich die fünf Österreicher Jan Gatterer, Flo Zauner, Georg Tschojer, Christoph Hesse und Michi Strömer, Philipp Beck und Martin Koll (beide GER) sowie Jan Rusnak, Vladimir Cako und Peter Csonka (alle drei SVK).

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17 Teams waren beim Pappbootrennen am Start

Am frühen Nachmittag war es schließlich Zeit für den Stapellauf beim Teva-Pappbootrennen. 17 Teams hatten in etwa dreistündiger Bauzeit im Draupark neben der Welle an ihren Booten gebastelt und geklebt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ein Schwan, eine Blumenwiese, ein schwimmendes Wohnzimmer samt TV-Gerät, Drachen, ein echtes Schiff, Trojanische Pferde und sogar ein politisches Gesamtkunstwerk wurden nach der Reihe zu Wasser gelassen. Bis zum Start hatte sich das Ufer der Drau mit zahlreichen Schaulustigen bestens gefüllt und wartete gespannt auf die Show der sinkenden Schiffe. Kriterium war wie schon im Vorjahr die Walze, die einige Teilnehmer zu mehr oder weniger freiwilligen Surfeinlagen zwang. Nicht wenige hatten in diesem Kampf keine Chance und landeten Rücklings im kalten Wasser oder versanken langsam in den Fluten. Das Publikum belohnte den unerschrockenen Mut der Pappkapitäne mit viel Jubel und rasendem Applaus.

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Nur wenig später ging es für die K1-Herren wieder zur Sache. Martin Koll und Peter Csonka fixierten ihre Favoritenrolle, aber auch Philipp Beck holte einige Asse aus dem Ärmel und qualifizierte sich fürs Finale. Michi Strömer und Christoph Hesse konnten ebenfalls ins Finale einziehen und machten es im Kampf um Platz zwei und drei der Staatsmeisterschaft noch einmal richtig spannend.

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Airshow: Martin Koll dominierte die Vorrunden

Im Kampf um die Titel durften wieder als erste die Junioren ins Wasser. Als Erster schied Vorjahres Junioren-Meister Fabian Quasthoff aus Graz aus dem Rennen aus. Im nächsten Run folgte sein Vereinskollege Moritz Schneck der damit auch die Hoffnung auf den Meistertitel aufgeben musste. Marcel Bloder aus Knittelfeld hatte nach den beiden Graz-Rodeos noch eine Rechnung offen, die er in Lienz begleichen konnte. Mit souveränen Läufen zeigte der junge Steirer, dass auch er um die vorderen Plätze mitpockern kann. Daniel Steidl und Jakob Ehrl kannten jedoch keine Gnade und loopten sich in den Finallauf. Steidl, der nach dem Ausscheiden von Bloder den Meistertitel bereits sein Eigen nennen konnte, legte vor. Dominator Ehrl, in Graz bereits einmal im Head-to-Head als Favorit gescheitert, zog diesmal souverän nach und machte den Sack mit einer wunderbaren Kombi Loop und Backloop zu. "Whouuu!" machte das Publikum und traute wenigen Sekunden später seinen Augen nicht, als die beiden Youngsters gemeinsam zum länderübergreifenden Synchron-Loop in der Drauwalze ansetzten. Der unumstrittene Move des Tages.

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Junges Duo: Jakob Ehrl und Daniel Steidl loopten im Duett

Die Damen waren im Finale, aufgrund der geringen Teilnehmerinnenzahl, nur zu dritt am Start. Der Spannung tat dies keinen Abklang, denn eine deutliche Favoritin konnte unter den Finalistinnen Nina Halasova, Ingrid Schlott und Deb Pinninger vorab kaum einer ausmachen. Runde Eins brachte schließlich das "Aus" für Ingrid Schlott. In Runde Zwei wheelte sich Pinninger, vorbei an Halasova, aufs Siegerpodest.

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"Chief of the Day" oder der Mann mit dem breitesten Lächeln Osttirols: Georg Tschojer

Runde Eins im Herren-Finale brachte zunächst die Entscheidung in der Staatsmeisterschaft. Christoph Hesse zog den Kürzeren, während Michi Strömer weiter im Rennen blieb und die 25 Punkte für den besten Österreicher einstreifen konnte. Durch die Streicherregelung bei Punktegleichstand, konnte der Kaiser somit dem nicht anwesenden Beni Kraler den zweiten Platz noch abnehmen und hinter Daniel Herzig aufs Meistertreppchen kraxeln.

Im Kampf um Platz vier des Dolomitenrodeos musste Philipp Beck das Kehrwasser räumen, Platz drei ging an Vize-Staatsmeister Strömer. Gespannt wartete nun alles auf den großen Finallauf. "Supermario" Koll hatte in den Vorläufen klar dominiert und war damit ebenso in der Favoritenrolle wie Vizeweltmeister Csonka. Der Slowake griff jedoch noch einmal tief in seine Trickkiste und demonstrierte dem begeisterten Publikum seine Klasse.

>>> Ergebnisse Dolomitenrodeo

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Flying Juniors: Jakob Ehrl und..... Österreichs Junioren Meister Daniel Steidl

Die Siegerehrung hatten die Organisatoren vom OKC gleich im Anschluss an den Bewerb direkt an der Welle auf die Beine gestellt – ein perfekter Rahmen, um die heurige Rodeo-Serie gebührend ausklingen zu lassen. Bei Getränken, Würschteln und äußerst leckerem Fleisch von Grillmeister Laibl ging es – bei einigen langsam, bei anderen schnell – ins Feiern über. In Sachen Partywertung hielt sich die Teilnehmerzahl in Lienz in Grenzen. Während die Jugend die Innenstadt auf den Kopf stellte, tummelte sich eine Handvoll älterer Semester im Wah. "Die Rodeo-Szene schwächelt", analysierte Organisator Thomas "Zimml" Zimmermann das Partygeschehen zu früher Morgenstund und nahm die Sache selber in die Hand. Der Sieg blieb damit beim OKC unter Beteiligung des ATSV Salzburg...

INFO WELTCUP

Wer im August an einem oder mehreren der Weltcup-Rodeos in Prag, Augsburg und Thun teilnehmen will, sollte sich umgehend bei Freestyle-Koordinator Michi Strömer stroemer[ät]stroemer[punkt]at melden. Voraussetzung ist eine Platzierung in der Österreichischen Meisterschaft bzw. Staatsmeisterschaft. Bitte Geburtsdatum und Telefonnummer bekannt geben. Nähere Infos folgen nach der Anmeldung.

Text: Judith Prechtl
Web-Tipp: Osttiroler Kajak Club

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Kajak Freestyle 2008

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