Grönland-Expedition: "Es ist traumhaft"

Fjorde, Eisberge, dicke Forellen und unbekanntes Wildwasser - eine gute Woche sind Olaf Obsommer, Manuel Arnu, Markus Hummel, Jerad Meehan und Florian Dillier in Grönland unter-[br][/br]wegs. Die erste Befahrung liegt hinter ihnen, nun wartet die grön-[br][/br]ländische Kajakmeisterschaft.

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Quelle: Marshall & Simon Tapley Ali

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Quelle: Marshall & Simon Tapley Ali

Weite Fußmärsche ins Ungewisse am QuinguaSieben Kilometer konnte das Team dort paddeln

"Prima geht's uns", sagt Olaf Obsommer am Montagnachmittag am Telefon. "Wir sind vom ersten Fluss, dem Quingua, zurückgekommen." Der Fluss in der Nähe des Flughafens Narsarsuaq ist bereits im Vorjahr von Simon Tapley und Ali Marshall befahren worden. Die beiden Briten machten sich damals in einem dreitägigen Fußmarsch über einen Pass auf zum Fluss um dort festzustellen, dass er nicht fahrbar ist. Das Expeditionsteam rund um Olaf hat deshalb einen anderen Weg gesucht und ist die Sache von unten angegangen. "Wir sind zwölf Kilometer den Fjord hochgepaddelt und haben vier Kilometer landeinwärts getragen und unsere Zelte aufgebaut. Von dort sind wir etwa zwölf Kilometer den Fluss hoch gelaufen, wobei wir dann ebenfalls feststellen mussten, dass ein Großteil der angedachten Stellen unfahrbar war. Wir haben daher einen Großteil der Strecke wieder zurückgetragen und sind nur die letzten sieben Kilometer gepaddelt." Im Moment weilt das Expeditionsteam wieder in Narsarsuaq, einem Flughafen an dem es außer einem Hostel noch ein Pub einen Shop und sonst nichts mehr gibt.

Olaf Obsommer: Erster Fluss


In der kommenden Woche stellt sich das Expeditionsteam einer besonderen Herausforderung. In Quatoroq, einer größeren Siedlung etwa 60 Kilometer weiter südlich, finden die Grönländischen Kajakmeisterschaften statt. "Da freuen wir uns schon sehr drauf, das wird bestimmt lustig", sagt Olaf. Was die Jungs dort erwartet? "Ich glaube die lustigsten Eskimotiertechniken die man sich vorstellen kann. Ich glaube auch, dass wir keine Chance haben einen Platz zu machen, weil die hier wirklich gut sind", schätzt Olaf. Gerollt wird in Grönland übrigens auch auf Seilen, Trockenübungen sozusagen...

Olaf Obsommer: Kajakmeisterschaften



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Der Besuch der Meisterschaften ist für das Expeditonsteam ein schöner Kontrast zum übrigen Programm. Dieses kann sich jedoch ebenfalls sehen lassen. "Wir haben schon toll geangelt, ein paar dicke Forellen rausgeholt und zahlreiche Eisberge passiert. Die Landschaft ist hier ziemlich wild und ursprünglich. Ein bisschen rauer noch als Norwegen aber ähnlich - nur ein bisschen karger und wilder", sagt Olaf.

Olaf Obsommer: Grönland


Wettertechnisch kann sich das Team derzeit nicht beklagen. "Wir ham auch schon Sonnenbrand. Es bläst ein leichter Wind, so sind die Moskitos gar nicht so ein Problem. Wir sind eigentlich guter Dinge und haben ne schöne Zeit. Ist echt toll hier", sagt Olaf, der nicht nur wegen des Wildwassers ins Schwärmen kommt. "Wir hätten schon gerne auch ein Seekajak mit. Ich glaube zum Seekajakfahren ist es noch viel schöner als zum Wildwasserfahren weil man keine Einschränkungen hat. Hier sind wir auf die paar Flüsse limitiert, die es hier gibt. Mit dem Seekajak kannst du einfach am Meer um die Inseln rum fahren. Das ist echt traumhaft!"

Olaf Obsommer: Kajakfahren


Für etwas Unruhe vor Ort sorgen derzeit Meldungen über Eisbären. "Eigentlich gibt es hier im Süden keine Eisbären, aber gestern wurden wohl sieben oder acht Eisbären gesichtet die auf großen Eisbergen irgendwie runter gekommen sind", sagt Olaf. "Wir hoffen, dass das nur ein Gerücht ist und werden mal abwarten..."

Olaf Obsommer: Eisbären


Text: Judith Prechtl
Web-Tipp: Blog Ali Marshall & Simon Tapley

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Grönland Expedition 2008

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