Kajakabenteuer in Grönland: den Isortoq im Visier

Olaf Obsommer meldete sich am Wochenende aus Grönland bei der kajak.at Redaktion. Nach zwei Wochen und der Befahrung des Quingua stand in der vergangenen Woche die Grönländischen Eskimotiermeisterschaft am Plan. Nun geht es wieder selbst ins Wasser - der Isortoq wartet.

no-avatar

Seit über zwei Wochen sind Olaf Obsommer, Manuel Arnu, Markus Hummel, Jerad Meehan und Florian Dillier in Grönland unterwegs. Auf den Spuren der beiden Briten Ali Marshall und Simon Tapley erkundet die Expedition einige Flüsse im Südwesten der Insel. Nach der Befahrung des Quingua stand in der vergangenen Woche bei der Grönländischen Eskimotiermeisterschaft "Kajak-Kulturprogramm" am Plan.

"Die Grönländischen Kajakmeisterschaften sind doch sehr traditionell", sagt Olaf Obsommer am vergangenen Samstag. "Man darf gar nicht in anderen Booten teilnehmen." Demnach beschränkte sich das Expeditionsteam aufs Zusehen bei den einzigartigen Wettkämpfen. "Es war schon super anzusehen", sagt Olaf. "Es gibt etwa dreißig verschiedene Eskimotiertechniken. Die Spektakulärsten waren wohl mit einem großen Stein in der Hand oder mit verschränkten Armen. Das war doch sehr unterhaltsam für uns."

grönland olaf

Quelle: fatcatslatestnews.blogspot.com

Vor einigen Wochen nahm eine britische Expedition den Isortoq schon einmal ins Visier. Mehr dazu unter fatcatslatestnews.blogspot.com

Seit Samstag ist das Team nun unterwegs zum nächsten Kajak-Abenteuer. Etwa zwölf Tage wird das Team am Isortoq unterwegs sein. Vor einigen Wochen entdeckte dort bereits ein britisches Team rund um Simon Tapley und Ali Marshall paddeltechnisches Neuland. "Von ihnen haben wir allerhand nützliche und hilfreiche Informationen bekommen", sagt Olaf. "Sie sind den Oberlauf gefahren. Den letzten Canyon, die letzten sechs Kilometer haben Sie wieder getragen, jetzt sind wir mal gespannt was uns da erwartet."

grönland isortoq

Quelle: fatcatslatestnews.blogspot.com

Vorerst werden die Fünf zu Fuß unterwegs sein, um zum Einstieg zu gelangen. Vier oder fünf Tage lang müssen Boote, Verpflegung und Co. flussaufwärts getragen werden. Was fehlt ist das perfekte Wanderwetter. "Jetzt hat es sich grade ein bisschen eingeregnet und wir hoffen, dass wir doch noch mal ein wenig Sonne bekommen", sagt Olaf der von der klaren Sicht bei gutem Wetter begeistert ist. "Dadurch kommen einem die ganzen Entfernungen viel näher vor als es eigentlich ist. Es kommt dann schon vor, dass man denkt, das sind doch nur zwei oder drei Kilometer bis zur anderen Fjordseite, in Wirklichkeit ist es dann aber doppelt oder dreimal so weit."

Vor der Meisterschaft hatte das Team noch Gelegenheit zwei weitere Flüsse zu erkunden. "Die waren leider beide trocken, da war zu wenig Wasser drin. Allerdings konnten wir da paradiesische Angelmöglichkeiten finden", schwärmt Olaf. "Allerdings war dort auch erstmals so eine Mückenplage von biblischem Ausmaß."

Text: Judith Prechtl
Web-Tipp: Blog Ali Marshall & Simon Tapley

Im Social-Web teilen:

Grönland Expedition 2008

Keine Kommentare

Dieser Artikel hat bislang keine Kommentare erhalten.

Entschuldige, vielleicht sind alle Kommentare den Bach runtergegangen oder es hat einfach noch niemand einen Kommentar hinterlassen. :(

Aber du kannst der erste sein, der einen Kommentar hinterlässt !

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *.

Deine Daten

Bitte achte auf eine korrekte Mailadresse. Wir schicken dir gleich eine Mail, um deine Identität zu verifizieren. Dein Eintrag wird erst danach angezeigt.