Kanupolo Weltmeisterschaft

Hochprofessionell ging in der letzten Woche die Kanupolo WM im kanadischen Edmonton über die Bühne. Für die Deutschen Teams verlief es nicht ganz wie erwartet. Tobias Nietzold kehrte jetzt aus Kanada zurück.

TopSiteNews Deutschland

Hochprofessionell ging in der letzten Woche die Kanupolo WM im kanadischen Edmonton über die Bühne. Für die Deutschen Teams verlief es nicht ganz wie erwartet. Mit einem positiven "diese Erfahrungen kann uns niemand mehr nehmen", kehrt Tobias Nietzold jetzt zurück aus Kanada.

Es war die bereits die achte Kanupolo-WM bei der sich die weltweite Elite des Kanupolosports traf. Nach Sheffield/ England 1994, Adeleine/ Australien 1996, Aveiro/ Portugal 1998, Sao Paulo/ Brasilien 2000, Essen/ Deutschland 2002, Miyoshi/ Japan 2004 und Amsterdam/ Niederlande 2006 war 2008 das wunderschöne Edmonton/ Kanada Ort des Geschehens. Insgesamt traten dort 24 Nationen in drei verschiedenen Klassen gegeneinander an, um den begehrten Titel des Weltmeisters 2008 zu erkämpfen. Auch Deutschland präsentierte sich mit einer schlagfähigen Truppe, die in allen drei Klassen (Herren, Damen und Herren-U21) antrat. Nach den Erfolgen im letzen Jahr (alle Teams im Finale: Damen Platz 1, Herren Platz 2, Herren-U21 Platz 2) galt Deutschland als einer der Favoriten und die Erwartungen waren dementsprechend hoch.

Kanupolo Nationalmannschft Edmonton

Quelle: Birgit Koerber

v.l.n.r. (siehe Gesichter): Holger Konrad (Manager), Ralf Budde (Schiri), Swantje Körber (Schiri), Bernd Herrgottshöfer (Schiri), Margret Neher, Robert Pest, Stefanie Esser, Elena Gilles, Regina Weinberger, Robin Pechuel-Loesche, Ina Bauer, Tanja Manegold, Jean-Pierre Kassler, Kai Berner, Alexandra Bonk, Erik Schmitz-Elvenich (Trainer Damen), Tonie Lenz, Jens Körber (Trainer U21-Herren), Tobias Nietzold, David Wollborn, Sören Kraemer, Nils Hildesbrandt, Jonas Vieren, Lukas Richter, Niklas Geib, Dennis Witt, Holger Weinrich, Björn Zirotzki, Thomas Fricke (Trainer Herren), Jakob Hunsen, Robby Densch

Nach einem guten Start der Teams war allerdings etwas Pech und vielleicht auch Nervosität im Spiel und die Herren verschlug es in der Gruppenwertung auf Platz 4, wodurch sie nur noch die Möglichkeit hatten um Platz 7 und 8 zu spielen, wo sie sich dann jedoch gegen die Neuseeländer mit 5:3 durchsetzen konnten.
Bei den U21-Herren war etwas mehr Glück im Spiel. Sie schafften es ins Halbfinale gegen Großbritannien, haben dieses allerdings mit 3:1 an die Briten abgegeben, wodurch sie gegen Italien um Platz 3 und 4 spielten. Dort sah erst alles so sicher aus. Nach Ende des Spiels stand es 1:1 und es ging in die Verlängerung. Aber auch nach zwei mal drei Minuten Nachspielzeit stand es immer noch unentschieden und so wurde das Spiel durch Penaltyschießen entschieden. Eigentlich eine Stärke der Deutschen, jedoch hatten in dem Spiel die Italiener die besseren Nerven und so konnten sie das Spiel am Ende doch mit 5:2 für sich entscheiden.

Kauplo WM  Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Finale der Herren: Frankreich gegen Niederland, wobei wieder einmal die Niederländer ...ihre Spielerische Qualität bewiesen und den Weltmeistertitel für sich einheimsten.

Einzig die Damen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Im Halbfinale besiegten sie die Französinnen souverän mit 4:2. Einziges Hindernis waren die Hauptrivalen aus Großbritannien. Nach einem packenden Finale entschied das Britische Nationalteam das Spiel mit 4:3 für sich und durfte als bestes Team der Welt 2008 nach Hause fahren.

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Spiel Nr. 12: Deutschland – Japan; 3:2

Weltmeister 2008 der Herren sind vor den Franzosen die Niederländer. Bei den U21-Herren musste sich Frankreich ebenfalls geschlagen geben, dieses mal gegen die Engländer. Erfolgreichste Nation in diesem Jahr war somit Großbritannien mit zwei ersten und einem sechsten Platz in der internationalen Spitze.

Alle weiteren Platzierungen sind wie folgt:

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: http://www.2008worlds.ca

Doch nicht nur die Spiele hatten sich in sich, auch das Spiel- und Trainingsgelände konnten sich sehen lassen. Das Trainingsgelände befand sich ca. eine halbe Busstunde von der Unterkunft im so genannten „Rundle Park“, süd-östlich des Zentrums von Edmonton, statt.

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Gelegen in eine wunderschöne grüne Landschaft mit kleinen Seen, vielen Bäumen und drumherum den markanten Nadelwäldern Kanadas, standen insgesamt vier Spielfelder zum Training zur Verfügung. Jede Nation hatte zwei festgelegte Trainingszeiten am Tag, wobei entweder noch untereinander einige kleine Fehler ausgemerzt wurden oder bereits erste Trainingsspiele gegen andere Nationen stattfanden.

Die Unterkunft war in der Lister Hall, einem riesigen Wohnkomplex der „University of Alberta“. Von dort aus dauerte es zum Spielgelände nur 3 Minuten mit dem Bus, welcher in regelmäßigen Abständen extra nur zwischen der Unterkunft und dem Spielgelände im Hawrelake Park pendelte.Besprechung der Japaner beim Training im „Rundle Park“.

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Der „Hawrelake Park“ bietet eine perfekte Location und präsentiert sich kanufreundlich.Der „Hawrelake Park“ liegt im Naherholungsgebiet von Edmonton und lockt somit immer wieder Schaulustige und Ausflügler an die Spielgelände. Die Spielstätte selbst bietet insgesamt 4 Spielfelder und 7 Warmup-Tore. Eingebettet in den riesigen Park bietet die Location ein perfektes Umfeld und viel Platz für die Austragung der WM.Zum Aufenthalt der Teams über den Tag wurde eine riesige Zeltstatt aufgebaut, in der jede Nation ihr eigenes Zelt hat.Am Mittwochabend vor der WM fand dann die offizielle Eröffnung der WM statt. Die Teams marschierten nacheinander in das Amphitheater des „Hawrelake Park“ ein.

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

KanupoloWM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Einzug der deutschen Nationalmannschaft ins ......Amphietheater der „Hawrelake Park“.

Während der offiziellen Eröffnung wurden die teilnehmenden Nationen von Angehörigen der ICF offiziell willkommen geheißen und es gab musikalische sowie tänzerische Showeinlagen. Höhepunkt war die Aufführung der „Yellow-Ribbon-Dancers“, einer indianischen Tänzergruppe, die ihre traditionellen Gesänge und Tänze dem Publikum präsentierten.

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Die „Yellow-Ribbon-Dancers“ brachten den Spielern die Traditionen und den Geist Kanadas näher.

Auch wenn die Ergebnisse aus deutscher Sicht teilweise leider hinter den Erwartungen zurückblieben, war es eine sehr gelungene Weltmeisterschaft in einem Land, das sehr offen und gastfreundschaftlich ist. Wie kann es auch anders sein, wenn die ganze Polowelt zu Gast im Land des Kanus ist… ;)

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Kanupolo WM Edmonton

Quelle: Tobias Nietzold

Finale Frankreich – NiederlandeSieg der Briten im Finale gegen die deutschen Damen

Kanupolo WM Logo

Quelle: www.2008worlds.ca

Der Eisbär ist das bekannteste Symbol des Nordens und steht seit Jahren auf der Liste für bedrohte Tierarten. In der Sprache der Inuit, den Begründern des Kajakfahrens, ist der Eisbär der Nanook. Was liegt da bei einer solchen WM im Ursprungsland des Kanusports näher, als den Nanook als Maskottchen auszuwählen.







Text: Tobias Nietzold
Web-Tipp & Ergebnisse: www.2008worlds.ca

Im Social-Web teilen:
TrustedPaddler
Ausgebildeter Physiker, Redakteur, Herr über Tausend Zeilen Code auf 4-Paddlers.com und spätberufener zugereister Paddler aus Augsburg.

Keine Kommentare

Dieser Artikel hat bislang keine Kommentare erhalten.

Entschuldige, vielleicht sind alle Kommentare den Bach runtergegangen oder es hat einfach noch niemand einen Kommentar hinterlassen. :(

Aber du kannst der erste sein, der einen Kommentar hinterlässt !

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert mit *.

Deine Daten

Bitte achte auf eine korrekte Mailadresse. Wir schicken dir gleich eine Mail, um deine Identität zu verifizieren. Dein Eintrag wird erst danach angezeigt.