Wasser satt in Ivrea

Am Dienstag wurde im italienischen Ivrea die Regatta-Weltmeisterschaft im Wildwasser-Kanu eröffnet. Nach großem Hochwasser sind die Wettkampfstrecken nach wie vor anspruchsvoll. Österreichisches und Deutsches Team hoffen auf Medaillen.

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Am Dienstag wurde im italienischen Ivrea die Regatta-Weltmeisterschaft im Wildwasser-Kanu eröffnet. Nach großem Hochwasser sind die Wettkampfstrecken nach wie vor anspruchsvoll. Österreichisches und deutsches Team hoffen auf Medaillen.

Ivrea im Piemont ist derzeit Schauplatz der Weltmeisterschaften der Kanu- Wildwasserrennsportler auf der schwierigen Strecke der Dora Baltea. Dienstagabend wurde die WM offiziell eröffnet. Wie schon bei den letzen Weltmeisterschaften im tschechischen Karlsbad befindet sich das Ziel der diesjährigen Strecken mitten in einer Stadt, der malerischen und traditionellen Metropole Ivrea am Fuße des Aostatales in Italien.

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Ivra Manuela Gawehn

Fotos oben: Normal Wasserstand (www.ivrea2008.it/Damiano Levati) und Hochwasser der letzten Tage (Manuela Gawehn) in Ivrea.

Ivrea Hochwasser

Starker Regen hatte in der Vorwoche für ein großes Hochwasser auf der Rennstrecke gesorgt. Die Sprintstrecke ist mittlerweile fahrbar, aber der Wasserstand ist immer noch hoch. Durch die starken Regenfälle ist ein weiteres Absinken des Wasserstandes nicht mehr zu erwarten. Für Österreich Günther Briedl (Forelle Steyr), Harald Hudetz, Manuel Filzwieser und Gerhard Schmid (alle Kajak-Verein Klagenfurt) an den Start und werden Österreich gebührend vertreten. Die Erwartungen sind besonders in den Mannschaftsbewerben sehr hoch, wo sogar eine Medaille möglich ist. Auf der Langstrecke in Ivrea konnte Gerhard Schmid im Vorjahr beim Weltcup den sensationellen 4.Platz belegen und hat sein Augenmerk in der Vorbereitung auf diesen Bewerb gelegt.

Foto unten: Farbenfrohe Eröffnung der WM / Manuela GawehnFoto: Unfahrbare Strecke zu Wochenbeginn / Manuela Gawehn

Eröffnungsfeier Wm 2008 Ivrea

Auch die deutschen Wildwasserkanuten sind wieder einmal bestens aufgestellt und werden versuchen an die großartigen Erfolge (3x Gold, 4x Silber, 4x Bronze) der letzten Weltmeisterschaft anzuknüpfen. Erstmalig werden bei dieser WM auch Mannschaftswettkämpfe im Sprint ausgetragen, bei denen jeweils drei Sportler in jeder Kategorie, die technisch sehr anspruchsvolle 350 Meter lange Strecke gemeinsam bewältigen müssen. "Auf dieser selektiven Strecke heißt es zunächst einmal überhaupt mit allen drei Sportlern das Ziel zu erreichen, die Ergebnisse kommen dann von alleine" sind sich die Sportler einig. Bereits beim Mannschaftstraining nach den Qualifikationen in Ivrea konnte man sehen, wie gut die Nationalfahrer mit der Strecke zurechtkamen.

Deutschland Wildwasserrennsport Kader

Foto: Die Deutsche Nationalmannschaft / Manuela Gawehn

Im K1 Team sind Tobias Bong (Rhein Kanu Club Köln), Stephan Stiefenhöfer (Blau Weiss Köln), Sebastian Verhoef (Blau Weiss Köln), Niels Verhoef (Blau Weiss Köln) und Benjamin Theek (Oberkasseler Wassersport Verein) am Start.
Normen Weber (Faltbootfreunde Brühl), Julian Rohn (Kanu Gesellschaft Celle), Dominik Pesch (Faltbootfreunde Brühl) und Martin Ulrich (Kanu Club Delphin Siegburg) treten im C1 an. Mit Uli Andree – Patrick Driesch (Kanu Club Düsseldorf- Hamm), Maik Schmitz – Nils Knippling (Kanu Club Delphin Siegburg), Tobias Trzoska – Jannik Göbel (Oberkasseler Wassersport Verein) sind auch drei C2 Teams in Italien mit dabei. Bei den Damen treten Sabine Füßer (Siegburger Turnverein), Manuel Stöberl (Kajak Klub Rosenheim), Birgit Bach (Wassersportverein Blau Weiß Rheidt) und Silke Kassner (Kanu Sportfreunde team Köln) an.

Bong Ivrea

Bong Ivrea

Fotos oben: Die Kriterien bei diesem Wasserstand: Löcher und Wellen / Manuela Gawehn

Bereits am Montag konnten in Ivrea die Master-Rennen gestartet werden. Die deutschen Masters konnten auf der verkürzten Classicstrecke ein optimales Ergebnis mit 5x Gold, 2x Silber, 1x Bronze erzielen. Rene Brücker und Jörg Cosic freuten sich sich riesig über ihre Goldmedaille:" Als wir auf die Zielkurve zusteurten, dachten wir wir stehen in der Südkurve des FC Stadions (1.FC Köln)." "Danke an die Jungs und Mädels der Nationalmannschaft, es war der besonderer Kick", meinte Olaf v. Hartz direkt nach seinem Goldlauf. Auch Wilfried Denninger und Wolfgang Brick konnten die Rennen in ihren Jahrgangsklassen für sich entscheiden. Volker Seibel konnte sich kanpp hinter dem starken italienischen Fahrer platzieren und Reiner Wiese wurde in seiner AK dritter. Bei den anschließenden Teamrennen führt Gregor Simon, der kurzfristig für die Teilnahme eingesprungen ist zum Sieg in der Ak D/E zusammen mit Wilfried Denninger und Reiner Wiese. Das Team Wolfgang Brick, Olaf von Hartz und Volker Seibel holte die Silbermedaille.

Julian Rohn Manuela Gawehn

Foto: Julian Rohn in Ivrea / Manuela Gawehn

Text: Manuele Gawehn/www.wildwassersport.de, Gerhard Schmid

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Wildwasserrennsport 2008

1 Kommentar

  1. no-avatar

    Live-Ergebnisse gibt es unter
    123result.com/CanoeLive.aspx&user=siwidata&EventId=WWIVREA2008

    Durch einen Klick auf die rosa Zeile, kann man das gewünschte Rennen auswählen.

    Läuft ja ganz gut für die Deutschsprachigen:

    C1: 2. Platz Normen Weber (D)
    C2: 1. Platz Andree/Driesch (D)
    K1: 2. Platz Stephan Stiefenhöfer (D)
    3. Platz Gerhard Schmied (A)
    K1 Damen: 3. Platz Manuela Stöberl (D)

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