Zum Saisonstart hat sich's ausgeseilt an der Soca

Gute Nachrichten für die Freunde der Abseilstrecke an der Soca. Über den Winter wurde der Abstieg zum Einstieg nach der großen Soca Schlucht generalsaniert. Als Oster-Option lässt sich der Slowenienurlaub heuer bestens mit Schifahren kombinieren.

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soca eva kropfberger

Beliebter Einstieg mit langem Abstieg - die Abseilstrecke der Soca

soca abseilstrecke

soca abseilstrecke

Der Weg wurde bestens befestigt, lockere Stufen fixiert......und neue Schweller angebracht

soca abseilstrecke


Die gute Nachricht vorneweg. Die Gemeinde Kobarid hat über die Wintermonate dem steilen Pfad zum Einstieg der Abseilstrecke eine Generalüberholung verordnet.

Bestens prepariert

Erste Anzeichen dafür gab es bereits im Herbst, nun wurden auch die beiden "Kernstellen" am Beginn des unteren Drittels komplett entschärft und mit erstklassigen Stufen versehen. Loser Kies und Laub wurden ausgekehrt und lockere Holzschweller neu befestigt. Beim Lokalaugenschein waren noch Spuren von Holzarbeiten im obersten, flachen, Teil erkennbar, die man aber leicht umgehen kann. Alles bestens also, wenn ab 15. März an der Soca wieder offiziell gepaddelt werden darf.

Links: Frischer, fester Kies auf den Stufen, das Laub wurde ausgefegt

soca slowenien

soca slowenien

Hoch oben ist's noch weißToller Ausblick beim Schifahrn am Kanin

Wer die Soca heuer, trotz des derzeit recht niedrigen Pegels, als mögliches Osterrevier ins Auge gefasst hatt, sollte sich bei den Campingplätzen vorab über den Saisonstart erkundigen. Geht es nach dem Tourismusbüro in Bovec so beginnt die Campingsaison nicht vor dem 1. Mai (!) 2008. Einige Camps geben auf ihren Webseiten den 1. April als Saisonstart an. Seit Anfang März hat das Camp Koren in Kobarid geöffnet, trotzdem sollte man sich vorher anmelden.
>>> Campingplätze im Socatal

Wer's gern warm und trocken hat, sollte bei der Suche eines Appartements trotz der Osterzeit keine Probleme haben. "In Bovec gibt es viele Appartements und wer eines sucht, der findet auch eines," heißt es bei der Tourismusinfo. Unter www.bovec.si findet man Preise, Bilder und Kontaktdaten von Ferienwohnungen und Privatzimmern in Bovec.

>>> Die Soca in der Flussdatenbank
>>> Pegel Soca Brücke Zaga

Soca Alternativ-Programm

Vorraussichtlich bis zum Mai kann man den einen oder anderen Tag noch beim Schifahren am Kanin verbringen. Mit Ticketpreisen von 22 Euro für eine Tages- und 18,50 Euro für eine Halbtageskarte ist das slowenische Gebiet relativ günstig und sicher auch eine Option für die nicht-paddelnde Reisebegleitung. "Am schönsten sind die Stunden in der Früh" weiß Trusted Paddlerin Irene Krülle. "Am besten nimmt man die erste Gondel um 8.00 Uhr. Die Auffahrt dauert etwa eine halbe Stunde – man kann also noch 'nachknotzen'. Von 8.30 bis etwa 11.00 Uhr ist der Schnee kalt und staubig und es sind kaum Schifahrer unterwegs - Genuss pur also!" Bei windigem Wetter oder Schneefall kann's aber sein, dass die Gondel still steht. Die Infos zu den geöffneten Liften, Schnee- und Wetterlage findet man auf der Kanin-Webseite oder vor Ort im Tourismusbüro.

"Geführte Schitouren auf oder über den Kanin würde ich nur unter ortskundiger Führung empfehlen. Geländefahren ist wegen der vielen Felsspalten, die man unter der Schneedecke teilweise nicht erkennen kann, nicht ungefährlich!" Nähere Auskünfte dazu bekommt man beim ATC Kanin, dem örtlichen Schiklub.

soca slowenien

soca blume

Im Frühjahr findet man an der Soca ein ......echtes Blumenmeer

Wanderer kommen ohne Schi um diese Jahreszeit noch nicht all zu hoch hinauf. Einige Tipps für tiefere Lagen sind jedoch in Irenes Bildergalerie >>> Das Soca-Tal auf Schusters Rappen angeführt. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte das Museum in Kobarid nicht auslassen. Sehr informativ, leerreich und wirklich gut gemacht, wird man dort über die berühmten Isonzo-Schlachten des ersten Weltkrieges informiert eine wirklich sehenswerte Sammlung für die man etwa eine gute Stunde benötigt. Zunächst wird im zweiten Stock ein interessanter, nett gemachter Dokufilm gezeigt auf deutsch oder englisch. "Teilweise gibt es sehr beklemmende Schaustücke. Besonders betroffen gemacht hat mich der Brief eines Sohnes an seine Mutter, in der er ihr beschreibt, dass sich der türkise Fluss über Nacht rot verfärbt hat," erzählt Irene. Reste des zweiten Weltkrieges findet man aber auch, wenn man im Frühjahr am Fuße des Kanin spazieren geht und die Augen offen hält. "Ich habe dort zum Beispiel schon mal einen alten völlig verrosteten Kanonofen, Konservendosen und Stacheldrahtrollen gefunden."

Text: Irene Krülle & Judith Prechtl
Fotos: Irene Krülle, Eva Kropfberger, Robert Kamp, Bernd Penker, Judith Prechtl

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5 Kommentare

  1. no-avatar

    einfach nur schön::)))

  2. TrustedPaddler

    Das ist doch mal 'ne gute Nachricht!

  3. TrustedPaddler

    Super Neuigkeiten!
    ENDLICH kann man streßfrei zum Einstieg gelangen :-)

  4. TrustedPaddler

    meine eislaufkunstfiguren mit Boot gehören hoffentlich jetzt der vergangenheit an.

  5. TrustedPaddler

    muss mir das heuer unbedingt mal anschauen, bin schon gespannt,...

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