Mein Paddel-Tipp: Die Saalach

Der Frühling naht, langsam schmilzt der Schnee, da juckt es in den Fingern - und man will wieder paddeln auch vor der heimischen Tür. Doch wohin? Florian Zaczek tippt auf die Saalach als perfekter Fluss zum Saisonbeginn!

TopSiteNews Zaczek

"Oh, da gibt es viele! Saalach und Passer und Ötz und ...", beantwortet Florian Zaczek die Frage nach seinem Lieblingsfluss.
Das Tolle an der Saalach ist, dass man fast das ganze Jahr über Paddeln kann. Die Saalach hat schon früh im Jahr Niedrigwasser (30cm), gerade eben genug, um sich einzupaddeln. "Alles bis 80cm macht Spaß, über 1m wirds dann wuchtig und schwer", schwärmt Flo, "wobei in der Teufelsschlucht dann einige fieße Rückläufe lauern - mit einem hatte ich mal bei Pegel 1,20m eine längere, unfreiwillige Begegnung, die aber zum Glück glimpflich ausgegangen ist!"

Saalach Teufelssteg

Quelle: flo_

Einsteigen kann man am Besten, wenn man bei der Touristeninformation in Lofer parkt. Von dort über sie Straße zum Strubbach, und im Strubbach einsteigen. Nach nur wenigen Metern geht's schon in die Saalach und man ist unmittelbar vor der Hubertuswelle. "Je nach Wasserstand (40cm bis 70cm) kann man sich hier schon einige Zeit aufhalten", sagt Flo.
Danach geht es dann über die Slalomstrecke zum Teufelssteg. Hier kann man entweder aussteigen und wieder zurück zum Parkplatz laufen oder weiter in die Teufelsschlucht fahren. "Bis zur Dreier-Kombi ist gar kein Problem, doch dort sollte man aussteigen und auf jeden Fall besichtigen.", rät Flo.

Bild rechts: Blick vom Teufelssteg

Saalach Schlucht

Quelle: flo_

Saisonbegin in der Loferschlucht

Saalach dreierkombi

Quelle: BayernFlo

Über den Triftsteig kann man sowohl die Slalomstrecke als auch Teufelsschlucht komplett besichtigen, absichern, oder auch umtragen wenn man nicht alles fahren möchte. "Gerade am Saisonbeginn sollte man auf Bäume in der Schlucht aufpassen", sagt Florian. "Für das 'erste Mal' Teufelsschlucht ist ein Pegel zwischen Niedrigwasser und Mittelwasser optimal", ist Flos Tipp für Teufelsschlucht - Neulinge, "bei ganz wenig Wasser ist es recht steinig, bei zu viel wird es sehr schnell."Die Kernstellen der Schlucht sind die Dreierkombi, Lieferanteneingang und die Ausgangsstufe. Insbesondere in der Dreierkombi, aber auch im Rest der Teufelsschlcht, muss man auf Unterspülungen aufpassen. "Bei wenig Wasser ist die Ausgangsstufe nicht so schön zu fahren - entweder rechts die 'Chickenline' über die Steine rutschen oder durch den engen Schlitz, aber da läuft man Gefahr, sich die Ellenbogen ganz schön anzuhauen.", sagt Flo.Nach der Ausgangsstufe ist es nicht mehr weit zum Ausstieg in Au - es wartet nur noch der sagenumwobene 'Mystery-Move'.Bild links: Olaf Obsommer in der Dreierkombi

Ab Au, dem Ende der Teufelsschlucht bietet die Saalach dann bis zur deutschen Grenze leichtes Wildwasser, begleitet von der Straße, so dass der Ausstieg beliebig gewählt werden kann. "Fährt man bis Schneitzelreuth, so steigt man am Gasthof Schneitzelreuth aus, wo man sehr lecker Essen kann", ist Flos Tipp für den Ausklang eines Paddeltages.Ansonsten gibt es um Lofer noch einige Klettergebiete, und auch der Bikepark Leogang ist nicht weit - falls es mal nicht paddeln sein soll - und auch die Nebenflüsse Strubbach, Unkenbach und Weißbach sind lohnenswert, wenn man sich mal länger im Saalachtal aufhalten möchte.Saalach Facts Pegel NW 30cm / MW 55cm / HW 75cmHubertuswalze läuft meistens bei 40cm bis 70cm>>Saalach online PegelAbschnitte:obere Saalach: 15 km, WW I Teufelsschlucht: 3 km, WW IV/V untere Saalach: 10 km, WW I-III Von Freilassing bis zur Mündung: 3 km, WW I >>Die Saalach in der Flussdatenbank

Flo Zaczek Norwegen

Quelle: Anton Otter

Voller Einsatz für tolle Fotos:
Florian Zaczek"Meine Eltern haben mich schon als Baby ins Kajak gesetzt, und so bin ich ein wenig reingewachsen.", erzählt Flo, "Am Anfang meiner Ausbildung zum Feinwerkmechaniker im Frühjahr 2004 fand ich dann ein paar Freunde aus meiner Umgebung, die mich auch bald überall mit auf den Bach genommen haben. Nun lernte ich schnell richtiges Wildwasser zu fahren."Davor war Flo aktiver Leistungsschwimmer und wurde 2002 sogar Vize-Bayerischer Meister im Rettungsscwimmen."Also ums genau zu sagen, ich liebe Wassersport, und Kajakfahren am meisten davon!" - und so kann Flo mittlerweile auf viele tolle Erlebnisse zurückblicken: Albanien, Türkei, Grand Canyon of Colorada, Achstürze und BC Canada findet man beim Blick in sein Fahrtenbuch. "Seit Februar bin ich Teamfahrer für Robson - und mit dem neuen Boot habe ich in diesem Jahr einiges vor: Ostern geht es für 2 Wochen nach Korsika, im Sommer drei Wochen nach Norwegen oder Kalifornien und im Herbst vielleicht noch in ein bisher noch eher unbekanntes Paddel-Land - aber das wo das genau ist verrate ich noch nicht. Auf jeden Fall möchte ich dieses Jahr bei der Sickline WM teilnehmen, wenn sie dieses Jahr wieder stattfindet.", verrät der 20-jährige Neumarkter- und immer dabei sein wird seine Kamera.

Text: Florian Zaczek & Michelle Hombach

Web-Tipps: www.paddelpower.de || robsonpaddel.de

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Mein Paddel-Tipp

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