150 Jahre: Doppeljubiläum bei Kober & Moll

Beim Paddelhersteller aus dem Schwarzwald steht das Jahr 2011 ganz im Zeichen des Doppeljubiläums. [b]125 Jahre Kober und 25 Jahre Moll Paddel werden gebührend gefeiert.[/b][br][/br]Ein Blick in die lange Firmengeschichte.

Kober Moll Jubiläum

Beim Paddelhersteller aus dem Schwarzwald steht das Jahr 2011 ganz im Zeichen des Doppeljubiläums. 125 Jahre Kober und 25 Jahre Moll Paddel werden gebührend gefeiert.  In unserer schnelllebigen Zeit finden sich nicht viele Unternehmen, die auf eine so lange Historie zurückblicken können. Wie kam es dazu?

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Quelle: & Moll Kober

 Wichtige Ereignisse fallen ins Jahr 1886: Matthäus Kober sen. gründet in Wittendorf im Schwarzwald eine Wagnerei, Carl Benz erfindet das Automobil. Damit auch die Nachfolge bei den Kobers gesichert ist, geht Sohn Matthäus jun. zur Ausbildung in die Schweiz. Eine zukunftsweisende Entscheidung, wie sich später herausstellt, denn der Junior lässt sich bei den Eidgenossen auch gleich noch den Ski- und Rodelbau erklären. Zurück in der Heimat macht er sich umgehend an die Produktion von Ski und Schlitten aus Vollholz – ein Erfolg auf ganzer Linie! Auch mit Paddeln wird schon experimentiert.  Bald dreht sich bei den Kobers fast alles nur noch um Ski und andere Sportgeräte, der gute Ruf ist hergestellt. Das spricht sich auch in Paddlerkreisen herum, für die Matthäus Kober jun. 1928 die Serienproduktion von Holzpaddeln aufnimmt.Erste Produktionsstätte um 1886

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Slalom Wettkampf um 1970Anfang der 1950er Jahre ist die Heirat seiner Tochter Emma mit seinem Werkstattmeister Rudolf Moll, ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Unternehmens. Beide übernehmen 1961 den elterlichen Betrieb und konzentrieren sich fortan auf Ski- und Paddelbau.  Man entwickelt für die ersten Olympischen Wettkämpfe im Kanuslalom das Paddelmodell „Augsburg“, auf das nahezu alle modernen Paddelformen zurückgehen. Nur ein Beispiel von vielen, mit denen bis heute unzählige Weltmeistertitel, Olympische Medaillen und noch viel mehr Weltcupsiege in den Disziplinen Slalom, Abfahrt, Freestyle und Rafting, eingefahren worden sind. Der Erfolg von Kober führt dazu, dass der Betrieb in Wittendorf (Landkreis Freudenstadt) erweitert wird und man sich nun ausschließlich dem Paddelbau widmet. Neben Holz werden erstmals auch moderne Materialien wie Glas-, Kevlar- und Carbonfasern sowie Aluminium und hochwertige Kunstharze verwendet.

Hartmut Moll, Sohn von Emma und Rudolf, erblickt 1958 das Licht der Welt. Im Jugendalter ist auch sein Interesse für das Handwerk seines Vaters geweckt. Er schließt erfolgreich eine Schreinerlehre ab und steigt 1976 mit vollem Engagement in die Firma ein. Mit vielen innovativen Ideen macht sich Hartmut ans Werk, erhält aber nicht immer die Zustimmung der älteren Generation.

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Historischer Messeauftritt um 1960Hartmut und Rudolf Moll beim Modellbau

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 Um seine Visionen dennoch voran zu treiben, gründet er mit seiner Frau Karin 1986, also genau 100 Jahre nach seinem Urgroßvater, die Firma Moll Paddel.  Er entwickelt Paddel in RIM-Bauweise, die sich für die damalige Zeit durch sensationelle Festigkeit und Leichtbau auszeichnen.  1992 übernimmt Hartmut zusätzlich den elterlichen Betrieb »Kober Sportgeräte« und fasst beide Firmen zur »Kober & Moll GmbH« zusammen. Das Jahr 2000 ist für das Unternehmen ein weiterer Meilenstein, denn der historische Produktionsstandort Wittendorf wird zum Teil aufgelöst und das heutige Betriebsgebäude in Pfalzgrafenweiler bezogen. Dort sind mittlerweile rund 20 Mitarbeiter tätig, und mit Tochter Jenny ist seit 2007 die 5. Generation in den Betrieb
involviert.Erste Paddel mit RIM-Bauweise

Produziert werden neben Paddel für nahezu jede Anwendung, Touring, Seekajak, Wildwasser, Slalom, Freestyle und Kanadier, auch ergonomische Arbeitsplatzmatten der Marke KOMO sowie technische Polyurethan-Formteile in Lohnfertigung.  Die Weichen sind also gestellt für weitere 125 Jahre erfolgreicher Familientradition.   Text: G.N. von Kober & Moll, Textpassagen mit freundlicher Genehmigung des kajak-Magazins

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