Bushpaddler unterwegs in Mexiko II

In den letzten Tagen haben die Martina Moosburger und Florian Reithmeier von Bushpaddler mit ihren Open Canoes den Alsaseca River in vollen Zügen genossen. "Was kann man zu diesem Bach sagen. Stufen, Rutschen, alles zwischen einem und 7 Metern hoch, ultraschmal, Pools nach fast allen Stellen, einfach unglaublich.", ihr Fazit!

Mexiko Bushpaddler

Nach einem kleinen Privatkonzert von Aldo Garcia, einem bekannten regionalen Musiker mit seinen Mitstreitern, in unserer Unterkunft ging es am nächsten Morgen etwas verschlafen an den Alseseca (Tomata) River, etwa 2 Fahrstunden nordöstlich von Jalcomulco.

Die mexikanischen Wachrüttler
Die mexikanischen Straßen rütteln aber jeden wach und nach einer sonnigen Fahrt über die Hochebene tauchen wir im Tal des Alseseca in den Nebel ein. Ein Trockenanzug wäre vielleicht doch gar keine so schlechte Idee gewesen, aber wer rechnet schon damit in Mexico zu frieren...

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Quelle: Bushpaddler

Alseseca, (middle) Roadside Section, Tag 1  Was kann man zu diesem Bach sagen. Stufen, Rutschen, alles zwischen einem und 7 Metern hoch, ultraschmal, Pools nach fast allen Stellen, einfach unglaublich. Einige unserer Mitpaddler haben den Alsaseca sofort zu ihrem Lieblingsbach erklärt. Die "Roadside Section" an sich kann man in einen unteren, mittleren und oberen Teil gliedern. Alle Teilstrecken sind ca 1-2 km lang und weisen einen Höhenunterschied von je um die 80 Meter auf.  Wir starten mit dem mittleren Abschnitt, unten am Fluss angekommen ist der tatsächlich keine 5 Meter breit und der Blick nach oben lässt erste Bedenken aufkommen. Eine sehr steile 5m Rutsche zeigt wie es hier zugeht. Nach wenigen Metern paddeln kommen auch schon die erste Stelle, eine Rutsche mit Boof in ein haltendes Loch das direkt nach einem weitern Meter Höhenunterschied im nächsten endet. Teilweise unter Zuhilfenahme einer Springersicherung kommen aber alle gut durch. Respekt!

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Quelle: Bushpaddler

Alsaseca Triple Drop

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Quelle: Bushpaddler

Nach der nächsten Stelle "Triple Drop" und einem Pflichtkehrwasser geht es in "Cabron", einer steilen Rinne mit Boof in ein Prallpolster (WWV). Hier trennt sich die Spreu vom Weizen und nur der Local Lalo, Eli Helbert, Jim Coffey und Joe von "mitLinxlernen" aus der Schweiz nehmen sich das Ding vor. Für uns ist das die einzige unfahrbare Stelle in diesem Abschnitt und wir hopsen weiter lustig über Stufen und Rutschen dem Ausstieg entgegen.Rio   Filobobos: Gestern Abend haben uns Andreas, Holger, Kris und Petra in Richtung Flughafen verlassen und wir gönnen uns einen endspannenden Tag. Nach einem kleinen Einkauf auf dem Markt von Tlapacoyan (Bilder Tlapacoyan_1 und _2) steigen wir nur wenig Fahrminuten entfernt unterhalb des letzten Wasserfalls des Alsaseca ein und kommen nach wenigen hundert Metern auf den deutlich mehr Wasser führenden Rio Filobobos.

 

Galerie: Bushpaddler unterwegs in Mexiko II

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Auf WWII-III mit der ein oder anderen wuchtigen III er Stelle ist das ein netter Nachmittagsrun für einen Tag der eigentlich als Ruhetag geplant war. Landschaftlich schön, einige Spielstellen und danach wieder 15 Minuten zurück nach Tlacotalpan in unser vorübergehendes Lager bei Aventurec Rafting. Hier gibt's schöne Hütten, ein Hostel und leckeres mexikanisches Essen (Vorsicht vor der grünen Soße, "Mui Picante"!)

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Quelle: Bushpaddler

TypewriterAlseseca, Tag 2, (middle und lower) Roadside SectionDer Einstieg wie am Vortag, nur heute verlängern wir die mittlere um die untere Section. Umsetzen in Paddelklamotten geht innerhalb Minuten, da die Mexikaner Paddler immer interessant finden und sie gerne mitnehmen. In normalen Klamotten dauert das deutlich länger und ist bei diesem Nebel und Nieselregen auch weniger angenehm. Auf dem Fluß geht nun alles etwas schneller da man die Linien schon kennt, nichts desto trotz müssen wir uns das ein oder andere nochmals anschauen, da man bei so vielen Hüpfern am Stück gerne mal die Übersicht verliert.   Am Ausstieg von Vorgestern geht es dann gleich nahtlos weiter in den Typewriter, einer 5m Stufe mit etwas komplizierter Anfahrt und Rücklauf. Da ist es gut wenn die Rolle sitzt. Danach wird's richtig eng. Drop, Boof und dort wo mal landet sollte man eigentlich schon wieder fertig für die nächste Stelle sein. Alle der Jungs haben mächtig Spaß, mit einem 13 Fuß Tandem OC kommen wir aber langsam an die Grenzen des (zumindest uns) möglichen.   Es geht weiter in dem Stil und wir sind alle ordentlich geschafft als wir vom Wasser kommen.

Alseseca, Tag 3, (upper und middle) Roadside Section

Nun endlich! Ein Traumtag! Sonne am Alsaseca, das gibt es selten. In der "Upper Section" sind die Drops zwar etwas höher (bis 7m) aber freundlicher, weniger Rückläufe und nicht ganz so eckig. Raus aus dem Boot, kurz über die Kante schauen und runter. das ganze ca 10 mal bis zur Rutsche am Einstieg der mittleren Section. Einige von uns steigen aus und lassen es gut sein, Lalo und Joe geben sich noch mal den mittleren Abschnitt mit "Cabron" und wir holen sie am Ausstieg ab.

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Quelle: Bushpaddler

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Quelle: Bushpaddler

Wer sich im Boofen, Fliegen und Rutschen üben möchte solle hier her kommen. Das geht nirgends besser! Bei uns müsste man an so einem Bach anstehen und er würde Eintritt kosten. Als einziger Wehrmutstropfenbleibt die Tatsache zu nennen dass bei Hochwasser größere Mengen Kunststofflaschen und Unrat angeschwemmt werden. Es gibt seitens Esprit und anderen Organisationen aber bereits Kampagnen dagegen und die zeigen erste Wirkung. Außerdem es werden gemeinschaftlich immer wieder PET Flaschen aus dem Fluss gefischt.


Morgen geht es weiter in Richtung Süden an den Rio Oro auf dessen Stromschnellen wir bis ins Meer fahren wollen.

Hasta Luego!
Die bushpaddler

Text: Bushpaddler/Florian Reithmeier
Mehr Infos: www.bushpaddler.de

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TrustedPaddler
Ausgebildeter Physiker, Redakteur, Herr über Tausend Zeilen Code auf 4-Paddlers.com und spätberufener zugereister Paddler aus Augsburg.

Paddeln in Übersee 2011

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