Hochwasserbericht 16. Januar 2011

Nachdem die Extreme der letzten Woche vorüber sind, hatten am letzten Wochenende auch die "Normalos" ihre Chance bei Temperaturen über 10°C in die Saison zu starten. Ein Blick von Nord nach Süd.

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Seit fast zehn Tagen sind die Medien voll von Hochwasser und Überschwemmungen. Nachdem die Extreme der letzten Woche vorüber sind, hatten am letzten Wochenende auch die "Normalos" ihre Chance bei Temperaturen über 10°C in die Saison zu starten. Ein Blick von Nord nach Süd.

Harz  Im nördlichsten deutschen Mittelgebirge, dem Harz waren die Pegel an diesem Wochenende auf etrem hohen Niveau. Auf Grund der Nationalparkregelungen beschränken sich auch bei Hochwasser die bepaddelten Bäche auf Oker und Innerste.  Zu Beginn des Wochenendes war der Einlasspegel der Innerstetalsperre auf mehr als 35m² angeschwollen und damit alle Brücken auf der Wildwasserstrecke wohl unpassierbar. Pünktlich zum sonnigen Sonntag fiel der Wasserstand jedoch so stark, dass auch hier wieder an paddeln zu denken war.  Wesentlich mehr Besucher musste die untere Oker ab dem Zwischenspeicher oberhalbs von Oker an diesem Wochenende vertragen. Durch den hohen Füllungsgrad der Talsperre waren die Harzwasserwerke zur Abgabe gezwungen und so hatte auch dieses Wildwasserkleinod mal wieder genügend Wasser.

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Untere Oker

Quelle: Tobi Nietzold

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Untere Oker

Quelle: Tobi Nietzold

Unterwegs auf der ...... Unteren Oker.

NRW
Auch auf der Alme bei Paderborn war das Wasser am Wochenende am Ablaufen, trotzdem reichte es für Jörg Pinkov und Freunde zu einem Playrun. Mehrere Wehre befinden sich auf der Strecke der Alme zwischen Welver und Schloß Neuhof, die beim passenden Wasserstand beträchtliche Wellenspots ausbilden.

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Pinkov

Quelle: Jörg Pinkov

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 NRW

Quelle: Pinkov Jörg

Playboating im Norden NRWSs...... die Alme.

Odenwald

Da auf einigen Bächen des Odenwaldes noch zu viel Wasser war, ging es am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein für Elena Mertens und Freunde auf die Modau von Ober-Ramstadt bis Darmstadt-Eberstadt. Die Modau windet sich durch den westlichen Odenwald. Überhängende Büsche und meist fahrbare Schrägwehre sowie ein durchgehend enges Bachbett sorgen für das Salz in der Suppe. In zwei Ortsdurchfahrten ist die Modau stark kanalisiert, hinter einem nicht fahrbaren Schott wartet noch eine kurze Slalomstrecke, die bei mehr Wasser recht wuchtig wird. "Bevor die Modau die Rheinebene erreicht, beenden wir diese rundum gelungene Fahrt in Eberstadt und warten auf das nächste Hochwasser.", so die Darmstädter Kanuten.

Eifel Auch die Ahr ist inzwischen in ihr normales Bett zurückgekehrt. Bei einem Pegel von 112cm in Altenahr machten sich Alex Vogels und Felix zu einer Freestyle Session im Canadier auf.

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Eifel

Quelle: Alex Vogels

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Eifel

Quelle: Alex Vogels

Bayernwald  "Es ist alles gelaufen" - vier Wort die laut Markus Kapfer von kajakladen.com alles sagen über den Zustand der Bäche am Wochenende im Gebiet Bayrischen Wald. Unterwegs waren die Jungs auf Ilz, Saussbach, Reschbach, Wolfsteiner Ohe und Unterer Erlau. Ein ganz besonderes Schmankerl stellte die selten zu befahrene Saßklamm bei Waldkirchen (Obere Erlau) dar. Mit 1,5km länge und extremen Gefälle ein "echt harter" Klammbach, so Markus.

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Sassbach

Quelle: Markus Kapfer

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Sassbach

Quelle: Markjus Kapfer

Die Sassklamm im Bayr. Wald...... bei Waldkirchen.

Karwendel

Auch im Karwendel kam es zu einer Zwischenschmelze am Wochenende und Kevin Hornhofer, Bernhard Steidl, Clemens Wittek und Peter Peller nutzten sie auf dem Oberen Walchen. Der Saisonauftakt ist also auch hier geglückt.

Mühlviertel  Das Mühlviertel im äußersten Norden Österreichs hatte die Regenfront nur gestreift. Somit gab es hier kein extremes Hochwasser, aber es reichte um die Bäche vom Eis zu befreien. Das man mit dem Paddeln immer zuwarten sollte bis das Eis durch ist bekamen wir Freitags auf der Waldaist zu spüren. Beim Einsteigen machte uns die Feuerwehr darauf aufmerksam, dass ober- und unterhalb unserer geplanten Strecke gerade ein Eisstoß gesprengt wird. Im Mühlviertel wurden Kajakfahrer auf Großer Rodl, Feldaist und Waldaist gesichtet.

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Feldaist

Quelle: Thomas Rettenbacher

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Feldaist

Quelle: Thomas Rettenbacher

Auf der Feldaist ....... und der Rodl (unterwegs 2010)

Artikel Hochwasserbericht Januar 2010 Machacek

Quelle: Robert Machacek

Salzkammergut

Ganz anders die Situation im Salzkammergut. Die hohen Temperaturen und Niederschläge brachten den Schnee zum Schmelzen und so schoß es nur so durch die Bäche. "Die Lammer gurgelte mit satten 180 m/3 daher, also war klar das wir auf einen der Nebenbäche der Lammerzubringer ausweichen.", so Daniel Egger und Robert Machacek von den vboyz.at.

So ging es auf den sonst trockenen Weitenaubach und Marchgrabenbach Höhenmeter ohne Ende bezwingen.





Inhalt: Markus Kapfer, Thomas Rettenbacher, Tobias Nietzold, Jan Kelm, Christian Zicke, Elena Mertens, Alexander Vogels, Jörg Pinkov, Kevin Hornhofer, Robert Machacek, Daniel Egger

Zusammenfassung: Sebastian Lüke

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TrustedPaddler
Ausgebildeter Physiker, Redakteur, Herr über Tausend Zeilen Code auf 4-Paddlers.com und spätberufener zugereister Paddler aus Augsburg.

2 Kommentare

  1. TrustedPaddler

    NACHTRAG:

    Auch in und um Kitzbühl hatte die Zwischenschmelze eingesetzt. Infos von Franz Puckl von der Kanuschule Kitzalp.

    Langer Grund: 14.1.11 ca. 3 km oberhalb Mauthaus Einstieg

    Keine Veränderungen zum letzten Jahr, kleine Bäume sind leicht zu umfahren, vor einer Brücke 300m vor Mauthaus hängt einer links in der Hauptspur.

    Kelchsauer Ache: 14.01.11 Mauthaus - Brücke Hörbrunn

    Befahrung bei Pegel 82 , unteres Limit, Boot Riot Magnum 80;

    Alles fahrbar , es liegen ein paar kleinere Bäume und Äste im Bach ...diese können aber gut umfahren werden. Bei höheren Wasserstand sind diese aber nicht ungefährlich.
    Die Pegelangaben sind wieder richtig und ein guter Anhaltspunkt.

    Befahrung war Traumhaft , da ein kaiserliches Wetter ,das seine zu meiner ersten Ausfahrt 2011 beitrug.

    Beste Grüße Franz

  2. TrustedPaddler

    Auch die Salza hatte enorm viel Wasser. Das zeigt dieses Video:

    vimeo.com/19104926

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