Descent of Upper Amazonas - Teil I

Die Anreise nach Peru ist schwierig - das Team leidet an Höhenkrankheit. Doch es schafft es sich zu akklimatisieren und kann beginnnen, sich einzupaddel für das große Projekt.

Descent of Upper Amazonas - Teil I

Nachdem Herbert Rittlinger, Kajakpionier und Abenteurer in den 60er Jahren grandios am größten Quellfluss des Amazonas (hier noch Rio Lauricocha und später Rio Maranon genannt) scheiterte, versuchen sich dieses Jahr Nils Dippon, Pirmin Dlugosch, Flo Fischer und Sepp Cetinköprülü an der Befahrung der ersten 150km.

Nicht nur das vermutlich anspruchsvolle Wildwasser und Logistik werden eine Herausforderung, sondern vor allem die extreme Höhe unter der Höchstleistungen erbracht werden müssen. 
Deshalb startet dieses Projekt mit einer längere Akklimatisierungsphase in der Region Cusco (ca. 3800m).
 Nachdem sich das Team an die Höhe gewöhnt hat, geht es an die Befahrung des oberen Amazonas.

Rio Lauricocha
Gestartet wird am Quellsee Laguna Lauricocha. Das gesamte Gepäck für die 6 eingeplanten Tage der Befahrung wird im Kajak mittransportiert. Das Team wird die Befahrung mit DSLR - Kameras und Actioncams festhalten, welche später einen Dokumentarfilm ergeben sollen.

Artikel Descent of Upper Amazonas - Teil I Amazonas

Quelle: Nils Dippon/Sepp Cetinköprülü

Der ganze Trip fängt mit drei Stunden verspätung in Frankfurt an.

Aufgrund dieser sind wir "gezwungen" in San Juan (Puerto Rico) im Edelhotel auf Condor kosten einzuchecken.

Somit haben wir weitere 24 Stunden zur Tarnung unserer "Surfboards" mit Bettlaken aus dem Hotel.

Die ganze Mühe ist umsonst, die Tarnung als "special big wave surf-boards" flog auf - wenigstens konnten wir die Waage am Flughafen manipulieren.

Nach weiterer Zwischenlandung in Panama erreichen wir Lima mitten in der Nacht.

Voller Tatendrang, in den Fußstapfen Herbert Rittlingers (Kajakpionier), machen wir uns auf von Lima (0m) nach Cerro de Pasco (4300m) um den Pegel des Rio Lauricocha zu checken.

Verkehrsmittel der Wahl:
8 std. "ranziger Bus".

Wir wundern uns noch warum wir nur mit Inkas im Bus sitzen.
Rätsels Lösung folgte im zweiten Stock unseres Hotels nach schleppen unserer Boote:
Atemnot, Fieber, Herzrasen, Schüttelfrost, Hitzeanfälle, unbändige Kopfschmerzen.

Nun war guter Rat teuer. Selbst Mate de Coca (Tee aus Kokablättern), Asperin und 8l Wasser brachten keine Linderung. Die Höhenkrankheit nahm uns jegliche Aussicht auf die noch 60km vor uns liegende Anfahrt zur Quelle (welche über einen Pass mit 5300m führt).

 

Galerie: Descent of Upper Amazonas - Teil 1

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Quelle: Nils Dippon/Sepp Cetinköprülü

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Mit einer sporadischen Wegbeschreibung machen wir uns auf zum Chillca mit Bus und Taxi.
Auf dem Abschnitt Chillca ist der Rio Urubamba ein verblockter Wuchtwasserbach, der Richtung Machu Picchu strömt.
Warmes Wasser und wuchtige Katarakte der Extraklasse, welche kurz aufeinander folgen, machen den Rio Urubamba zu einer perfekten Vorbereitung für unser Projekt.
Leider schlägt das Wetter schnell um und wir befinden uns mitten in einem gewaltigen Anden-Unwetter.
Bei strömendem Regen und Gewitter erreichen wir den Ausstieg.
Morgen steht ein Mehrtagestrip auf dem Rio Apurimac auf dem Programm bei dem wir uns an die beladenen Kajaks gewöhnen können

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2 Kommentare

  1. Descent of Upper Amazonas - Teil I
    Gwen Reedervor 6 Jahren

    Seltsam, dass hier an einer seit den 1970 er Jahren völlig überholten Ansicht über den Ursprung und die Quelle des Amazonas festgehalten wird. Bereits der Blick auf eine grobe Karte des Gewässersystems zeigt, dass die Quelle des Amazonas im Rio Apurimac liegt. Dieser ist deutlich länger als der Rio Lauricocha. Man kann also höchstens von der europäischen Erstbefahrung eines Seitenarmes des oberen Amazonas sprechen - wenn man dann diesem Erstbefahrungs-Hype wirklich nachlaufen will...

  2. Descent of Upper Amazonas - Teil I
    pirmin dlugoschvor 6 Jahren

    lieber erst mal selber ins Boot steigen und paddeln gehen bevor man sich über andre Expeditionen Gedanken macht. Nur am Rande, der Amazonas hat mehrere Quellflüsse...

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