Ganz steil nach unten — Carinthian Creeking auf der Malta

Niemand kennt die steilen Rinnen des Salzkammerguts besser als Robert Machacek und seine Crew rund um die VBoyz. Doch auch jenseits der Tauern wissen die Jungs, wo der Kuchen steht. Sobald die Pegel passen, locken die steilen Rutschen und hohen Wasserfälle der Malta in Kärnten. Letztes Wochenende war's wieder soweit.

Ganz steil nach unten — Carinthian Creeking auf der Malta
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Quelle: Robert Machacek

Freitag, die Arbeitswoche hat Feierabend. Vom Büro gleich zum Mitterweissenbach, der obligatorische Pegelcheck zum Wochenende. Doch sofort ist klar: Außer ein paar schnellen Runs durch die Mitterweissenbachklamm wird nichts gehen. 
Ratlosigkeit macht sich breit. Zuhause kurz durch die Wetterdaten gebrowst und festgestellt, dass es in Kärnten kräftig schüttet. Da könnte doch was gehen!Die Malta, eigentlich komplett abgeleitet, hätte ein paar coole Park'n'Huck Drops. Wenn der Regen Wirkung zeigt. Ist halt immer ein wenig Glücksache, ob das Wasser langt. Aber allemal besser als zum tausendstens Mal die Saalach runterzubügeln.
Bild rechts: Blue Angel über die erste Slide des Abschnitts.Bild unten: Andreas reißt an zum Monsterboof.

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Quelle: Robert Machacek

Am Samstagmorgen um kurz nach Sieben düsen wir bereits auf der Autobahn Richtung Villach. Das Südportal des Tauerntunnels empfängt uns mit dichtem Schneefall und lässt sowohl uns wie auch meine abgefahrenen Sommerreifen an der guten Idee von gestern zweifeln. Um Zehn in Gmünd hat sich der Schnee immerhin in Regen aufgelöst.Der erste Teil der Steilen Meile ist sehr zeitaufwändig und nur mit mühsamen Tragen machbar. So beschließen Andreas, Kristof und ich nach ein paar kurzen Scouts nur die letzten Drops in Angriff zu nehmen. Zu unserem Pech ist auch noch die Malta-Hochalpenstraße gesperrt und wir müssen unsere Boote zum Einstieg tragen, was bei vier Grad Lufttemperatur vielleicht eh kein Nachteil ist.
Bild unten: Andreas im Mittelteil der Maltaklamm.

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Quelle: Machacek Robert

Die ersten Stellen geht's supergeil runter und die Kälte ist vergessen. Die schlitzartige Stufe der Fallertümpfe lassen wir wegen des wenigen Wassers heute aus. Am Ende stehen wir erneut vor der hohen Rutsche, welche beim ersten Scout von der Besucherkanzel immer so freundlich wirkt. Erst beim Scout vom rechten Ufer erkennt man die superschnelle Anfahrt. Und die vielen Felsnasen, die in der Landegegend warten. Doch mein Gefühl ist gut und ich weiß von der Befahrung von vor zwei Jahren, dass die Linie gut machbar ist.
Bild unten links: Andreas in der Anfahrt zur hohen Rutsche.Bild unten rechts: Kristof kurz vorm Einschlag.

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Quelle: Robert Machacek

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Quelle: Robert Machacek

Kurzes Aufwärmen und schon geht's über die flotte Einfahrt hinab auf die Schanze. Nach einem kapitalen Freiflug schlage ich wieder auf der Rutsche auf.Alles läuft gut, nur das Kehrwasser gleich nach dem Fall sollte man besser nicht verpassen. Der nächste Drop sieht mehr als ungemütlich aus. Auch Kristof und Andreas erwischen coole Linien. Mit den Booten auf den Schultern laufen wir zurück zum Parkplatz und freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn die Pegelkurve nach oben schnellt.
Bild unten: Robert auf der Schanze.

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Quelle: Kristof Stursa

Text: Robert Machacek | Paddler: Robert Machacek, Andreas Scherb, Kristof Stursa Mehr zu den Steilen Meilen Österreichs und ihren Bezwingern auf www.vboyz.at.Die VBoyz danken Kajakladen.com, Robson und Pyranha für die Unterstützung.

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TrustedPaddler
Diplom-Geograph, fester Autor fürs KANU-Magazin, Südosteuropa-Spezialist, Kajakreiseveranstalter und vor allem seit 25 Jahren so oft es geht im Boot. Der Genuss auf dem Wasser zu sein, gemeinsam mit alten und neuen Freunden, darüber zu schreiben, sich connecten. Love it! Für alles weitere .

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