Diskussion »Auf der Donau ins schwarze Meer, entlang der Küste nach Istanbul ....«

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  1. TP seit 2005

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    wadi aus Niederneukirchen06.04.12 14:40

    Ahoi,
    Christian ist unterwegs, 
    am Wasserweg bis Istanbul und dann vielleicht noch zu Fuss Richtung Indien.
    Gute Reise, gute Reise!
    Stefan
    PS:
    Am Donnerstag, 5. April 2012 früh, nach Nächtigung in unserem Bootshaus beim Packen, Helmut begleitet ihn bis Hainburg:

    Bilder

    Event Auf der Donau ins schwarze Meer, entlang der Küste nach Ista

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    ekoller aus St. Florian07.04.12 14:53

    Alles Gute und viel Erfolg!
    Habe ihn letztes Jahr beim Autoumstellen im Salzatal kennengelernt und er hat damals von seinen Plänen erzählt. Wünsche gutes Gelingen und viele tolle Eindrücke.
    Ein herzliches Patsch-Nass mit auf die Reise!

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    wadi aus Niederneukirchen19.04.12 18:03

    Frisches Mail von Christian, er erreicht bald Budapest, .... :
    Ahoi,

    Ahoi ist ein Signalwort um ein Schiff oder Boot anzurufen und entstammt der deutschen Seemannssprache. Der Ruf galt als veraltet, ist aber mit zunehmender Beliebtheit des Segelsports wieder gebräuchlicher geworden, so auch als Gruss in der Slowakei alltäglich, wo ich mich gerade befinde. Nach neun Tagen auf der Donau habe ich mich „landfein“ gemacht. PaddlerInnen gebrauchen dieses Wort, wenn sie von einer Kanutour zurúck in die Zivilisation kommen. Seit Samstag verbringe ich meine Zeit in Bratislava. Gestärkt durch Bryndzové halušky (deutsch: Brimsennocken, andere Übersetzung: Spätzle mit Brimsen) ist das Nationalgericht der Slowakei. Die Nocken (halušky) werden üblicherweise aus Kartoffelteig zubereitet und gekocht und beim Servieren mit dem Brimsen(bryndza, ein Schafkäse) und oft auch mit Stücken Speck gemischt. Traditionell wird die Žin?ica (ein von Schafmilch stammendes Getränk) beim Essen der Brimsennocken getrunken, dazu schmeckt am besten noch ein Zlaty Bazan, ein slowakisches Bier und das im 1.Slovak Pub.
    www.visitslovakia.com/1-slovak-pub-bratislava-1-1
    Dieses Lokal ist das  einzige Restaurant mit einer eigenen Biofarm in Bratislava und mit einem sehr guten und preisgúnstigen Essen noch dazu. 
    Wie viele von euch wissen, habe ich eine Wohnung im Aschachtal. 50 Meter von der Haustúre entfernt, fliesst die Aschach vorbei. Am letzten Tag im März gings los. Mit dem Kajak vom Aschachtal nach Istanbul. 3000 Kilometer werden es insgesamt werden bis am Bosphorus. Franz Ratzenbôck, mein Bruder Rober und Paul, der Sohn von Franz und Karin, wir sind mit unseren Wildwasserkajaks die Aschach bis zur Steinwand, eine Strecke von 6 Kilometer gefahren. Fúr mein Seekajak hatten wir auf dieser Strecke zu wenig Wasser. Dazu gibts zwei Bilder im Anhang. Am nächsten Tag dann weitere 10 km bis in die Brandstatt an der Donau. Dazwischen gabs noch eine Verabschiedungsparty, bevor es dann am Mittwoch 4. April mit Tao, das ist der Name von meinem Seekajak, das úbersetzt so viel wie ´der Weg, heissen soll, dann los auf der Donau. Nochmals Danke an alle, fúr die tolle Verabschiedung, an Stefan Wild der mir die Môglichkeit einer Uebernachtung im Bootshaus des LFC gab und an Jannis Kaudelka fúr die Organisation der Schleusung in Persenbeug und fúr die Kontakte der TID Leute. Hemut, der mich bis nach Hainburg mit seinem Boot (siehe Foto) begleitete, dass ihr sicher sein kônnt, dass ich aus Oesterreich draussen bin. An diesen acht Tagen hatten wir kurz Sonne, einigen Regen, Temperaturen in der Nacht unter 0 Grad, Eis auf der Zeltplane, Ostwind und einen Schneesturm in der Wachau. Gut angekommen verbrachten wir noch zwei Tage in Hainburg, nachdem wir mit unseren Kajaks durch Wien, vorbei an der Hainburger Au, wo wir auch eine Nacht verbrachten und während dem Abendessen, auf einem, vom Biber umgelegten Baum sitzend, ein Mann mit einem Kinderwagen aus dem Wald der Hainburger Au kam. Dahinter noch eine Person. Mein erster Gedanke war, dass sich die beiden mit ihrem Kleinkind in der Au verirrt haben. Der den Kinderwagen durchs Gehôlz schob, kam auf mich zu und stellte sich als James Thomas vor. Ein gebúrtiger Ire, der im Jänner in Edinburgh gestartet war und zu Fuss bis 2014 nach Dunedin in New Zealand gehen wird. Er macht diese Wanderung fúr Unicef. Um úber die Arbeit von Unicef aufzuklären und Spenden zu sammeln (siehe Foto)
    www.justgoingforastroll.com
    Ich denke wir werden uns in den nächsten Wochen und Monaten wiedersehen. Bis nach Indien ist er auf der gleichen Route wie ich unterwegs. Denn nach meiner Ankunft in Istanbul môchte ich gerne am Landweg durch den Iran und Pakistan nach Indien kommen. Ich kann mir gut vorstellen, mit James einige Tage durch die Túrkei, Iran oder Pakistan zu gehen.
    Nächsten Montag gehts fúr mich vorerst weiter auf der Donau in Richtung Budapest. Werde dort einige Tage verbringen und freue mich dort auf einen Besuch aus der Heimat.

    Bis bald!!

    Liebe Grússe

    Christian

    PS:
    Bild anbei vom Start, die Aschach vor der Haustür bis zur Donau

    Bilder

    Event RE: RE: Auf der Donau ins schwarze Meer, entlang der Küste n

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    wadi aus Niederneukirchen03.05.12 18:40

    und wieder Post von Christian:
    Jo napot,

    ja richtig, ich bin in Ungarn. 
    "Guten Tag", ich hoffe es geht euch allen gut. 
    Ich hatte noch tolle Tage in Bratislava und ein schoenes Wochenende in Retz mit Freunden aus Waizenkirchen, bei sehr gutem Wein. 
    Vor meiner Reise habe ich mir so meine Gedanken ueber die bevorstehende Reise gemacht. Was ich auf der Donau alles sehen und erleben werde u.s.w.
    Vor meiner Abreise kannte ich die Donau nur bis Grein mit dem Kajak. Jetzt sind es schon einige Kilometer mehr. Bei KM 2157 bin ich heute vor einem Monat losgepaddelt und seit fuenf Tagen in Budapest, wo ich mein Zelt  aufgebaut habe und heute mit Christian Kogler gefruestueckt habe. Jetzt sind es NUR noch 1655,5 KM bis zur Muendung ins Scharze Meer. Ehrlich gesagt, bin ich noch nicht sehr weit gekommen, jedoch waere es schade, wenn man an Staedten wie Bratislava, Eszergom oder Budapest vorbei paddeln wuerde. Seit ich von Bratislava gestartet bin, habe ich wunderbares Wetter. Mein Zelt fand in den letzten Tagen auf dem Weg nach Budapest nur selten Verwendung. Bei diesen Temperaturen zog ich es vor, im "Tausend Sterne Hotel" im Freien zu schlafen. Die Donau hat jetzt schon teilweise eine Breite von mehr als einen Kilometer und verlaeuft seit Visegrad (das bekannte Donauknie) in suedliche Richtung. Morgen gehts wieder auf die Duna wie die UngarInnen sagen. In ca. 2 Wochen moechte ich in Belgrad sein und freue mich darauf, auch diese Stadt kennen zu lernen.
    Ich kann bisher nur sagen: ich habe mir die Donau, Dunai, Duna,  in meinen Gedanken nicht so erlebnisreich und noch so naturbelassen vorgestellt, wie ich sie bisher erleben darf.

    Liebe Gruesse, Ahoi

    Christian

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    Event RE: RE: RE: Auf der Donau ins schwarze Meer, entlang der Küs

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    wadi aus Niederneukirchen15.05.12 21:47

    Post von Christian...
    ????? ???! (dobar dan)

    vor einigen Tagen habe ich Ungarn verlassen und bin jetzt in Novi Sad. Seit meiner Einreise in Serbien bin ich im Besitz von einigen Dokumenten die mich als Kapitaen am Schiff TAO mit einer Bootslaenge von 4,9 m, Breite 0,8 m, Hoehe 0,5 m und einen Tiefgang von 0,10 m angeben. Ausgestellt von der Hafenpolizei am Grenzuebergang nach Serbien am linken Donauufer. Nach Ungarn ist das rechte Flussufer nach der Grenze fuer 130 km kroatisch. Waehrend den zwei Stunden die ich dort verbrachte, wurde ich auch gleich mit dem Nationalgetraenk, dem Slivovitz vertraut gemacht. Dabei wurde mir eine Genehmigung fuer die Befahrung der Donau fuer 30 Tage in Serbien ausgestellt. Die zwei Glaeser Slivovitz zeigten dann gleich Staerke. 40% Alkohol haben eben so ihre Wirkung. 
    Bei wunderbaren Wetter, bis vor zwei Tagen verbrachte ich die Abende meist auf tollen Plaetzen, die sehr einladend waren, die Nacht im Freien zu verbringen und habe dabei auch gleich die Badesaison auf der Donau eroeffnet. Ich geniesse die Gastfreundschaft der Menschen hier in Serbien. Taeglich sind es 40- 50 Kilometer, die ich auf der Donav paddle. Meinen Einkauf erledige ich meist auf den Maerkten in den kleinen Staedten, der Fisch fuer das Abendessen kaufe ich direkt von den Fischern die mit Netzen Hechte, Zander, Waller, Barben u.s.w.fangen. Hier in Novi Sad, wo ich vor zwei Tagen nach sehr starken Regen und Temperaturen wie ich sie im April hatte, angekommen bin, verbringe ich jetzt drei Naechte im Hostel Bela Ladja (weisses Schiff), gegenueber hat Albert Einstein mit seiner Frau die aus Serbien kam, fuer zwei Jahre gelebt. Seit meiner Ankunft  in Novi Sad habe ich einige Menschen kennen gelernt, die mich durch die Stadt fuehrten, dabei konnte ich einiges ueber die autonome Provinz Vojvodina erfahren.
    de.wikipedia.org/wiki/Vojvodina
    Auch morgen wird es noch Regen geben, ich werde mich jedoch auf den Weg in Richtung Belgrad machen und dort am Freitag ankommen und mich mit Simeon Kljajic treffen und freue mich auf Informationen von ihm ueber den weiteren Verlauf der Donau in Rumaenien und Bulgarien. 
    Die ersten 900 Km waren ein grossartiges Erlebnis. Jetzt freue ich mich auf weitere Erlebnisse auf diesem wunderbaren Fluss.

    Liebe Gruesse

    Christian

    Bilder

    Event RE: RE: RE: RE: Auf der Donau ins schwarze Meer, entlang der