Diskussion »Aus für neue Kraftwerke am Lech!«

Diskussion »Aus für neue Kraftwerke am Lech!«
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  1. TP seit 2002

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    FeldP aus St Georgen14.02.11 09:35

    Die Voralberger Landtagsparteien verkündeten, dass bis 2050 zwar vier Kraftwerksvorhaben im Ländle umgesetzt werden sollen, der Lech in Vorarlberg für Kraftwerke aber Tabu sein soll. Damit haben die ökologisch unverträglichen Vorhaben - das ÖBB-Kraftwerksprojekt Spullersee und das Projekt KW Lech/Warth keine Realisierungschancen mehr!
    Weiterlesen auf:

    www.fluessevollerleben.at/de/menu72/news69/
    www.vol.at/gruenes-licht-fuer-wasserkraft/news-20110212-09195587
    LG Peter

  2. TP seit 2007

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    Servus Peter,
    das freut mich zu hören! Dafür gibt´s leider ausser Landes immer noch fragwürdige Aktivitäten. Habe heute z.B. folgende Meldung gesehen:
    www.tchibo.de/Gruener-Strom-aus-100-Wasserkraft-Oekostrom-von-Tchibo-c400003887.html
    Natürlich, das Allheilmittel für "sauberen" Strom gibt´s eh nicht, aber wer die Aktivitäten z.B. auch in Norwegen verfolgt, wird hier sicher nicht mehr vom "grünen Strom" sprechen. Ich sag´s ganz ehrlich, so ein Kernkraftwerk ist auf jeden Fall auch CO2 neutral, da kann man diskutieren wie man will. Heisst nicht, dass ich ein reiner Befürworter bin, aber die Mischung macht´s. Flüsse, die zu 100 % für die Wasserkraft genutzt werden und sich damit aus der Natur verabschieden, das kann´s auch nicht sein.
    Viele Grüße - Andi

  3. TP seit 2007

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    Normalo aus Hirschbichl14.02.11 21:17

    Servus Andi,
    sorry, aber so ein Kernkraftwerk braucht jede Menge Wasser zum Kühlen. Das geht auch nur mit Stauwehr. Halt im Unterlauf. Is' uns das egal ?
    Da wird nicht bloß der Fluß aufgestaut; er wird auch aufgeheizt. Zum Anschaun auf www.hnd.bayern.de. Dort "Wassertemperatur" anklicken und staunen, wie viel wärmer die Isar nach dem KKW Ohu (bei Landshut) ist.
    Es wird nur mit einem Mix aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenstrom UND SPAREN gehen.
    @ Peter: Ich bin sehr erleichert, dass der Lech da oben verschont bleibt. Ich mag den Fluß einfach !!
    (Darf ich das als Bayer ?)
    See you on the water

  4. TP seit 2007

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    Servus Benedikt,
    nein Stauwehre und Aufheizen des Wassers sind natürlich nicht egal. Wohne ja selbst in der Nähe von so nem Ding und bin vermutlich auch froh wenn das Teil vielleicht mal vom Netz geht. Nur verteufel ich die Kernkraft nicht so vehement wie das andere tun. Du sagst es eh, der Mix muss stimmen und da kommen wir vermutlich nicht um Wasserkraft herum. Auch ein anderes Beispiel zeigt, dass die alternativen Energien noch nicht soo alternativ sind wie man denkt: Heutzutage liegen bereits ca 20.000 t alte Windkraftflügel auf Äckern rum, da noch kein Entsorgungskonzept für dieses Material gefunden ist. Sprich: Man fängt JETZT erst an sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Das Material ist natürlich nicht strahlend und nicht so bedenklich, aber es ist trotz allem Sondermüll und müsste aufwendig recycelt werden. Geht, aber kostet auch wieder Energien. Man denkt darüber nach, die Flügel in der Zementherstellung zu verwenden, wo vor allem der Glas-Anteil gebraucht werden könnte. Eine reine thermische Verwendung würde keinen Sinn machen. Alles nicht so einfach - Strom sparen ist noch das Beste - und trotzdem vermisse ich die alten Glühbirnen.... Viele Grüße - Andi

  5. TP seit 2008

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    Atomkraftwerke sind Grundlastkraftwerke, die die produzierte Strommenge nur sehr langsam ändern können (mehrere Tage). Der Strombedarf aber schwankt im Tagesverlauf stark. Daher werden für den Betrieb der AKWs Anlagen, die in den Zeiten in denen die AKWs zuviel produzieren den Strom speichern können und ihn in Spitzenlastzeiten wieder abgeben koennen, benötigt. Diese Aufgabe übernehmen Pumpspeicherwerke und für diese brauch man Wasser und Gefälle...
    Zum Thema AKWs möge sich jeder Gedanken über folgendes Zitat aus einem aktuellen Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung machen:

    Im Übergang hin zu einer regenerativen Stromversorgung ist eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nicht erforderlich. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Flexibilitätsreserven des übrigen konventionellen Kraftwerkparks reichen aus, um den Strombedarf zu decken – das Entstehen einer Stromlücke ist nicht zu befürchten. Wegen ihrer begrenzten Flexibilität eignen sich Kernkraftwerke nicht als “Brückentechnologie“ zur Ergänzung der erneuerbaren Energien. Der Systemkonflikt zwischen hohen Anteilen volatiler erneuerbarer Energien und schlecht regelbarer Grundlastenergie wird sich bei der geplanten Laufzeitverlängerung im Laufe der 2020er Jahre erheblich zuspitzen und letztlich hohe volkswirtschaftliche Kosten und Investitionsrisiken für die erneuerbaren Energien schaffen.

    (aus
    )

  6. TP seit 2002

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    FeldP aus St Georgen15.02.11 09:04

    Ah die Kaffeestrecker Invest AG will jetzt auch beim (in Deutschland) gut gefördertem Öko-Strom mitschneiden!!! Ist zu hoffen dass im Packerl dann auch tatsächlich Öko-Strom drin ist und nicht mit Zertifikaten veredelter Atomstrom ;-)
    Denke mit etwas Energiesparen und Sonnenenergie wäre das "Energieproblem" zu lösen.(Siehe auch Sonnenenergie billiger als Atomstrom! - www.klimaretter.info/energie/nachricht/6463-us-studie-solars)
    Bis das auch unsere lobbygesteuerten Politiker-Beton-Köpfe kapieren, wird's leider noch eine Weile dauern.
    Aber dann müssen unsere letzten Bäche nicht mehr ausgeleitet, aufgestaut und zu Flussleichen in Betonsärgen verdammt werden!
    Dann können wir über die letzten verbliebenen natürlichen Flüsse freuen - natürlich auch die Bayern!
    LG Peter

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