Diskussion »Nationalpark Gesäuse: Buchaubach geht ins Rohr!«

Diskussion »Nationalpark Gesäuse: Buchaubach geht ins Rohr!«
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    willi aus Amstetten01.08.09 22:08

    Am Buchaubach wird in der Nähe vom „Eisenzieher“ – etwa 200 m unterm Wirtshaus Fischerhütte ein Kraftwerk gebaut. Am Straßenrand liegende Rohre deuten darauf hin, dass der Buchaubach in Kürze nur mehr sehr wenig Wasser führen wird.
    Wer baut dieses Kraftwerk? Weiß jemand, wie weit hier das Wasser ausgeleitet wird? Sind da noch, wie am Laussabach, weitere Ausleitungen geplant? Lohnt sich dann noch eine Befahrung?

    Fragen über Fragen! Willi H.

  2. Wilhelm Haberfehlner09.12.09 14:12

    Wen interessierts? – keinen!?
    Der Buchaubach heißt übrigens lt. Österr. Karte Buchauerbach und ab dem Eisenzieher Großer Billbach. Er mündet nahe der Grenze zwischen Steiermark und Oberösterreich in die Enns.
    Das Bauwerk zur Wasserfassung bei der Fischerhütte ist schon sehr weit fortgeschritten. Vom Bauwerk bis zur Mündung (ca. 7 km) sind am Ufer riesige Rohre gelagert. Restwasser nahe Null ist zu erwarten. Es ist zu befürchten, dass auch der romantische in den Billbach einmündende Spitzenbach verbaut wird.
    Der Bau wird von der Baufirma Gebrüder Haider aus Großraming errichtet und gemeinsam mit der Nationalparkgemeinde St. Gallen betrieben.
    Die Gemeinde St. Gallen wird hoffentlich soviel Restwasser im Bach lassen, dass sie den „Wasserspielpark“ betreiben kann.
    Die Baufirma Gebrüder Haider ist anscheinend sehr bemüht, die Verbauung der Bäche in diesem Gebiet voranzutreiben. Sie will beispielsweise auch den bei Schneeschmelze paddelbaren Klausbach (Hammergraben) bei Kleinreifling (=Gemeinde Weyer) am Rand des Nationalparks Kalkalpen ins Rohr legen. Der dazwischenliegende Laussabach wurde bereits in den letzten Jahren von den „Betonierern“ zerstört.
    Von Widerständen gegen die Verbauungen ist mir nichts bekannt.
    lg willi

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    FeldP aus St Georgen10.12.09 08:39

    Servus Willi!

    Ja die kleinen Bäche verschwinden sang- und klanglos in den Rohren...
    Die Öffentlichkeit erfährt erst davon, wenn die Rohre neben dem Bach liegen.

    Vermute das Stift Admondt (Envesta) hat da auch seine Finger im Spiel, die haben kein Problem "die Schöpfung des Herrn" ;-) in Betonsärge zu zwängen, Hauptsach der Klingelbeutel (=Sammelbehälter für Geld) wird prall!

    Widerstand gegen die vielen kleinen Wasserkraft-Projekte ist schwierig, wenn sich nicht lokaler Widerstand entwickelt...

    LG Peter