Paddeln auf dem Castro Laboreiro / Unterlauf

Abschnittsbeschreibungen und Links

Fakten

Land Portugal
Region Galicien & Asturien
Schwierigkeit Wildwasser-Grad IV Wildwasser-Grad V Wildwasser-Grad VI
Länge 6km
Abschnitt oberhalb Castro Laboreiro / Mittellauf
Letzte Befahrung
Wegen der fotogenen Wasserfallkombination gilt dieser Abschnitt des Castro als dessen Königsetappe. Tatsächlich weisst die Strecke weniger Grundgestein und eine geringere Anzahl spektakulärer Einzelstellen auf als der Mittellauf. Praktisch die gesamte Strecke außerhalb der hohen Wasserfälle verläuft als Slalom zwischen Bouldern. Zudem benötigt dieser Abschnitt deutlich mehr Wasser als der Mittellauf. Der Pegel sollte für eine genussreiche Befahrung mindestens 2,10m zeigen. Das Minimum für eine schmerzfreie Befahrung des ersten und zweiten Wasserfalls liegt bei etwa 2,00m. Der Flussabschnitt dürfte im Gegensatz zum Mittellauf viel Wasser vertragen, da er meist im offenen Bett verläuft. Die Wasserfälle müssen dann evtl. komplett umtragen werden.Nach dem Einstieg fließt der Castro im breiten Geröllbett und lädt zum Boulderslalom im vierten Grad. Langsam steigern sich die Schwierigkeiten, Blockkatarakte werden länger und die Stufen höher. Einzelne Stellen sollten vom Ufer besichtigt werden. Auf den letzten 800 m vor den Wasserfällen, mehrere hohe Stufen bis zu 4 m Höhe. Bei 2,10m war im Januar 2009 alles fahrbar.Die Wasserfall-Kombi (6m/8m/10m) ist nicht zu übersehen. Links anlanden und auf geht's zur mühsamsten Portage die man als alpenverwöhnter Paddler wohl je erlebt hast.Egal ob man drei, einen oder keinen der Fälle fährt: Scouten und Umtragen ist hier die Hölle. Verzichtet unbedingt auf Trockenanzug oder -hose und nehmt euren ältesten Neo. Es gibt so gut wie keine Fußwege, nur Ziegenpfade die man teils nur kriechend unter Dornenranken bewältigen kann. Bei wenig Wasser kann man auf Flussniveau zur ersten Kante klettern/waten, für alles andere muss man sich ins Unterholz schlagen. Der erste Fall muss bei unter 2,05m mit Alpinstart links umtragen werden. Der zweite Fall ist mittig einfach zu fahren. Bei unter 2,15m besser nicht boofen! Vor dem zweiten Fall kann links ausgesetzt werden. Zwischen zweitem und dritten keine Umtragemöglichkeit ohne Hilfe von außen. Im zweiten poppt öfter mal die Decke, rechts kommt man als Schwimmer ans Ufer, braucht dann allerdings Seilhilfe von links. Der dritte Fall ist wegen einer fiesem Walze in der Anfahrt technisch am schwierigsten, ist aber trotz seiner Höhe soft zu landen wenn man nicht gerade nach links ins Kehrwasser booft. Im Unterwasser empfiehlt sich eine Sicherung, da die Strömung vor allem bei viel Wasser direkt auf den vierten unfahrbaren zieht. Diesen kann man mit Kletterausrüstung wohl am Fluss umseilen, siehe dazu den Aquavertical Blog.Der Normalweg geht von allen möglichen Ausstiegsstellen hoch auf den Sattel, dort auf kleiner Kuppe auch gute Kameraposition für die Totale. Vom Sattel auf gut erkennbarem Ziegenpfad einem kleinen Bach folgen. Die letzten 15 Höhenmeter müssen im Wasserfall abgeseilt werden, was nach Regenfällen zum Problem werden könnte. Im Normalfall reichen zwei Standard-Wurfsäcke.Nach dem Wiedereinstieg wunderschönes Grundgestein, u.a. eine längere Rutsche, danach Boulder-Slalom bis zur Mündung des Peneda.

Karte

Einstieg

Ribeira de Baixo, entweder in Dorfmitte an kleiner Holzbrücke (schlechte, steile Straße im Dorf und wenig Parkraum) oder besser 300 m oberhalb der Brücke. Dazu in der letzten Kehre vor dem Ort Boote abladen und über breiten Fußweg zwischen Gartenmauern zum Fluss.
Ausstieg

Mündung des Rio Peneda, je nach Füllstand des Lago Lindoso bereits im Stausee; Durch unwegsames Dornengestrüpp erreicht man die 30 m höhere Straße, die von Oleas zum Fluss führt und hier endet.
TrustedPaddler

Eingetragen von scheuer

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Bilder des Castro Laboreiro/Unterlauf

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